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Mehr Schutz für Störe in Donau und Schwarzem Meer

Europa
27.01.2012
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  Im VZ-Netzwerk posten
Berlin (dpa) - Tierschutz vor Kaviar: Nach Rumänien hat nun auch Bulgarien nach Angaben des Umweltschutzverbandes WWF ein mehrjähriges Fangverbot für Störe verhängt. Es gilt vier Jahre lang für Tiere in der Donau und im Schwarzen Meer. Auch der Handel mit dem Kaviar wildlebender Störe ist in dieser Zeit untersagt, wie der WWF (World Wide Fund for Nature) am Freitag mitteilte. Damit schließe sich Bulgarien den Schutzbemühungen seines Nachbarlandes Rumänien an. Dort ist die Störfischerei seit 2006 für zehn Jahre untersagt.

In Bulgarien und Rumänien gibt es nach WWF-Angaben die einzigen überlebensfähigen Bestände wildlebender Störe in der Europäischen Union. Allerdings seien bereits fünf von sechs Arten in der Donau vom Aussterben bedroht. Die größte Gefahr ist die Überfischung für den illegalen Handel mit teurem Kaviar. Er wird als Delikatesse aus den Eiern der Tiere gewonnen. Für Kaviar der Beluga- oder Hausen-Störe aus der Donau würden bis zu 6000 Euro pro Kilogramm bezahlt, teilte der WWF weiter mit.

«Nur wenn das Fangverbot auf beiden Seiten der Donau gilt, haben die Störe eine Überlebenschance», sagte Jutta Jahrl vom WWF. Mit dem formellen Schutz sei es noch nicht getan. Die neue Vorgabe müsse auch kontrolliert und illegaler Fang, Schmuggel und Handel unterbunden werden. Eine weitere Gefahr für Störe seien Eingriffe in ihren Lebensraum - unter anderem Staudämme für Wasserkraftwerke, ergänzte Jahrl. Sie stellten für die Fische auf ihren Laichwanderungen unüberwindliche Barrieren dar.

 

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