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Outfit für den Kardinal

Europa
19.02.2012
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Nie wieder lila: Bischof Woelkis neue Kardinalskleider
Mit seiner Ernennung zum Kardinal muss sich Rainer Maria Woelki (55) eine neue Garderobe zulegen - nicht mehr im bischöflichen Violett, sondern in Kardinalsrot. Zwei neue Soutanen hat Woelki für seine feierliche Ernennung an diesem Samstag im Vatikan im Gepäck - sie identifizieren ihn künftig als Purpurträger.
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Berlin (dpa) - Das neue Gewand wird Woelki nun zu allen Gottesdiensten überziehen. Für offizielle Anlässe gibt es eine schwarze Soutane, die in Rot abgesetzt ist. Auch das Zingulum, wie der Gürtel über der Soutane heißt, ändert sich je nach Anlass: Komplett rot für die Lithurgie, schwarz mit roten Rändern für amtliche Termine. Jeder der 33 Knöpfe der Soutane steht für ein Lebensjahr von Jesus Christus.
Berlin hat jetzt auch einen Mann im Vatikan: Papst ernennt Erzbischof Rainer Maria Woelki zum Kardinal.

Im Vatikan wird Woelki erstmals ein rotes Birett aufgesetzt, eine Kopfbedeckung, wie ihn der italienische Film-Pfarrer Don Camillo in Schwarz trug. Zur Ausstattung gehören auch die Mozetta, ein Schulterumhang, sowie der Pileolus, eine Bedeckung vergleichbar der Kippa, die Juden in der Synagoge tragen.

Die neue Dienstkleidung hat der Kölner Thomas Schmitt geschneidert - und er ist ziemlich stolz auf den Auftrag. Es sei das erste Kardinalsgewand, das in seinem Geschäft «Schmitt-Paramente» in der Kölner Innenstadt entstanden ist. Etwa 25 Stunden habe er an einer Soutane gearbeitet, sagt Schmitt, der früher an der Kölner Oper als Kostümbilder arbeitete, bevor er 2007 das Geschäft übernahm.

Über Maße und Preise schweigt sich der Meister aus. Er sagt nur soviel: Die italienische Schurwolle sei der richtige Stoff für einen Kirchenmann. «Im Sommer schützt sie vor Wärme, im Winter vor Kälte.»


 

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