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Neuss

Deutschland, Neuss
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"Neuss" ("reg. Dialekt: Nüss", lat. Novaesium) ist eine Stadt am linken Niederrhein auf der gegenüberliegenden Rheinseite von Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen. Neuss ist die größte Stadt des Rhein-Kreises Neuss, bekannt vor allem für ihre römische Vergangenheit, den Rheinhafen und das Neusser Bürger-Schützenfest. In der Landesplanung ist Neuss als Mittelzentrum eingestuft. Die Einwohnerzahl der Stadt Neuss überschritt 1963 die 100.000-Grenze und machte sie zur Großstadt. Neuss ist gemessen an der Einwohnerzahl die größte kreisangehörige (d. h. nicht kreisfreie) Stadt in der Bundesrepublik Deutschland. 1984 beging Neuss seine 2000-Jahr-Feier.

Geografie

Neuss liegt am linken Niederrhein auf einer Niederterrasse gegenüber von Düsseldorf, an der Mündung der Erft in den Rhein. Die höchste Erhebung im Stadtgebiet befindet sich in der Nähe des Stadtteils Holzheim und beträgt 67,5 m, die tiefste Stelle befindet sich im Bereich der Hafeneinfahrt und beträgt 30 m über NN. Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt in Nord-Süd-Richtung 13,2 km und in West-Ost-Richtung 12,8 km. Auch wenn Neuss grundsätzlich am Ostrand des Rhein-Kreises Neuss liegt, befindet sich auch der geographische Mittelpunkt des Kreises noch innerhalb des Stadtgebietes von Neuss (bei Gut Hombroich).

"Siehe auch:" Wahler Berg

Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Neuss. Sie werden im Uhrzeigersinn, beginnend im Osten genannt:

Düsseldorf (kreisfreie Stadt) sowie Dormagen, Grevenbroich, Korschenbroich, Kaarst und Meerbusch (alle Rhein-Kreis Neuss)

Stadtgliederung
Das Stadtgebiet von Neuss ist in folgende 28 "statistische Bezirke" eingeteilt. Diese werden fortlaufend nummeriert und tragen jeweils auch einen besonderen Namen. Zu einigen statistischen Bezirken gehören auch noch separat gelegene Wohnplätze mit eigenem Namen, etwa Stüttgen, Minkel, Dirkes, Röckrath, Derikum, Schlicherum, Allerheiligen, Elvekum, Lanzerath, Bettikum, Gier und Kuckhof. Stadtbezirke gibt es in Neuss – anders als in kreisfreien Städten Nordrhein-Westfalens – nicht.

1 Innenstadt, 2 Dreikönigenviertel, 3 Hafengebiet, 4 Hammfeld, 5 Augustinusviertel, 6 Gnadental, 7 Grimlinghausen, 8 Uedesheim, 9 Weckhoven, 10 Erfttal, 11 Selikum, 12 Reuschenberg, 13 Pomona, 14 Stadionviertel, 15 Westfeld, 16 Morgensternsheide, 17 Südliche Furth, 18 Mittlere Furth, 19 Nördliche Furth, 20 Weissenberg, 21 Vogelsang, 22 Barbaraviertel, 23 Holzheim, 24 Grefrath, 25 Hoisten, 26 Speck/Wehl/Helpenstein, 27 Norf, 28 Rosellen (mit Rosellerheide und Allerheiligen)

Römische Zeit
Novesium
Neuss ist eine der ältesten Städte Deutschlands. Bereits um das Jahr 16 v. Chr. errichteten römische Soldaten an der Mündung der Erft in den Rhein, etwa 2,5 km südöstlich der heutigen Altstadt, eine Befestigung aus Holz und Erde. Der Platz, an dem sich vermutlich schon eine kelto-germanische Vorgängersiedlung befand, war strategisch gewählt, lag er doch einerseits am Endpunkt einer Fernstraße, die durch das von Caesar eroberte Gallien von Lyon über Trier und Zülpich bis an den Rhein führte, und bot andererseits einen verkehrsgünstigen Zugang zu den Wasserwegen von Rhein, Erft, Lippe, Ruhr und Wupper. Weitere, wohl ebenfalls nur saisonal genutzte Heerlager an dieser Stelle folgten einander (sog. Lager A-F). u.a. dürften die "legio XIX" und die "Legio XX Valeria Victrix" zeitweise hier stationiert gewesen sein. Diorama des Römischen Kastells von Neuss in der Zinnfigurenabteilung des Freilichtmuseums Roscheider Hof Um die Mitte des ersten Jahrhunderts nach Christus bauten römische Soldaten, u.a der "legio VI", nahe der Erftmündung in Neuss-Gnadental erstmals ein steinernes Legionslager, das nach seinem Entdecker, dem Neusser Archäologen Constantin Koenen, auch als „Koenen-Lager“ bezeichnet wird. Während der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts n. Chr. war in dem Kastell dauerhaft eine ganze Legion mit fast 6.500 Soldaten stationiert ("Novaesium"). Ein großes, von H.-J. Graul nach wissenschaftlichen Erkenntnissen gestaltetes Diorama des Kastells und der umgebenden Zivilsiedlung befindet sich heute im Freilichtmuseum Roscheider Hof.Gustav Müller: "Die militärischen Anlagen und die Siedlungen von Novaesium." In: Stadt Neuss (Hrsg.), Das römische Neuss. Stuttgart 1984, S. 53-94. - Heinz Günter Horn (Hrsg.): "Die Römer in Nordrhein-Westfalen." Theiss, Stuttgart 1987, S. 580-591.

