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Murmansk

Russland, Murmansk
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"Murmansk" (, von "murman" für "Nordmänner, Norweger", finnisch Muurmanni) ist eine nördlich des Polarkreises gelegene Hafenstadt auf der russischen Halbinsel Kola.

Die Stadt wurde im Oktober 1916 unter dem Namen "Romanow am Murman" gegründet (russisch / "Romanow-na-Murmane"). "Romanow" war der Familienname der russischen Zarendynastie, als "Murman" wurde in Russland die Nordküste der Halbinsel Kola bezeichnet. Bereits kurz nach der Februarrevolution und dem Sturz des letzten russischen Zaren wurde die Stadt im April 1917 jedoch in Murmansk umbenannt. Ausläufer des aus dem Golf von Mexiko kommenden Golfstroms sichern der Stadt einen auch im Winter eisfreien Hafen, der bis 1991 militärisches Sperrgebiet war. Noch heute ist Murmansk Hauptstützpunkt der russischen Nordmeerflotte.

Geographie
Murmansk liegt am Arktischen Ozean nahe der Grenze zu Norwegen (Kirkenes) und hat rund 317.500 Einwohner (2007); damit ist Murmansk die größte Stadt der Arktis. Aufgrund der Lage der Stadt am Hang entlang der Kola-Bucht und ihrer großen Hafenanlagen wird die Stadt auch als Kapstadt des Nordens bezeichnet. Besonders schön ist die Stadt zur Fliederblüte im Juli, wenn die aus Belgien stammenden Fliederbüsche am Lenin-Prospekt in voller Blüte stehen.

Stadtgliederung

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"Quelle:"

Das 30 m hohe „Aljoscha-Monument“ erinnert an die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Sowjetsoldaten
Russisches Atom-Uboot

Geschichte
Die Stadt wurde 1916 gegründet. In der Zeit der Sowjetunion wurden von hier im Sommer die arktischen Siedlungen in Sibirien über den Seeweg und die Flüsse versorgt. Dieses System ist in der nachsowjetischen Ära aufgrund seiner Unwirtschaftlichkeit weitgehend zusammengebrochen, so dass diese entlegenen Außenposten nur noch per Flugzeug beliefert werden.

Während des Krieges gegen die Sowjetunion 1941-1945 im Zweiten Weltkrieg war Murmansk das Ziel mehrerer Angriffsoperationen der deutschen Wehrmacht. Sie wurden teilweise gemeinsam mit finnischen Truppen durchgeführt. Ab Frühsommer 1941 versuchten die Deutschen im Unternehmen Silberfuchs, Murmansk mit seinem ganzjährig eisfreien Hafen zu erobern. Damit sollte die Sowjetunion von der Verbindung zur Barentssee und somit zum Nordatlantik abgeschnitten werden. Die deutschen Kräfte waren jedoch insgesamt zu schwach, als das sie sich gegen den erbitterten Widerstand der Roten Armee hätten durchsetzen können. Das unwegsame Gelände und die harten Witterungsbedingungen kamen erschwerend hinzu.

Murmansk hatte unter massiven deutschen Bomberangriffen zu leiden. Nur Stalingrad wurde noch stärker von der deutschen Luftwaffe bombardiert.

In der Stadt bestand das Kriegsgefangenenlager "363" für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.Maschke, Erich (Hrsg.): "Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges." Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962-1977.

Wirtschaft und Verkehr
Klimadiagramm von MurmanskGeoklima 2.1
Der Lenin-Prospekt, die Hauptstraße von Murmansk
Der Hafen von Murmansk
Verschiedene Forschungseinrichtungen zur Fischereiforschung und Ozeanographie haben in Murmansk ihren Sitz. Außerdem ist Murmansk samt der Nachbarstadt Seweromorsk der Hauptstützpunkt der russischen Nordmeerflotte. Der Hafen von Murmansk bleibt durch die Ausläufer des Golfstroms auch im Winter eisfrei.

Zusätzlich zur Nordmeerflotte ist zwei Kilometer nördlich von Murmansk die russische Eisbrecherflotte Atomflot mit nuklear sowie konventionell betriebenen Schiffen beheimatet. Die Flotte umfasst fünf Nukleareisbrecher (Stand: 1994), ein nuklearbetriebenes Transportschiff und einen Flusseisbrecher. Betreiber der Flotte ist die Murmansk Shipping Company; eine private Gesellschaft, an der der Staat jedoch noch immer einen sehr hohen Anteil hat.
Die Nukleareisbrecher werden sowohl zur Versorgung der östlichen Eismeergebiete als auch für andere zivile, vornehmlich touristische Zwecke, verwandt. 

Über die Murmanbahn besteht eine Verbindung nach Sankt Petersburg (die Fahrtdauer beträgt rund 28 Stunden) und Moskau. Die Europastraße 105 führt nach Sankt Petersburg (entspricht der russischen M18) und Kirkenes in Norwegen.

Die Gegend um Murmansk gilt als das größte Atommülllager der Welt. Einen großen Teil davon bilden ausgebrannte Brennstäbe und Kernreaktoren ehemaliger, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion stillgelegter Atom-U-Boote.

Die Nachbarstadt Seweromorsk und Teile des Hafens sind nach wie vor militärisches Sperrgebiet; Murmansk selbst kann aber inzwischen auch von Ausländern problemlos besucht werden. Mit regelmäßigen Kontrollen ist jedoch zu rechnen.

Bildung und Kultur
Eine russische Münze mit Murmansker Motiv
Nach dem Ende der Polarnacht, die vom 29. November bis zum 15. Januar dauert, feiert Murmansk ein großes Fest namens "Hallo, Sonne!" ("Здравствуй, Солнце!"). Traditionell findet es am letzten Sonntag des Januar statt. Unter der Vielzahl von Veranstaltungen in der Innenstadt finden sich auch Musik- und Tanzdarbietungen indigener Ureinwohner, wie der Sami, Rentierrennen und Eissegelwettbewerbe auf dem Semjonow-See. auf einer Veranstaltungswebsite aus Murmansk (russisch)

Weiterführende Bildungseinrichtungen
* Fakultät der Staatlichen Universität für Verkehrsverbindungen St. Petersburg
* Filiale der Nordöstlichen Akademie für Staatsdienst
* Filiale des A.-S.-Gribojedow-Instituts für internationales Recht und Ökonomie
* Filiale des Hauptstädtischen Geisteswissenschaftlichen Instituts
* Filiale des Geisteswissenschaftlich-Ökonomischen Instituts Moskau
* Abteilung für Fernausbildung Murmansk der Akademie St. Petersburg des Innenministeriums Russland
* Geisteswissenschaftliches Institut Murmansk
* Institut für Ökonomie und Recht Murmansk
* Staatliche Fischereiflottenakademie Murmansk
* Staatliche Technische Universität Murmansk
* Staatliches Pädagogisches Institut Murmansk

Söhne und Töchter der Stadt
* Nikita Sergejewitsch Alexejew, Eishockeyspieler
* Wladimir Konstantinow, Eishockeyspieler
* Larissa Nikolajewna Kruglowa, Sprinterin
* Roman Jurjewitsch Ljaschenko, Eishockeyspieler
* Sergei Leonidowitsch Roschkow, Biathlet
* Ilja Sergejewitsch Rosljakow, Skispringer
* Alexei Anatoljewitsch Semjonow, Eishockeyspieler

Quellen



Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 14.10.2019 09:47 von den Wikipedia-Autoren.
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