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Pop schlägt hohe Wellen

Europa
23.07.2012
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Das Festival „Neue Welle“ startet am 24. Juli
Alljährlich steigt im lettischen Ostseebad Jurmala das Musikfestival «New Wave». Der russische Pop-Contest im EU-Land Lettland ist im Fernsehen ein Zuschauerhit.
Galerie
Riga (dpa) - Einmal im Jahr verwandelt sich das lettische Ostseebad Jurmala in ein Mekka der russischen Musikbranche. Sechs Tage dauert das «New Wave» - eines der bekanntesten Pop- und Schlagerfestivals auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion. Das Ereignis schlägt große Wellen. Geschätzte 120 bis 150 Millionen TV-Zuschauer in Russland und anderen Ex-Sowjetrepubliken verfolgen jährlich die pompöse Musikshow aus einem Konzertsaal am Ostseestrand.
Badeort und Bühne zugleich: Weiße Sandstrände in Jurmala.

«Die Grundidee ist, jungen talentierten Künstlern die Möglichkeit zu geben, sich auf einer großen Bühne zu präsentieren», sagt der lettische Komponist Raimonds Pauls. Gemeinsam mit seinem russischen Kollegen Igor Krutoi hat er das Festival 2002 in dem Badeort ins Leben gerufen. Jurmala ist etwa 25 Kilometer von Lettlands Hauptstadt Riga entfernt.

16 Nachwuchskünstler aus 14 Ländern konkurrieren in diesem Jahr um den Titel und 50 000 Euro Preisgeld. Sie dürfen nicht älter als 30 Jahre sein und müssen an drei Tagen ihr Können mit einem Welthit, einem Lied aus ihrer Heimat und einem eigenen Song beweisen.

Das Festival ist aber nicht nur Schaubühne für neue Talente. Außer Konkurrenz treten etwa russische Musikgrößen wie die Pop-Diva Alla Pugatschowa und internationale Stars wie in diesem Jahr Tom Jones und Nelly Furtado auf. Auch Thomas Anders und Sarah Connor sangen schon in Jurmala.

Die meisten Teilnehmer von «New Wave» stammen aus Osteuropa und Ex-Sowjetrepubliken. Aus Deutschland beteiligte sich 2007 die «Deutschland sucht den Superstar»-Kandidatin Francisca Urio. Anders als beim Eurovision Song Contest (ESC) kann das Fernsehpublikum aber nicht mitentscheiden, sondern nur einen Publikumspreis vergeben.

«Der ESC ist ein Liederwettstreit, während bei "New Wave" der Interpret im Mittelpunkt steht», erklärt Krutoi. Den Gewinner wählt eine Jury aus Veranstaltern, Showgrößen und Musikproduzenten. Großes Vorbild für viele Teilnehmer ist Dima Bilan. «Ich wurde hier als Künstler geboren», umschrieb der russische Popstar in einen Interview die Bedeutung des «New Wave»-Festivals für seine Karriere. 2002 belegte er dort den vierten Platz. Heute ist er einer der größten Stars in Russland, 2008 gewann er den ESC.
Neue Welle 2011: Goran Bregović in Jurmala.

«"New Wave" hat im Laufe der Jahre einige international bekannte Namen hervorgebracht», sagt der Berliner Komponist und Sänger Brandon Stone der Nachrichtenagentur dpa. Von ihm stammt der diesjährige litauische ESC-Beitrag «Love is Blind». Als «Osteuropa-Grandprix» will Stone, der 2005 selbst noch für Spanien in Jurmala an den Start ging, «New Wave» aber nicht beschreiben. «In Jurmala ist es weniger verbissen, die Atmosphäre unter den Künstlern ist entspannt und locker - fast wie im Urlaub.»

Dazu trägt das mondäne Ambiente des Ostseebads bei, das sich während des Festivals in einen Laufsteg der Reichen und Schönen verwandelt - allein 16 Milliardäre aus Ex-Sowjetrepubliken haben angeblich diesmal ihr Kommen angesagt. Doch hinter der glitzernden Fassade des «New Wave» brodelt es auch gewaltig. So kritisierte Raimonds Pauls, Showbusiness und Fernsehen diktierten den Ablauf.

Dazu herrscht permanent Zoff mit dem Stadtrat - so beschwerten sich Manager von Topstars, die Konzerthalle erfülle nicht die internationalen Standards. In diesem Jahr führte dann ein Streit um das Catering fast zu einer Absage in allerletzter Minute. Russische Politiker fordern ohnehin seit langem: Das Festival solle doch bitte an die russische Küste verlegt werden.

Für Lettland und Jurmala wäre das ein harter Schlag. «New Wave» spült Schätzungen zufolge eine Million Touristen in die selbst ernannte «Stadt auf der Welle» und jährlich um die 15 Millionen Euro in die lettische Wirtschaft. Dazu kommt der Imagefaktor: Jurmala wurde 2012 in Russland bereits zum neunten Mal zum beliebtesten Ostseebad gewählt - auch wegen des «New Wave».


Quelle: Youtube.com



 

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