Nachdem die zuletzt im „Koenen-Lager“ stationierte VI. Legion um etwa 100 n. Chr. nach Xanten verlegt worden war, baute man zu Beginn des zweiten Jahrhunderts an seiner Stelle ein steinernes Auxiliarlager, das Platz für eine Besatzung von etwa 600 Mann bot. Als Ende des dritten Jahrhunderts n. Chr. die römische Grenzverteidigung als Reaktion auf die vermehrten Überfälle fränkischer Truppen auf das römische Reichsgebiet neu organisiert werden musste, gab man das Auxiliarlager an der Erftmündung auf.

Zivile Siedlung
Um das Militärlager herum entstanden ausgedehnte Gräberfelder und eine Lagervorstadt "(canabae legionis)", in der die Familien der Soldaten lebten, aber auch Händler, Gastwirte und Militärhandwerker arbeiteten. Aus dieser Lagervorstadt und ihrem Gräberfeld entwickelte sich eine Zivilsiedlung "(„vicus“)", aus der im Laufe der Jahrhunderte das heutige Neuss erwuchs.Heinrich Härke: "Die Grabung des Jahres 1976 auf dem Münsterplatz in Neuss." Bonner Jahrbücher 180, 1980, 493-587. - Michael Kaiser, Sabine Sauer, "Ein spätantikes Soldatengrab aus der Neusser Innenstadt." Archäologie im Rheinland 1989, 118-119.

Frühes Mittelalter
Bei seinen Ausgrabungen an und um St. Quirin entdeckte Hugo Borger 1963 auch drei fränkische Gräber aus der Zeit um 500 n. Chr. Sie bezeugen, dass die frühmittelalterliche Besiedlung in Neuss unmittelbar an die Antike anknüpfte.Hugo Borger: "Die Ausgrabungen an St. Quirin zu Neuss in den Jahren 1959-1964." Rheinische Ausgrabungen 1. Köln 1968, S. 170-240. - Frank Siegmund: "Merowingerzeit am Niederrhein." Rheinische Ausgrabungen 34. Rheinland-Verlag, Köln 1989, 332-334. Funde aus dem 8./9. Jahrhundert wurden am Obertor und an der Marienkirche gemacht.Siegmund a.a.O. S. 332.

Vermutlich in der zweiten Hälfte des zehnten Jahrhunderts entstand neben der Kirche ein Benediktinerinnenkloster aus der Stiftung einer hochadligen Familie. In dieser Zeit wurden vermutlich auch die Reliquien des Hl. Quirinus von Rom, des Patrons dieser Kirche, nach Neuss überführt.

Geschichte Mittelalter und Neuzeit
Belagerung von Neuss 1474–1475

Stadtwerdung
1190 wurde Neuss erstmals offiziell als Stadt bezeichnet, als Heinrich VI. Neuss Zollfreiheit zu Kaiserswerth bestätigte. Um 1200 wurde die große Stadtmauer mit fünf Toren gebaut. 1209 erfolgte unter Verwendung von Vorgängerbauwerken die Grundsteinlegung zum Quirinusmünster durch Meister Wolbero. 1474/75 widerstand die Stadt der fast einjährigen Belagerung von Neuss durch Karl den Kühnen. Zur Belohnung verlieh Kaiser Friedrich III. Neuss das Münzprivileg, das Recht mit rotem Wachs zu siegeln, die Rechte einer Hansestadt und ein neues Wappen. Dies verhalf der Stadt zu beträchtlichem Wohlstand, den sie aber nach der Eroberung im Kölnischen Krieg und einem Großbrand 1586 wieder verlor.

19. Jahrhundert
Während der von 1794 bis 1814 dauernden napoleonischen Besatzung wurde in Neuss am Nordkanal gebaut, der eine schiffbare Verbindung zwischen Rhein und Maas schaffen sollte. Damit sollten die Flusszölle rheinabwärts umgangen werden. Der Kanal wurde nicht vollendet. 1816 wurde Neuss preußisch und Sitz eines Kreises. Im 19. Jahrhundert erlebte die Stadt neuen wirtschaftlichen Aufschwung, der wesentlich durch den Eisenbahnbau (u. a. Anschluss an das rechtsrheinische Eisenbahnnetz durch die Eisenbahnbrücke über den Rhein nach Düsseldorf-Bilk) und den Rheinhafen getragen wurde.

