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Moses teilt Venedigs Fluten

Europa, Venedig
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  Im VZ-Netzwerk posten
Mose teilt das Wasser - zur Rettung Venedigs
Immer wieder steht Venedig wegen «acqua alta» unter Wasser, und der Meeresspiegel steigt weiter. Ein Milliarden teures Barrierensystem soll bald helfen - passend benannt nach Mose, der das Wasser teilte.
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Manche gewinnen dem regelmäßigen Hochwasser in Venedig Positives ab.


Rom/Venedig (dpa) - Mose muss mal wieder das Wasser teilen, diesmal zur Rettung der «ertrinkenden» Lagunenstadt Venedig. Nach dem Führer des Volkes Israel benannt ist das Milliardenprojekt, mit dem das Kleinod in Nordostitalien vor dem Hochwasser bewahrt werden soll. Nach langem Hin und Her kommt das Projekt Mose jetzt voran und könnte ab dem Jahr 2015 Venedig vor seinen immer wiederkehrenden und immer noch weiter steigenden Wassermassen bei «acqua alta» schützen: Mobile Barrieren, die sich bei Hochwasser an den drei Öffnungen zwischen den Nehrungen der Lagune erheben, halten dann die pittoreske Altstadt Venedigs mit dem Markusplatz trocken. Es gibt aber auch skurrile Pläne, die Stadt der Kanäle und Gondeln ein für alle Mal «hochwasserdicht» zu machen.

Die globale Klimaerwärmung und die damit steigenden Meeresspiegel gelten als Hauptursache dafür, dass Venedig so oft und immer höher das Wasser bis zum Halse steht. «Wenn Mose in Betrieb ist, wird das Hochwasser nur noch eine Erinnerung sein», sagt der Präsident des Konsortiums «Venezia Nuova», zu dem etwa 5,5 Milliarden Euro teuren Rettungsprojekt für die Serenissima. Als die ersten Pläne dafür vor knapp einem Vierteljahrhundert auf dem Tisch lagen, da lag der Preis noch bei einem Bruchteil der heutigen Summe. Er stieg dann so wie das Wasser, woran auch Rechnungsprüfer letztlich nichts ändern konnten.
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