Skiurlaub- günstig mit FeWo-direkt


Center Parcs - der Familienkurzurlaub im Internet!


     
Hotelsuche in 
 

Mostar

Bosnien-Herzegowina, Mostar
Von Wikipedia - die freie Nachrichtenenzyklopädie   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  



Klimadiagramm von Mostar

"Mostar" ist die größte Stadt der Herzegowina, des südlichen Teiles von Bosnien-Herzegowina. Sie ist die Hauptstadt des Kantons Herzegowina-Neretva der Föderation Bosnien-Herzegowina und hat etwa 111.000 Einwohner, wovon etwa 75.000 Einwohner in der eigentlichen Stadt wohnen.

Verwaltungstechnisch bildete Mostar seit dem Bürgerkrieg zwei Städte: eine kroatische auf dem westlichen Ufer des Flusses Neretva und eine bosniakische auf dem östlichen Ufer. Im Januar 2004 wurde dieser Zustand allerdings aufgehoben und eine neue Regelung eingeführt, wonach die Stadt in 6 Stadtgemeinden eingeteilt ist, die aber zusammen eine Einheit darstellen.

Bevölkerung
Die Bewohner Mostars gehören verschiedenen Nationalitäten an. Die Volkszählung 1991 ergab folgende Zusammensetzung: Bosniaken: 34,85 %, Kroaten: 33,83 %, Serben: 18,97 %, Jugoslawen: 10,04 %. Außerdem leben in der Stadt auch wenige Albaner und Türken.

Während des Bosnien-Krieges kam es zu einer Segregation der Bevölkerung, so dass heute die kroatische Bevölkerung vorrangig westlich und die bosniakische Bevölkerung vorrangig östlich der Neretva lebt.

Verkehr
Durch Mostar führt die bosnisch-herzegowinische Hauptbahnstrecke Ploče–Vinkovci der bosnischen Eisenbahnen, mit täglich je zwei Personenzügen von und nach Sarajevo. Die Stadt war auch eine Station an der in den 1970er Jahren stillgelegten Schmalspurbahn-Strecke Sarajevo–Dubrovnik.

Mostar besitzt einen internationalen Verkehrsflughafen, gelegen etwa 6 km südlich des Stadtzentrums.

Sehenswürdigkeiten
Das Franziskanerkloster in Mostar
Das Wahrzeichen Mostars ist die "Alte Brücke" oder "Stari most" über die Neretva, die von 1556 bis 1566 vom osmanischen Architekten Mimar Hajrudin erbaut wurde. Der Stadtname kommt von den Brückenwächtern "(bosnisch, serbisch, kroatisch: Mostar = Brückenwächter)". Die „Alte Brücke“ wurde im Bosnienkrieg am 9. November 1993 durch massiven Beschuss von kroatischer Seite zerstört. Rekonstruktionsarbeiten begannen 1996 und wurden mit der feierlichen Wiedereröffnung am 23. Juli 2004 abgeschlossen. Die Brücke und die Altstadt wurden am 15. Juli 2005 in die Welterbe-Liste der UNESCO aufgenommen. Der Stari Most soll ein Symbol für das friedliche Zusammenleben der verschiedenen Völker in Mostar und Bosnien-Herzegowina sein.

In der Nähe der Brücke befindet sich die Karadjoz-Beg-Moschee, die auch für Besucher zugänglich ist. Die Moschee mit Medresa (Koranschule) und Šadrvan (Brunnen) wurde 1557 erbaut und im Krieg in der Herzegowina schwer beschädigt, ist inzwischen aber restauriert.

Als sehenswürdig gilt ebenfalls eine christliche Basilika im Vorort Cim, die wahrscheinlich im 5. oder 6. Jahrhundert erbaut wurde. Im Juni 1992 wurde die serbisch-orthodoxe KathedraleSerbisch-Orthodoxe Kirche: 8. Mai 2007der Heiligen Dreifaltigkeit (erbaut zwischen 1863 und 1873) in Brand gesetzt und gesprengt. Für sie laufen Wiederaufbauplanungen.Radio Vatikan: 3. April 2008

Altstadt von Mostar
Stadtansicht um 1900
Am 26. November 2005 wurde in Mostar an seinem 65. Geburtstag eine Statue von Bruce Lee enthüllt. Sie war auf Initiative der Mostarer Jugendgruppe „Städtische Bewegung Mostar“ mit finanzieller Unterstützung der deutschen Kulturstiftung des Bundes errichtet worden. Nach Aussage des Bewegungs-Sprechers Nino Raspudić fiel die Wahl auf die verstorbene Kung-Fu-Legende, weil alle sich mit ihm identifizieren könnten. Mit der Statue soll ein Zeichen gegen die ethnische Zerrissenheit auf dem Balkan gesetzt werden.