Kreisfreie Stadt
1913 schied Neuss aus dem Kreis Neuß aus und wurde eine kreisfreie Stadt. 1929 wurden die noch verbleibenden Teile der Kreise Neuß und Grevenbroich zum neuen Landkreis Grevenbroich-Neuß (später Kreis Grevenbroich) vereinigt. Im Zweiten Weltkrieg wurden in Neuss wie in vielen anderen rheinischen Städten große Teile der historischen Altstadt durch britische Luftangriffe im Rahmen der moral-bombing-Strategie zerstört. 1968 wurde die Schreibweise von „Neuß“ in „Neuss“ geändert.

Kreis Neuss
Mit der Gemeindereform 1975 wurden einige Gemeinden und Ortschaften, die Neuss umgaben (z. B. Holzheim, Norf und Rosellen), eingemeindet (siehe auch Eingemeindungen) und die kreisfreie Stadt Neuss mit dem Kreis Grevenbroich zum neuen Kreis Neuss vereinigt (ab 2003 Rhein-Kreis Neuss). Neuss erhielt kommunalrechtlich den Status Große kreisangehörige Stadt und wurde Sitz des neuen Kreises, wenngleich sich große Teile der Kreisverwaltung in Grevenbroich befinden. Im Jahr 1984 feierte Neuss sein 2000-jähriges Jubiläum, zu dem (mit Genehmigung der französischen Rechteinhaber) ein Comic-Sonderband "Asterix in Novaesium" erschien.

Eingemeindungen
In die Stadt Neuss wurden im Laufe der Geschichte folgende Gemeinden bzw. Gemeindeteile eingegliedert:
Anfang des 20. Jahrhunderts Teile von Heerdt, Büderich und Kaarst, 1929 Grimlinghausen, Uedesheim und Weckhoven sowie 1975 Grefrath, Holzheim, Hoisten, Norf, Rosellen und Speck sowie weitere Teile von Kaarst und Meerbusch.

Einwohnerentwicklung
Bevölkerungsentwicklung

Im Jahre 1963 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Am 1. Januar 1975 stieg die Bevölkerungszahl von Neuss durch die Eingemeindung mehrerer Orte um 30.000 Personen auf 148.000. Ende Dezember 2005 lebten in Neuss nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 152.633 Menschen mit Hauptwohnsitz. Die Tendenz ist weiterhin steigend. Der Ausländeranteil liegt bei 13,1 %.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem "jeweiligen" Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.


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¹ Volkszählungsergebnis

Religion
Neuss gehörte von Anfang an zum Erzbistum Köln und war zunächst der kirchlichen Gerichtsbarkeit des Dompropstes, später als Archidiakonat dem Domdechanten zugeteilt. Die Zugehörigkeit der Stadt auch zum weltlichen Kurfürstentum Köln war Ursache dafür, dass die Reformation keinen Fuß fassen konnte. Dennoch gab es in den 1560er Jahren eine heimliche reformierte Gemeinde, die zu den größten Gemeinden der Kölnischen Klasse unterm Kreuz gehörte. Nach 1586 gab es einen Umschwung, doch gab es bis 1620 noch einzelne reformierte Familien. Unter Kurfürst Ernst waren sie dann meist gezwungen auszuwandern. Erst im 19. Jahrhundert zogen wieder vermehrt Protestanten zu.
Die katholischen Gemeinden gehörten bis 1802 noch zum Erzbistum Köln. Nach dessen Auflösung kamen sie zum Bistum Aachen, das jedoch 1821/1825 bereits wieder aufgehoben wurde. Somit kam Neuss 1828 wieder zum Erzbistum Köln. Neuss wurde Sitz eines Dekanats, das später in die Dekanate Nord und Süd geteilt wurde. Sie bildeten das Stadtdekanat Neuss. Zum 1. Januar 2005 wurde dieses mit dem bisherigen Kreisdekanat Neuss zusammengelegt. Beide Dekanate bilden seitdem das Kreisdekanat Rhein-Kreis Neuss.

1805 bildete sich in Neuss wieder eine reformierte Gemeinde, die sich 1817 mit der lutherischen Gemeinde zu einer unierten Gemeinde vereinigte, die zur Evangelischen Kirche in Preußen bzw. zu dessen rheinischer Provinzialkirche gehörte. Innerhalb der heutigen Evangelischen Kirche im Rheinland gehören die evangelischen Gemeinden der Stadt Neuss zum Kirchenkreis Gladbach-Neuss.

Neben den evangelischen und katholischen Gemeinden gibt es in Neuss auch Freikirchen, darunter eine evangelisch-freikirchliche Gemeinde (Baptisten) und die Immanuel-Gemeinden, die zum Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) gehört. Ferner sind in Neuss sowohl die Neuapostolische Kirche als auch die Zeugen Jehovas vertreten.

