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Namur

Belgien, Namur
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"Namur" (französisch; niederländisch "Namen", wallonisch "Nameûr", deutsch "Namür") ist eine Stadt in Belgien mit 107.939 fast ausschließlich französischsprachigen Einwohnern. Sie liegt etwa 65 Kilometer südöstlich der belgischen Hauptstadt Brüssel an der Einmündung der Sambre in die Maas.

Namur ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und der Wallonischen Region, katholischer Bischofssitz und mit der Universität Notre-Dame de la Paix eine Universitätsstadt.
Geschichte

Die in vorchristlicher Zeit von den Kelten errichtete Siedlung wurde im 7. Jahrhundert erstmals erwähnt. Die Merowinger erbauten hier zu dieser Zeit eine erste Festung. Im 10. Jahrhundert wurde Namur eine Grafschaft. Die Grafen von Namur erhielten allerdings nur das Nordufer der Maas als Lehen, das Südufer unterstand dem Bischof von Lüttich; dementsprechend entwickelte sich der Stadtkern nur an einem Ufer, am anderen die Ortschaft Jambes.
Die Eroberung von Namur 1695
1262 fiel Namur an die Grafschaft Flandern, 1421 erwarb Philipp der Gute von Burgund die Stadt. Im 17. Jahrhundert wurde die Festung der nunmehr zu den Spanischen Niederlanden gehörenden Stadt angesichts der aggressiven Expansionspolitik des französischen Königs Ludwig XIV. (Devolutionskrieg 1667–68) verstärkt. 1692 eroberte und annektierte Frankreich die Stadt; die Zitadelle wurde von Vauban ausgebaut. Dennoch gelang es Wilhelm von Oranien im Pfälzer Erbfolgekrieg nur drei Jahre später, Namur für die Vereinigten Niederlande zu erobern.

1709 wurde die Herrschaft der Niederländer über die Festung bestätigt, im Frieden von Utrecht wurde allerdings auch die habsburgische Herrschaft über die nunmehr Österreichischen Niederlande bestätigt. So ergab sich die paradoxe Situation, dass die Zitadelle von den Niederländern, die Stadt jedoch von den Österreichern kontrolliert wurde.

1794 wurde Namur von den französischen Revolutionstruppen eingenommen und wie die gesamten linksrheinischen Niederlande annektiert. Die französische Herrschaft währte 21 Jahre; mit dem Wiener Kongress wurde die Stadt Teil des Vereinigten Königreiches der Niederlande, nach der „Belgischen Revolution“ 1830 des Königreichs Belgien.

Das belgische Militär baute um die Stadt einen Ring von neun Festungen, wie es ihn auch beim Festungsring Lüttich gab. Beauftragt wurde der belgischen General Henri Alexis Brialmont. Die Stadt galt damit als uneinnehmbar. Im Ersten Weltkrieg war Namur dennoch eines der Hauptangriffsziele der deutschen Invasoren. Die Forts wurden mit schwerer Artillerie belagert und zerstört, Namur selbst fiel nach nur drei Tagen.

Auch im Zweiten Weltkrieg erlitt Namur schwere Zerstörungen, da es sowohl beim deutschen Westfeldzug 1940 als auch bei der Ardennenoffensive 1944 auf der Frontlinie lag.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wandelte sich Belgien zu einem Bundesstaat. Namur wurde hierbei Sitz der wallonischen Regionsbehörden.

Heute leben in Namur rund 107.000 Menschen. Das Bevölkerungswachstum liegt mit 0,2 Prozent unter dem belgischen Durchschnitt von 0,6 Prozent.

Sehenswürdigkeiten und Kultur

Image:Namur JPG02.jpg|Stadtansicht
Image:Namur Ca1JPG.jpg|Die Kirche Saint-Aubain, Kathedrale des Bistums Namur
Image:Porte de Gravière Namur 2005-03-19.JPG|Die "Porte de Gravière"
Image:Citadelle de Namur et parlement wallon de nuit.jpg|Zitadelle und wallonisches Parlament bei Nacht


Neben der Zitadelle ist die 1751 bis 1759 nach Plänen von Gaetano Matteo Pisoni erbaute klassizistische Kathedrale Saint-Aubain sehenswert.

Wirtschaft
Namur ist ein bedeutendes Industriezentrum. Vor allem metallverarbeitende Betriebe und der Maschinenbau sind hier angesiedelt, aber auch Unternehmen der Porzellan- und Lederindustrie, zudem eine Brauerei.
Verkehr
Die Stadt besitzt eine Anbindung an das Thalysnetz (von Lüttich nach Paris Gare du Nord), sowie Verbindungen nach Brüssel, Luxemburg (Stadt), Lille und Dinant, sowie an die Athus-Meuse-Linie.
Am Bahnhof Namur fahren täglich etwa 360 Züge.

Der Hafen von Namur (fr. "Port autonome de Namur") liegt mitten in dem dichtesten schiffbaren Netz der Welt, dem großen Rhein-Maas-Schelde-Mosel-Becken (20.000 Kilometer).

Partnerstädte
* Subotica, Serbien
* Québec, Kanada

Söhne und Töchter der Stadt
* Félicien Rops (1833–1898), Künstler
* Frans Splingard (unbekannt), Kurhessischer Eisenbahningenieur
* Eduard Hacault, Kurhessischer Eisenbahningenieur
* Henri Michaux (1899–1984), französischsprachiger Dichter und Maler
* Francy Boland (1929–2005), Jazz-Pianist und Arrangeur
* Philippe Kirsch (* 1947), kanadischer Jurist und Diplomat, ehemaliger Präsident des IStGH
* Thierry Zéno (* 1950), Regisseur und Drehbuchautor
* Pierre Jonckheer (* 1951), Politiker, MdEP
* Benoît Poelvoorde (* 1964), Schauspieler
* Rémy Belvaux (1967–2006), Schauspieler, Filmregisseur und Drehbuchautor
* Cécile de France (* 1975), Schauspielerin
* Christophe Rochus (* 1978), Tennisspieler
* Olivier Rochus (* 1981), Tennisspieler
* Jérémy Burton (* 1984), Straßenradrennfahrer

Literatur
* „Belgien“, Verlag Karl Baedeker Ostfildern, 3. Auflage 1998, ISBN 3-87504-417-7, S. 317–322


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 14.12.2017 20:09 von den Wikipedia-Autoren.
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