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Kursk

Russland, Kursk
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Oster-Kreuzprozession in der Region von Kursk, Öl auf Leinwand 175×280 cm, Entstehungszeit: 1830-1833
Blick auf Kursk
Eine Straße im Zentrum von Kursk
"Kursk" () ist eine Stadt im europäischen Teil Russlands.

Geografie

Kursk ist Hauptstadt der Oblast Kursk und liegt rund 500 km südlich von Moskau unweit der Grenze zur Ukraine. Die Stadt, die vom Seim durchflossen wird, hat rund 405.900 Einwohner (Stand 2007).

Westlich der Stadt befindet sich ein Meteoritenkrater mit 5,5 Kilometern Durchmesser.

Stadtgliederung

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Geschichte

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Kursk wurde etwa 980 als Festung der Kiewer Rus gegründet und 1032 das erste Mal urkundlich erwähnt, Ausgrabungen deuten jedoch auf eine Besiedlung zumindest seit dem 5. Jahrhundert vor Christus hin. Die Stadt war ein befestigtes Handelszentrum. 1237 wurde sie von den Mongolen völlig zerstört. Danach war die Stadt von mehreren kleinen Fürstentümern umkämpft, gehörte im 14. Jahrhundert zeitweise zu Litauen und kam erst 1508 zum Großfürstentum Moskau. Kursk wurde zur Festung ausgebaut und war bis zum 18. Jahrhundert den Angriffen der Polen (1611/12) und Krimtataren ausgesetzt. 1779 erhielt Kursk den Status einer Stadt. In den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts wurde Kursk zu einem Knotenpunkt im neu geschaffenen Eisenbahnnetz, was einen Industrialisierungsschub zur Folge hatte.

weiter Weltkrie
Im Zweiten Weltkrieg wurde Kursk vom 4. November 1941 bis zum 8. Februar 1943 von der Wehrmacht besetzt. Während der Besatzung wurden ca. 3.000 Einwohner erschossen, etwa 10.000 wurden als Zwangsarbeiter ins Deutsche Reich verschleppt. Bekannt ist die Schlacht bei Kursk (auch bekannt als "Schlacht am Kursker Bogen") im Juli und August 1943, die größte Panzerschlacht in der Geschichte der Kriegsführung. Im Ort Besedino, 18 km östlich von Kursk, Richtung Woronesch, entsteht ein deutscher Sammelfriedhof als letzte Ruhestätte für mehr als 40.000 gefallene Soldaten, der am 17. Oktober 2009 eingeweiht wurde. In Kursk bestand das Kriegsgefangenenlager "145" für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.Maschke, Erich (Hrsg.): "Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges." Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962-1977.

iederaufba
Nach dem Krieg wurde die Stadt wieder aufgebaut und mit neuen Industriebetrieben versehen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Heute ist Kursk eine bedeutende Verwaltungs- und Industriestadt. Die Eisenverarbeitung, die chemische und die Lebensmittelindustrie sind die wichtigsten Wirtschaftszweige. Daneben ist auch die Landwirtschaft von Bedeutung, da Kursk in der fruchtbaren Schwarzerderegion liegt.

Von besonderer Bekanntheit ist die Kursker Magnetanomalie (KMA), das weltgrößte bekannte Eisenerzbecken mit durchschnittlichem Eisengehalt zwischen 35 und 60 %.

In der Oblast Kursk liegt in der Nähe der Stadt Kurtschatow das Kernkraftwerk Kursk. Dort werden vier graphitmoderierte Reaktoren des Typs RBMK-1000 betrieben, dies sind Reaktoren, die auch im Kernkraftwerk Tschernobyl eingesetzt wurden. Die Reaktoren gingen zwischen 1977 und 1986 in Betrieb.

Weiterführende Bildungseinrichtungen

*Fakultät der Staatlichen Handelsuniversität Moskau
*Filiale des Allrussischen Ferninstituts für Finanzen und Ökonomie
*Geisteswissenschaftlich-technisches Institut
*Abteilung Kursk der Regionalakademie für Staatsdienst Orel
*Filiale Kursk des Juristischen Instituts Orlow des Innenministeriums Russlands
*Institut für Business, Ökonomie und Management Kursk
*Natur-/Geisteswissenschaftliches Institut Kursk
*Staatliche Landwirtschaftliche Akademie Kursk
*Staatliche Medizinuniversität Kursk
*Staatliche Pädagogische Universität Kursk
*Staatliche Technische Universität Kursk

Söhne und Töchter der Stadt

*Apollinari Bondarzew, Botaniker
*Alexander Deineka, Maler, Grafiker und Plastiker
*Nikolai Borissowitsch Obuchow, Komponist
*Alexander Powetkin, russischer Schwergewichtsboxer
*Alexander Ruzkoi, Offizier, Politiker, von 1996 bis 2000 Gouverneur der Oblast Kursk.
*Seraphim von Sarow, Mönch und Mystiker
*Die Tolmatschow-Zwillinge, Kindersängerinnen und Erste beim Junior Eurovision Song Contest 2006

Städtepartnerschaften

* (Polen)
* (Deutschland, Nordrhein-Westfalen)
* (Deutschland, Rheinland-Pfalz)
* (Deutschland, Rheinland-Pfalz)


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 12.12.2017 11:21 von den Wikipedia-Autoren.
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