Neben den christlichen Gemeinden in Neuss gibt es mehrere Moscheen und Moscheevereine, z.B. am Neusser Hauptbahnhof, in der Innenstadt und in den äußeren Bezirken wie Weckhoven, Derikum, Erfttal, der Furth etc..
Der Quirinusschrein im gleichnamigen Münster

Stadtheilige
Schutzpatron von Neuss ist der heilige Quirinus von Neuss, seine Reliquien kamen um 1050 n. Chr. nach Neuss; ihm zu Ehren wurde das Neusser Quirinusmünster gebaut, das 2009 durch Papst Benedikt XVI. zur päpstlichen Basilica minor erhoben wurde. Daraus entwickelte sich die Bedeutung von Neuss als mittelalterlicher Wallfahrtsort mit Pilgern aus ganz Europa.

Eine weitere Stadtheilige ist die hl. Hildegunde von Neuss.

Politik

An der Spitze der Stadt Neuss standen zunächst Schultheiß und Schöffen als erzbischöfliche Ministeriale. Im 13. Jahrhundert waren es 12 oder 14 Ministeriale. Unter Konrad von Hochstaden gab es auch einen Rat, deren Mitglieder die „officiati“ waren. Später gab es innerhalb des Rates Seniores und Subseniores. Die Mitgliedschaft im Rat war auf Lebenszeit. Die Zahl der Schöffen und Ratsmitglieder wurde im 18. Jahrhundert bis auf sechs reduziert. Ab 1771 gab es jeweils fünf Schöffen und fünf Ratsherren. In französischer Zeit stand ein Maire an der Spitze der Stadt. Dieser hatte zwei Beigeordnete und einen Gemeinderat mit 30 Mitgliedern an seiner Seite. Ab 1845 waren es nur noch 18 Ratsmitglieder. In preußischer Zeit (ab 1816) leitete der Bürgermeister und die Beigeordneten sowie der Stadtrat die Verwaltung von Neuss. 1856 wurde die Rheinische Städteordnung eingeführt. Nach dem Ausscheiden aus dem Kreis Neuss 1913 trug der Bürgermeister den Titel „Oberbürgermeister“.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten „Rat der Stadt“, dessen Mitglieder man als „Stadtverordnete“ bezeichnete. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. Nach dem Verlust der Kreisfreiheit 1975 trugen – nach einer Übergangszeit – der Ratsvorsitzende wieder den Titel Bürgermeister und der Leiter der Verwaltung den Titel Stadtdirektor. 1998 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Bürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wurde 1999 erstmals direkt vom Volk gewählt. Die Stadt hatte am 31. Dezember 2002 453 Mio. € Schulden.

→ "Siehe auch: Ergebnisse der Kommunalwahlen in Neuss"

Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister seit 1801


Stadtdirektoren bis bzw. Oberstadtdirektoren 1946–1998
* 1946–1960: Dr. Josef Nagel, Oberstadtdirektor
* 1960–1971: Dr. Günther Kuhnt, Oberstadtdirektor
* 1971–1985: Franz-Josef Schmitt, Oberstadtdirektor
* 1985–1992: Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, Stadtdirektor
* 1992–1998: Bernhard Wimmer, Stadtdirektor

Sitzverteilung im Stadtrat

Mitglieder im Stadtrat sind die bei der Kommunalwahl gewählten Ratsmitglieder (siehe die folgende Liste) und der Bürgermeister.



Wappen
Stadtfahne von Neuss

Geschichte / Blasonierung des Neusser Wappens
Die Stadt Neuss zählt zu den ältesten rheinischen Städten, die ein Wappen und ein Siegel geführt haben. Das Wappen selbst ist eines der historisch bedeutsamsten deutschen Wappen und Sinnbild für die jahrhundertelange wechselvolle Geschichte.
Das Wappen der Stadt Neuss zeigt in gespaltenem Schild vorn in Schwarz einen rot bewehrten und gezungten goldenen Doppeladler, hinten in Rot ein durchgehendes silbernes Kreuz. Auf dem Schild eine goldene Kaiserkrone. Der Schild wird von zwei Löwen gehalten. Die Stadtflagge ist rot-weiß, rechts das Wappen, links 9 goldene Kugeln (das so genannte Quirinus-Wappen).

Im ältesten Wappenschild, das bereits seit dem Jahr 1217 belegt ist, stand ein weißes Kreuz auf rotem Grund. Das Kreuz ist schon in alten Stadtsiegeln des 12. Jahrhunderts nachweisbar. Vermutlich handelt es sich um ein Kreuzfahrer- oder Geleitzeichen.

Nachdem Neuss die Belagerung durch Karl den Kühnen 1475 erfolgreich abgewehrt hatte, belohnte Kaiser Friedrich III. die Stadt und ihre Bürger mit zahlreichen Privilegien. Dazu zählte nicht nur das Recht, mit rotem Wachs zu siegeln. Neuss wurde auch ein neues Wappen verliehen, das die Stadt vor den meisten anderen deutschen Städten auszeichnete. Sie wurde zwar nicht wie Köln zur Reichsstadt erhoben, durfte aber fortan die Symbole des Reiches, den doppelköpfigen Adler im schwarzen Schild führen, bekrönt durch die Kaiserkrone (die damals nur an Neuss und Amsterdam verliehen wurde). Der Adler symbolisierte das Reich, was durch die Verleihung des Wappens durch den Kaiser zum Ausdruck kam.

