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Polens Präsident kritisiert Ukraine im Streit um Geschichte

Polen
10.11.2017
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Warschau/Kiew (dpa) - Im Geschichtsstreit mit der Ukraine hat Polens Präsident Andrzej Duda Vorwürfe gegen Kiew erhoben. Die historische Wahrheit dürfe von ukrainischen Regierungsvertretern nicht abgestritten werden, sagte er am Freitag in Warschau in einer Rundfunkveranstaltung für katholische Sender. Polen hat nach dem Zweiten Weltkrieg große Gebiete an die damalige Sowjetukraine verloren. Trotzdem war das Verhältnis zur Ukraine nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 sehr versöhnlich. Seit zwei Jahren gewinnt aber in beiden Ländern eine nationalistische Sicht auf die Geschichte die Oberhand.

Das Verhältnis der osteuropäischen Staaten hat sich verschlechtert, weil sie eine entgegengesetzte Sicht auf blutige Auseinandersetzungen zwischen Ukrainern und Polen in der heutigen Westukraine im Zweiten Weltkrieg haben. Ein Besuch Dudas in der Ukraine im Dezember steht auf der Kippe. Seine Kanzlei begrüßte indes den Vorschlag des ukrainischen Staatschefs Petro Poroschenko, im Rahmen der bilateralen Präsidentenkommission zu vermitteln. Es sei eine Gelegenheit, der ukrainischen Seite die Warschauer Erwartungen vorzustellen, hieß es.

 

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