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Neuer Coach, alte Taktik

Polen
23.02.2012
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Griechen setzen auf Defensive
Zumindest für einen Tag schaffte es Otto Rehhagel zurück in die Schlagzeilen. Die Rückkehr des 73 Jahre alten Fußball-Rentners in den Trainerberuf beim Bundesligisten Hertha BSC war den heimischen Zeitungen mindestens eine Meldung wert. Schließlich genoss der einstige Nationalcoach, der den heimischen Fußball zehn Jahre lang prägte, in Griechenland nach dem sensationellen EM-Triumph 2004 lange Zeit Kultstatus.
Düsseldorf (dpa) - Doch Fernando Manuel Costa Santos ist auf einem guten Weg, aus Rehhagels langem Schatten zu treten. Schließlich qualifizierte sich das Team des Portugiesen ungeschlagen für die EM. Dennoch sind Parallelen unverkennbar: Bei sieben Siegen und drei Unentschieden erwiesen sich die Hellenen abermals als Minimalisten - wie zu Rehhagels Zeiten. Gerade einmal 14 Tore schossen sie in zehn Qualifikations-Partien. Zudem setzt der neue Coach auf Defensive und auf einige altgediente Spieler aus der Ära seines Vorgängers.

Als gutes Omen werten die Griechen, dass sie, wie schon beim EM-Coup von 2004, das Eröffnungsspiel gegen den Gastgeber bestreiten. Mut macht zudem der Blick auf die Weltrangliste: Demnach gilt Griechenland (14. Rang) zusammen mit Russland (13.) als Favorit in der Gruppe A. Für Ernüchterung sorgte jedoch das Testspiel gegen Rumänien, das im November daheim mit 1:3 verloren ging.

Der Star aus deutscher Sicht ist Angelos Charisteas. Der ehemalige Bundesligastürmer, der Griechenland fast im Alleingang zum EM-Sieg schoss, kam nach zwischenzeitlicher Ausmusterung in der EM-Qualifikation wieder zum Einsatz. Junge Bundesligaspieler wie Sokratis Papastathopoulos (Bremen) und Kyriakos Papadopoulos (Schalke) stehen für den angestrebten Generationswechsel.

 

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