Nach 1550 wurden das alte und das neue Wappen in einem Schild vereinigt. Seitdem lautet die heraldische Beschreibung des Stadtwappens: "Das Schild von Schwarz und Gold gespalten, vorne (oder links) ein doppelköpfiger Adler, hinten (oder rechts) ein durchgehendes silbernes Kreuz. Das Schild ist bedeckt von der goldenen Kaiserkrone. Als Schildhalter zwei goldene Löwen."

Die Löwen als Schildhalter sind eine Zutat, die nicht zum eigentlichen Wappen gehören, sich aber eingebürgert haben und um 1638 zum ersten Mal erschienen sind.

Städte- und Kreispartnerschaften
Neuss unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:



Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft
Industriehafen
Die Neusser Wirtschaft wird geprägt von einem Industriehafen, verarbeitendem Gewerbe und Dienstleistungsgewerbe. Im Hafen dominieren Ölmühlen, Massengut- und Containerumschlag, die früher bedeutende Landmaschinenproduktion gibt es heute nicht mehr. Seit 2003 werden die Häfen Neuss und Düsseldorf von einer gemeinsamen Gesellschaft mit Sitz in Neuss verwaltet. Dabei erfüllt die Neusser Eisenbahngesellschaft eine wichtige Funktion. Außer im Hafen gibt es größere Gewerbegebiete im nahen Hammfeld sowie im Süden der Stadt. In der Neusser Wirtschaft spielen Eisen-, Aluminium- und Papierverarbeitung eine große Rolle. Auch die Lebensmittelindustrie ist hier vertreten. Ein zunehmend stärkeres Gewicht bekamen in den letzten Jahrzehnten die Bereiche Technologie, Logistik und Handel. Ebenso für den Wirtschaftsstandort Neuss spricht die gute Anbindung an das Luftdrehkreuz Flughafen Düsseldorf International sowie den zur Zeit nicht in den Linienflugverkehr eingebundenen, aber von Privatmaschinen angeflogenen Flughafen Mönchengladbach. Im Jahr 2005 betrug die durchschnittliche Kaufkraft der Neusser Bürger 116 % des Bundesdurchschnitts. Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2006 bei 7,9%.

Nähere Information zu ansässigen Unternehmen, wirtschaftlichen Kennzahlen und genaueren Informationen sind im Artikel Neuss/Wirtschaft aufgeführt.
Dieses Jahr entsteht bei Neuss- Uedesheim die FIEGE-Halle (LZ Rhein-Ruhr).

Verkehr
Neuss Hbf
Durch das Stadtgebiet von Neuss führt in nord-südlicher Richtung die A 57 (Köln-Nimwegen), die sich im Westen und Süden der Stadt mit der A 46 (AK Neuss-West:Mönchengladbach/Heinsberg-AK Neuss-Süd:Hagen) kreuzt.

Der Hauptbahnhof Neuss liegt sowohl an der Bahnstrecke Mönchengladbach–Düsseldorf als auch an der linksniederrheinischen Strecke Nimwegen–Krefeld–Neuss–Köln. Außerdem beginnen die Erftbahn (Neuss–Grevenbroich–Horrem) und die Regiobahn-Strecke Neuss–Kaarst in Neuss. Die frühere Bedeutung von Neuss als Eisenbahnknotenpunkt ist nach der Aufgabe des Personenfernverkehrs und des Rangierbahnhofes im teilweise zurückgebauten Güterbahnhof zurückgegangen, letzterer ist aber dennoch heute der größte Güterbahnhof des Eisenbahnkomplexes Düsseldorf mit Anschlussbahn zum Hafen (Neusser Eisenbahn).

Den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen zahlreiche Buslinien der Stadtwerke Neuss sowie die Stadtbahn U75 und die Straßenbahnlinien 704 (zeitweise) und 709 der Rheinbahn. Pläne, die Linie 709 zugunsten einer reinen Fußgängerzone aus dem Hauptstraßenzug zu verlegen, wurden 1997 und 2007 mittels Bürgervoten verworfen.

Neuss ist mit den S-Bahn-Linien S8 (Mönchengladbach–Hagen), S11 (Düsseldorf–Bergisch Gladbach) und S28 (Kaarst–Mettmann) an das S-Bahn-Netz angeschlossen. Alle Linien sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) zu benutzen. Eine Ausnahme bildet die S11; im Bahnhof Dormagen-Bayerwerk wird die Grenze zum Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) erreicht. Außerdem führen noch einige Regionalverkehrslinien der Deutschen Bahn durch Neuss.

Der Neusser Rheinhafen mit einem Güterumschlag von ca. 5 Millionen Tonnen pro Jahr ist der südlichste Rheinhafen, der nicht nur von Binnenschiffen, sondern auch von Küstenmotorschiffen angelaufen werden kann.

Der Radweg Fietsallee am Nordkanal beginnt in Neuss.