Kultur
Bedeutende Kulturinstitutionen in Mostar sind:
*Kulturzentrum "Mostar"
*Jugendkulturzentrum "Abrašević"
*Musikzentrum "Pavarotti-Mostar"
*Archiv von Herzegowina (heute Kantonales Archiv)
*Museum von Herzegowina
*Kinderbibliothek
*Stadtbibliothek "Luka"
*Nationaltheater Mostar
*Kroatisches Nationaltheater in Mostar
*Das Haus von Aleksa Šantić

Friedenspreis von Mostar
Panorama der Altstadt
Alte Brücke, Foto ca. 1892
Seit 2004 wird jährlich von der 1990 mit dem Ziel der Verständigung zwischen den in Mostar lebenden Volksgruppen gegründeten Nichtregierungsorganisation "Zentrum für Frieden und multiethnische Kooperation" der Friedenspreis von Mostar vergeben. Er ist 30 cm hoch und besteht aus Gold, Silber und Edelstahl.

Die bisherigen Preisträger sind:

* 2004 - Václav Havel
* 2005 - Alois Mock
* 2006 - Nelson Mandela
* 2007 - Mohammed el-Baradei

Sport
Die beliebteste Sportart in Mostar ist Fußball. Der bekannteste Fußballclub ist FK Velež. 1992 wurde der kroatische Fußballclub HŠK Zrinjski wiedergegründet. Velež war zweifacher Pokalsieger Jugoslawiens (1981 und 1986) und Zrinjski 2005 Meister von Bosnien und Herzegowina.

Der bekannteste Extremsport sind die Kunstsprünge von der Brücke "Stari most" in die grüne Neretva. Diese finden jährlich Ende Juli unter dem Namen "Ikari" statt und ziehen zahlreiche Teilnehmer und Besucher auch aus den benachbarten Ländern an.

Modernere Stadtteile von Mostar

Klima
Das Klima in Mostar ist mediterran und subtropisch geprägt. Die jährliche Durchschnittstemperatur liegt bei 14,6 °C; der durchschnittliche jährliche Niederschlag beträgt 1515 mm. Damit ist Mostar die Stadt in Bosnien und Herzegowina mit den höchsten Temperaturen und dem meisten Niederschlag.

Die tiefste jemals gemessene Temperatur lag bei -10,9 °C (am 24. Januar 1963), die höchste bei 41,2 °C (am 13. Juli 1984). Mit einer Sonnenscheindauer von durchschnittlich 2291 Stunden pro Jahr ist Mostar der sonnenscheinreichste Ort in Bosnien und Herzegowina.

Söhne und Töchter der Stadt
* Smail Balić (1920-2002), bosnisch-österreichischer Orientalist und Bibliothekar
* Aleksa Šantić, Dichter
* Alija Kebo, Schriftsteller
* Hamza Humo (1895–1970), bosnisch-österreichischer Schriftsteller
* Alois Podhajsky (1898–1973), bosnisch-österreichischer Leiter der Spanischen Hofreitschule
* Zvonimir Serdarušić, (* 1950), Handball-Trainer der slowenischen Nationalmannschaft
* Blaž Slišković (* 1959), Nationaltrainer
* Duško Bajević, Fußballspieler
* Džemal Bijedić, Politiker
* Enver Marić, Fußballspieler
* Franjo Vladić, Fußballspieler
* Goran Jurić, Fußballspieler
* Himzo Polovina, Sänger
* Ico Voljevica, Maler
* Meha Sefić, Maler
* Meho Džeger, Unterhalter
* Miroslav Brozović, jugoslawischer Fußballnationalspieler
* Mišo Marić, Dichter
* Mujaga Komadina, Bürgermeister
* Osman Đikić, Dichter, Dramaturg
* Pero Zubac, Schriftsteller
* Predrag Matvejević, Literaturwissenschaftler, Schriftsteller
* Semir Tuce, Fußballspieler
* Sergej Barbarez (* 1971), Fußballspieler
* Sergej Trifunović, Schauspieler
* Svetozar Ćorović, Schriftsteller
* Vahid Halilhodžić, Fußballspieler
* Sejo Kajtaz, Fußballspieler
* Radomir Damnjanović, Maler und Performancekünstler
* Bojan Bogdanović, Basketballspieler
* Zoran Planinić, Basketballspieler

