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Kythrea
Zypern, Kythrea
"Kythrea", griechisch "Kythrea" ("Κυθραία"), türkisch "Değirmenlik", ist eine Kleinstadt im Norden der Mittelmeerinsel Zypern mit etwa 5.000 Einwohnern am Südhang des Pentadaktylos etwa 15 km nordöstlich von Nikosia und 20 km südöstlich von Kyrenia nahe der Hauptstraße nach Famagusta. Kythrea liegt in einem engen Tal und erstreckt sich über eine Länge von etwa vier Kilometern.
Die Stadt gehört völkerrechtlich zur Republik Zypern, die jedoch seit der Invasion der türkischen Streitkräfte ab dem 20. Juli 1974 und der Proklamation der – von der internationalen Staatengemeinschaft bis heute nicht anerkannten – Türkischen Republik Nordzypern am 18. November 1983 de facto keine Hoheitsrechte ausübt.
In Kythrea besteht eine Gemeinde der zyprisch-maronitischen Kirche.
Geschichte
"Chytroi", assyrisch "Kitrusi" ("Ki-it-ru-si"), altgriechisch "Chytroi" ("Χύτροι"), auch "Chythroi", ist ein eisenzeitliches Stadtkönigreich und eine antike Stadt im Norden Zyperns.
Bereits in der Jungsteinzeit siedelten Menschen in dem Gebiet, das zu dieser Zeit durch wasserreiche Quellen (Kephalovrysi) besonders fruchtbar war.
Im 7. Jahrhundert v. Chr. war "Kitrusi" ("Ki-it-ru-si") ein eigenständiges Königreich. Auf der Kition-Stele von Sargon ist der Herrscher Phylagoras oder Pylagoras belegt.
Später geriet die Stadt unter die Herrschaft von Salamis und erlangte erst 311 v. Chr. wieder ihre Selbständigkeit. Die Bedeutung der Stadt ist durch zahlreiche hellenistische und römische Inschriften belegt.
Das antike Chytroi lag etwa 1,5 km südöstlich von Kythrea bei den Ruinen der Kirche des Heiligen Demetrius von Alexandria. Im Norden lag die Akropolis.
Eine Meisterleistung vergangener Tage ist eine Wasserleitung von der Kephalovrysi-Quelle nach Salamis, die als überdeckter Kanal und Aquädukt gebaut wurde. Ob die Konstruktion während des römischen Reichs oder erst während der byzantinischen Zeit erfolgte, ist nicht sicher belegt. Heute ist die Quelle weitgehend versiegt.
Um 911 wurde der Ort von arabischen Soldaten überfallen und zerstört. Im frühen Mittelalter hatte der Ort ein Monopol für die Mehlproduktion auf Zypern. 1879 gab es 32 Mühlen im Ort. Heute ist noch eine Mühle bei Başpınar in Betrieb. Angeblich wurde in Kythrea Blumenkohl gezüchtet und 1604 das erste Mal auf das europäische Festland gebracht. Allerdings ist diese These umstritten.
1928 wurde in Kythrea eine Statue des römischen Kaisers Septimius Severus entdeckt. Das 2,08 m hohe Standbild befindet sich heute restauriert im Cyprus Museum in Nikosia.
Literarur
* T. B. Mitford, "Further Contributions to the Epigraphy of Cyprus." American Journal of Archaeology 65/2, 1961, 93-151.
* G. L. Hammond, C. J. Gadd, I. E. S. Edwards, "The Cambridge ancient history", Cambridge University, 1970,
Die Stadt gehört völkerrechtlich zur Republik Zypern, die jedoch seit der Invasion der türkischen Streitkräfte ab dem 20. Juli 1974 und der Proklamation der – von der internationalen Staatengemeinschaft bis heute nicht anerkannten – Türkischen Republik Nordzypern am 18. November 1983 de facto keine Hoheitsrechte ausübt.
In Kythrea besteht eine Gemeinde der zyprisch-maronitischen Kirche.
Geschichte
"Chytroi", assyrisch "Kitrusi" ("Ki-it-ru-si"), altgriechisch "Chytroi" ("Χύτροι"), auch "Chythroi", ist ein eisenzeitliches Stadtkönigreich und eine antike Stadt im Norden Zyperns.
Bereits in der Jungsteinzeit siedelten Menschen in dem Gebiet, das zu dieser Zeit durch wasserreiche Quellen (Kephalovrysi) besonders fruchtbar war.
Im 7. Jahrhundert v. Chr. war "Kitrusi" ("Ki-it-ru-si") ein eigenständiges Königreich. Auf der Kition-Stele von Sargon ist der Herrscher Phylagoras oder Pylagoras belegt.
Später geriet die Stadt unter die Herrschaft von Salamis und erlangte erst 311 v. Chr. wieder ihre Selbständigkeit. Die Bedeutung der Stadt ist durch zahlreiche hellenistische und römische Inschriften belegt.
Das antike Chytroi lag etwa 1,5 km südöstlich von Kythrea bei den Ruinen der Kirche des Heiligen Demetrius von Alexandria. Im Norden lag die Akropolis.
Eine Meisterleistung vergangener Tage ist eine Wasserleitung von der Kephalovrysi-Quelle nach Salamis, die als überdeckter Kanal und Aquädukt gebaut wurde. Ob die Konstruktion während des römischen Reichs oder erst während der byzantinischen Zeit erfolgte, ist nicht sicher belegt. Heute ist die Quelle weitgehend versiegt.
Um 911 wurde der Ort von arabischen Soldaten überfallen und zerstört. Im frühen Mittelalter hatte der Ort ein Monopol für die Mehlproduktion auf Zypern. 1879 gab es 32 Mühlen im Ort. Heute ist noch eine Mühle bei Başpınar in Betrieb. Angeblich wurde in Kythrea Blumenkohl gezüchtet und 1604 das erste Mal auf das europäische Festland gebracht. Allerdings ist diese These umstritten.
1928 wurde in Kythrea eine Statue des römischen Kaisers Septimius Severus entdeckt. Das 2,08 m hohe Standbild befindet sich heute restauriert im Cyprus Museum in Nikosia.
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* T. B. Mitford, "Further Contributions to the Epigraphy of Cyprus." American Journal of Archaeology 65/2, 1961, 93-151.
* G. L. Hammond, C. J. Gadd, I. E. S. Edwards, "The Cambridge ancient history", Cambridge University, 1970,
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