Medizinische Versorgung

Folgende Kliniken und Krankenhäuser sind in Neuss ansässig:

* Städtische Kliniken Neuss mit dem Lukaskrankenhaus und der Rheintor Klinik.
* Augustinus-Kliniken mit dem Johanna-Etienne-Krankenhaus und den Fachkrankenhäusern für Psychiatrie und Psychotherapie St. Alexius-Krankenhaus und St. Josef-Krankenhaus.

Medien
Als Tageszeitung erscheint die "Neuß-Grevenbroicher Zeitung" (NGZ), die seit März 2009 vollständig zur Mediengruppe Rheinische Post gehört. Ein täglicher Neusser Lokalteil befindet sich in der Westdeutschen Zeitung. Als lokaler Radiosender sendet „NE-WS 89.4“ sein Programm im Rahmen der NRW-Lokalradios. NE-WS 89.4 kann über die Frequenzen 89,4 MHz und 102,1 MHz empfangen werden.
In Teilen von Neuss (und in Korschenbroich, Jüchen und Meerbusch) erscheint die Rheinische Post mit täglichen eigenen Lokalseiten.


Bildung
Quirinus-Gymnasium
früheres katholisches Gesellenhaus, genutzt vom Quirinus-Gymnasium und der Fernuniversität Hagen
In Neuss gibt es in den Räumen des Quirinus-Gymnasiums ein Studienzentrum der Fernuniversität Hagen. Am Hammfelddamm befindet sich die FOM Fachhochschule für Ökonomie und Management.
Die Fachhochschule für Wirtschaft, Verwaltung und Informatik befindet sich auf der Weingartstrasse in der Neusser Innenstadt. Die Stadt hat ein breites Spektrum an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen, darunter 29 Grundschulen, fünf Hauptschulen, fünf Realschulen, sechs Gymnasien, zwei Gesamtschulen und zwei Sonderschulen. Zusätzlich befindet sich am Konrad-Adenauer-Ring die Internationale Schule am Rhein. Neben dem Erzbischöflichen (Mädchen-)Gymnasium Marienberg und der Höheren Handelsschule Marienberg besteht in Neuss eine von insgesamt zwei Mädchenrealschulen in Nordrhein-Westfalen, die nicht in privater Trägerschaft sind, die Mildred-Scheel-Realschule. Ergänzt wird das Angebot durch das Erzbischöfliche Fr.-Spee-Kolleg, dem Berufskolleg für Technik und Informatik, dem Weiterbildungskolleg ("Theodor-Schwann-Kolleg") mit Abendrealschule und Abendgymnasium in den Räumen des Alexander- von- Humboldt Gymnasiums und im Neusser Nordenhttp://www.weiterbildungskolleg-neuss.de/Vormittagsbereich.htm sowie der Volkshochschule. Weiterhin gibt es mit der Neusser Privatschule eine Ergänzungsschule nach NRW-Landesrechthttp://www.neusser-privatschule.de/inhalt02.htm. Die Katholische Arbeitsgemeinschaft für Weiterbildung e.V. unterhält in Neuss zwei Familienbildungsstätten, das Edith-Stein-Haus und das Willi-Graf-Haus.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Rheinisches Landestheater
Clemens-Sels-Museum und Obertor
Haus Rottels
Quirinus-Münster
Obertor
Blutturm
Hamtor
Ausschnitt der Tranchotkarte von 1805/06
Theater
* Rheinisches Landestheater Neuss
* Globe-Theater, ein Nachbau des Londoner Originals, in dem jährlich das Shakespeare-Festival Neuss stattfindet
* Theaterkeller, das älteste freie Theater in Neuss
* Theater am Schlachthof

Museen

* Clemens-Sels-Museum (Kunstsammlungen und historische Sammlungen)
* Stiftung Insel Hombroich mit Museum Insel Hombroich (zeitgenössische Kunst) und Langen Foundation (zeitgenössische Kunst)
* Haus Rottels (mit dem Rheinischen Schützenmuseum Neuss sowie der Stadthistorischen Abteilung des Clemens-Sels-Museums)
* „Historischer Rundgang“ durch das Areal der Römischen Militärlager in Gnadental mit Kybele-Kultstätte (heidnische Kultstädte der Kybele)
* Botanischer Garten (Idyllischer Außenbereich mit zwei Pflanzenschauhäusern)
* Kunst auf Selikum