Literatur
* Hans Koschnick, Jens Schneider: "Brücke über die Neretva", Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1995, ISBN 3-423-30496-0
* Amir Pašić: "A Short History of Mostar", In: Conservation and Revitalisation of Historic Mostar. Geneva 2004, The Aga Khan Trust for Culture
* Giovanni Scotto: "Friedensbildung in Mostar. Die Rolle der internationalen Nicht-Regierungsorganisationen", Lit Verlag, Münster 2004, ISBN 3-8258-7852-X

Quellen



Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 24.11.2017 12:12 von den Wikipedia-Autoren.
Überblick
 

 

Kommentare zu diesem Artikel
 
Neuer Kommentar
Name *
Email * (wird nicht öffentlich angezeigt)
Kommentar
* Pflichtangaben
 
Diesen Artikel empfehlen

Absender Empfänger Nachricht (optional)
Name
E-Mail

Name
E-Mail
   
 
 
Tipps der Redaktion aus dem Reiseportal
 
REISEPORTAL
Stadtpanorama von Tuzla"Tuzla" ist eine Industriestadt im Nordosten von Bosnien und Herzegowina. Sie liegt im Spreča-Tal am Fluss Jala. Tuzla ist die Kantonshauptstadt des gleichnamigen Kantons der Föderation Bosnien und Herzegowina. Die Stadt hat
Moschee in CazinLage der Gemeinde im Kanton Una-Sana"Cazin" (kyrillisch Цазин) ist eine Stadt und die zugehörige Gemeinde im äußersten Nordwesten von Bosnien und Herzegowina.GeographieSie liegt rund 20 km nördlich von Bihać und rund 15
Trebinje"Trebinje" (kyrillisch Tpeбињe, deutsch veraltet "Trebing") ist eine Stadt im südlichen Teil von Bosnien und Herzegowina in der Nähe der Grenze zu Montenegro und Kroatien. Sie gehört zur Republika Srpska und liegt in der historischen
"Kakanj" ist eine Stadt im Kanton Zenica-Doboj in Bosnien-Herzegowina. Sie liegt an der Mündung des Flusses Zgošća in die Bosna ungefähr 50 Kilometer nördlich von Sarajevo.Die Gemeinde Kakanj hat etwa 43.000 Einwohner. Bei der letzten
Lage der Gemeinde im Kanton ZentralbosnienKatholische Kirche in Kiseljak"Kiseljak" ist eine Stadt und gleichnamige Verbandsgemeinde in Bosnien und Herzegowina.GeografieLageDie Stadt Kiseljak ist 35 km nordwestlich von der Hauptstadt Sarajevo, 12 km
Visoko vom Berg VisočicaIllustration von VisokoWährend der Herrschaft Österreich-Ungarns im „neo-maurischen“ Stil errichtetes Gebäude"Visoko" ist eine Stadt im Kanton Zenica-Doboj in Bosnien und Herzegowina. Sie liegt an der Mündung des
 
Tipps der Redaktion aus dem Nachrichtenportal
 
NACHRICHTEN
Banja Luka (dpa) - Die bosnischen Serben haben ihre jahrelangen Drohungen mit einer Abspaltung von Bosnien-Herzegowina zu den Akten gelegt. Das Parlament der serbischen Landeshälfte beschloss am frühen Dienstag in Banja Luka, ein dafür
Sarajevo (dpa) - Der in der US-Militärbasis Dayton 1995 unterschriebene Friedensvertrag, mit dem der Bürgerkrieg in Bosnien-Herzegowina (1992-1995) beendet wurde, sollte für umgerechnet 50 000 Euro verkauft werden. Die Polizei konnte das mit der
Sarajevo (dpa) - Wegen jahrelangen politischen Stillstands sowie wirtschaftlicher und sozialer Not verlassen die Menschen massenhaft das kleine Balkanland Bosnien-Herzegowina. Allein in den letzten knapp fünf Jahren hätten 150 000 Menschen ihrer
Banja Luka (dpa) - Die bosnischen Serben haben entgegen allen verfassungsrechtlichen Vorschriften des Balkanstaates ihre militärische Neutralität erklärt. Das Parlament der weitgehend selbstständigen serbischen Landeshälfte verabschiedete am
Wetter

Sarajevo


(24.11.2017 12:12)

3 / 10 °C


25.11.2017
3 / 10 °C
26.11.2017
-2 / 9 °C
powered by wetter.com
Börsenberichte

Ecken
LÄNDER
STÄDTE
EUROPA-TOUREN
banner

banner

banner

banner

© europe online publishing house GmbH, Weiden, Germany, info@europeonline-magazine.eu | Impressum