Bauwerke

* Quirinus-Münster aus dem 13. Jahrhundert, dem Stadtpatron gewidmete spätromanische Kirche mit kuppelförmigem Ostturm (Wahrzeichen der Stadt) und historischer Seifert-Orgel (1907), seit 2009 Basilica minor.
* Marienkirche, der Hl. Mutter Gottes geweihte neogotische Kirche mit sehenswerten Fenstern von Emil Wachter
* Obertor, mächtiges, um 1200 erbautes südliches Stadttor, heute Teil des Clemens-Sels-Museums. Letzte der ursprünglich sechs Torburgen der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Dazu die Obertorkapelle (heutige Form von 1712), an der am 21. April 1475 ein Gelöbnis um Frieden abgelegt wurde.
* Blutturm aus dem 13. Jahrhundert, der letzte erhaltene Rundturm der historischen Stadtmauer
* Römischer Wachturm am Reckberg in Grimlinghausen
* Kybele-Kultstätte in Neuss-Gnadental im Pavillon „Fossa sanguinis“ (unbekannte Bedeutung, evtl. Bluttaufkeller des Kybele-Kultes)
* Nordkanal aus der Zeit Napoleons
* Zum „Schwatte Päd“ – ältestes Gasthaus am Niederrhein von 1604
* Das Vogthaus „Haus zu den Hl. Drei Königen“ (1597)
* Das „Alte Kaffeehaus“, ältestes erhaltenes Haus von Neuss (1571), Michaelstraße
* Marien-Kapelle des Collegium Marianum, gestaltet vom Lichtkünstler Heinz Mack (1988)
* St. Sebastianus Kirche in der Innenstadt
* Die späthistoristische Christuskirche, die älteste evangelische Kirche der Stadt Neuss.
Siehe auch Liste der Kirchen in Neuss

Fotogalerie

Datei:Neuss Obertor Stadtseite.JPG|Obertor Stadtseite
Datei:Christuskirche Neuss Turm.JPG|Ev. Christuskirche
Datei:St. Sebastianus Kirche Neuss 2.JPG|St. Sebastianus Kirche


Regelmäßige Veranstaltungen
* Neusser Bürger-Schützenfest am letzten Wochenende im August. An den Umzügen nehmen etwa 6000 Schützen teil.
* Hansefest am letzten Septemberwochenende mit Handwerkermarkt und verkaufsoffenem Sonntag in der Innenstadt
* Seit 1982 der Internationale Neusser Sommernachtslauf, ein Stadtlauf, bei dem neben Freizeitläufern auch internationale Spitzenläufer starten.
* Rheinischer Karneval
* Equitana Open Air im Mai gerader Jahre. Freiluftpferdesportmesse auf der Galopprennbahn

Sonstiges
* Barfußpfad Neuss
* Neusser Alexianer, katholische Ordensgemeinschaft
* Neusser Augustinerinnen, katholische Ordensgemeinschaft
* Jüdische Kulturtage im Rheinland Beteiligung der Stadt am Projekt im März 2007

Sport
* Sporthafen in Grimlinghausen (mit Ruder- Yacht- und Kanuverein)
* Galopprennbahn am Rand der Innenstadt, erstes Rennen am 30. August 1875
* Skihalle in Neuss-Grefrath (eine Langlaufhalle als Ergänzung zur Skihalle befindet sich in Planung)
* Es gibt drei Schwimmbäder in Neuss
** Stadtbad in der Innenstadt, Hallenbad mit Wellenanlage
** Südpark-Bad in Neuss-Reuschenberg, Freizeitbad mit Außenbecken und "Cabriodach". Daran angeschlossen ist die Saunalandschaft "WellNeuss"
** Nordpark-Bad in Neuss-Furth, Freibad mit Schwimmhalle
* Im Südpark stehen dazu noch eine Eislauf-Mehrzweckhalle, Tennisanlagen, Skateranlage und eine Parkanlage mit Sportplätzen zur Verfügung.
* Golfplatz in der Hummelbachaue bei Neuss-Norf
* In fast allen Stadtteilen befinden sich Bezirkssportanlagen, auf denen sich heimische Fußball- und andere Sportvereine regelmäßig treffen.

Vereine

* VfR Neuss
* HTC Schwarz-Weiß Neuss, Hockey und Tennis
* Neusser Eishockey Verein e. V.

* KSK Konkordia Neuss, u. a. Ringen


Kulinarische Spezialitäten
* Weltbekannt ist das Neusser Sauerkraut der Fa. Leuchtenberg im Hammfeld
Daraus ist auch die "Nüsser Kappeswoosch" entstanden eine Schweinefleischwurst mit Sauerkraut, die bisher als Grill- und Fleischwurst und auch in Form von Fleischkäse erhältlich ist.

Persönlichkeiten
Kardinal-Frings-Denkmal in Neuss

Ehrenbürger
Die Stadt Neuss hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:
* 1905: Clemens Freiherr von Schorlemer-Lieser, Landrat
* 1919: Wilhelm Thywissen, Kaufmann
* 1967: Joseph Frings, Kardinal und Erzbischof von Köln
* 1995: Hermann Wilhelm Thywissen, Oberbürgermeister a.D.

Söhne und Töchter der Stadt
"(Folgende Persönlichkeiten sind in Neuss geboren. Die Auflistung erfolgt chronologisch nach Geburtsjahr. Ob sie ihren späteren Wirkungskreis in Neuss hatten oder nicht, ist dabei unerheblich)"
* Äbtissin Gepa (1050 Überbringerin der Reliquien des Hl. Quirinus nach Neuss)
* Hildegunde von Neuss (Schönau), (1171–1188)
* Christianus Wierstraet († 1496), Stadtschreiber und Notarius von Neuss
* Hermann Hahn (1570–1628), Maler
* Theodor Riphan († 1616), Weihbischof in Köln
* Leonard Schwann (1778–1867), Verleger
* Johanna Etienne (1805–1881), Ordensgründerin
* Theodor Schwann (1810–1882), Physiologe, Anatom, Naturforscher. Nach ihm wurde die "Schwannsche Scheide" bei Nervenzellen benannt.
* Franz Schwann (1815–1888), Verleger
* Johann Gregor Breuer (1820–1897), Pädagoge, „Vater des katholischen Vereinswesens“
* Karl Richstätter (1864–1949), Jesuit, Missionar
* Anton Erkelenz (1878–1945), Vorsitzender der Deutschen Demokratischen Partei (DDP)
* Friedrich Jähne, (1879-1965), Ingenieur und Unternehmer
* Max Clarenbach (1880–1952), Maler und Graphiker
* Georg Kau (* 1870), Kirchenmaler
* Gerhard Kallen (1884–1973), Historiker
* Joseph Frings (1887–1978), Kardinal und Erzbischof von Köln, Erzbischof von Köln 1942–69
* Adolf Flecken (1889–1966), Politiker (Zentrumspartei, später CDU), Innen- und Finanzminister von Nordrhein-Westfalen
* Josef Urbach (1889–1973), Maler
* Max Braun (1892–1945), sozialdemokratischer Politiker, Vorsitzender der SPD im Saarland 1929–1935
* Karl Schorn (1893–1971) in Richterich/Aachen, Schriftsteller
* Angelika Braun-Stratmann (1897–1972), Journalistin
* Hans Peter Keller (1915–1989), Schriftsteller
* Franz Josef Bach (1917–2001), Ingenieur, Diplomat und Politiker (CDU). Persönlicher Referent von Konrad Adenauer.
* Dieter Wellershoff (* 1925), Schriftsteller
* Ludwig Soumagne (1927–2003), Schriftsteller
* Josef Ippers (1932–1989), Schriftsteller
* Erik Martin (* 12. 1936), Autor, Herausgeber, Liedermacher
* Albert Brülls (1937–2004), Fußballnationalspieler
* Friedhelm Funkel (* 1953), Fußballspieler und Fußballtrainer
* Wolfgang Funkel (* 1958), Fußballspieler und Fußballtrainer
* Hans-Jörg Criens (* 1960), Fußballspieler
* Helmut de Raaf (* 1961), Eishockeytorwart
* Norbert Hummelt (* 1962), Schriftsteller
* Kai Böcking (* 1964), Moderator
* Frank Biela (* 1964), Rennfahrer
* Thomas Engert (* 1965), Poolbillardspieler
* Inga Busch (* 1968), Schauspielerin
* Christian Schulte (* 1975), Hockeytorwart
* Thomas Rupprath (* 1977), Schwimmer
* Florian Kehrmann (* 1977), deutscher Handball-Nationalspieler
* Lars Börgeling (* 1979), Leichtathlet (Stabhochsprung)
* Judith Flemig (* 1979), Volleyball-Nationalspielerin und Volleyballerin des Jahres 1999
* Oliver Jonas (* 1979), Eishockeytorwart
* Steffen Gebhardt (* 1981), Pentathlet
* Stefan Bromberger (* 1982), Schachspieler

Die folgenden Persönlichkeiten sind nicht in Neuss geboren, jedoch auf andere Weise mit der Stadt verbunden:
* Annette Schavan (* 1955), Politikerin (CDU) und Bundesministerin für Bildung und Forschung. Sie ging hier zur Schule und war bis 1984 kommunalpolitisch für die CDU aktiv.
* Hermann Gröhe (* 1961), Politiker (CDU), Mitglied des Deutschen Bundestages, ehemaliger Vorsitzender der Jungen Union Deutschlands, seit 2009 Generalsekretär der CDU.
* Rita Süssmuth (* 1937), Politikerin der CDU, u. a. Bundestagspräsidentin von 1988 bis 1998
* Wolfgang Hohlbein (* 1953), Schriftsteller
* Heinz Günther Hüsch (* 1929 in Karken), Politiker CDU
* Anni Brandt-Elsweier (* 1932), Politikerin (SPD), Mitglied des Deutschen Bundestages von 1990 bis 2002 und ehemalige stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Neuss

Historisch erwähnenswerte Personen aus Neuss und Umgebung
* Tile Kolup, ein Hochstapler, der 1284 über ein Jahr als Kaiser Friederich II. in Neuss residierte. († 1285 in Wetzlar)
* Mathias Weber (genannt "der Fetzer"), in Neuss und Umgebung aktiver Räuberhauptmann (* 1778 in Grefrath; † 1803 in Köln)
* Hester Jonas, Hester Meurer genannt, (* 1570 in Monheim am Rhein) vermeintliche Hexe, 1635 in Neuss enthauptet und verbrannt


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 21.08.2019 20:32 von den Wikipedia-Autoren.
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