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Krnov

Tschechien, Krnov
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Rathaus und Sparkassengebäude
Hauptplatz mit Pfarrkirche St. Martin
Hof des Schlosses (vor Restaurierung)
Aussichtswarte auf dem Burgberg Cvilín
"Krnov" (deutsch "Jägerndorf", polnisch "Krnów", "Karniów", lateinisch "Carnovia") ist die größte Stadt im Okres Bruntál in der Tschechischen Republik.

Geografie
Krnov liegt am Zusammenfluss von Oppa ("Opava") und Goldoppa ("Opavice") nahe dem Niederen Gesenke, zu Füßen des Burgberges ("Přední Cvilínský kopec" oder "Cvilín") an der polnischen Grenze im Moravskoslezský kraj. Durch die Stadt führt die Fernstraße 45 zum an der Ortsgrenze liegenden Grenzübergang nach Polen bzw. nach Süden zum Regionalzentrum Bruntál ("Freudenthal"). Ebenfalls durch Krnov verläuft die internationale Bahnstrecke Ostrau-Breslau.

Gliederung
Krnov gliedert sich in drei Stadtteile: Krásné Loučky ("Schönwiese"), Pod Bezručovým vrchem ("Unter dem Hanselberg") und Pod Cvilínem ("Unter dem Burgberg") und zugleich in drei Katastralgebiete: Krásné Loučky ("Schönwiese"), Krnov-Horní Předměstí ("Jägerndorf-Ober Vorstadt"), Krnov-Opavské Předměstí ("Jägerndorf-Troppauer Vorstadt").

Außerdem bestehen noch ehemalige Katastralgebiete Horní Předměstí ("Ober Vorstadt"), Hlubčické Předměstí ("Leobschützer Vorstadt"), Opavské Předměstí ("Troppauer Vorstadt"), Guntramovice ("Güntersdorf"), Chomýž ("Komeise"), Chařová ("Krotendorf"), Mariánské Pole ("Marienfeld"), Ježník ("Mösnig"), Červený Dvůr ("Roter Bau") und Kostelec ("Weißkirch").

Geschichte
Entstehungszeit
Erste Besiedlungen der Gegend stammen aus der Steinzeit, etwa um 3000 v. Chr., eine davon befand sich auf dem Burgberg. Im 12. und 13. Jahrhundert riefen böhmische Herzöge und Könige Deutsche als Bauern, Bergleute, Handwerker, Kaufleute und Künstler ins Land, um vor allem die bis dahin wegen der Mongolenüberfälle nur sehr dünn besiedelten Randgebiete erschließen und kultivieren zu lassen. Auch Juden und vereinzelt Walachen kamen damals ins Land. Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes als "Völkisch Kyrnow" stammt aus einer Urkunde von Wenzel I. von 1240. Die Bezeichnung "Jegerdorf" wurde 1253 im Zusammenhang der Erwähnung des ersten Vogts Siegfried gebraucht. In den Urkunden des Mittelalters findet sich auch der lateinische Name "Carnovia".

Im 13. Jahrhundert errichtete der Přemyslide Nikolaus von Troppau die Burg Cvilin und nahm dort seinen Sitz. Damit begründete er das Herzogtum Troppau, zu dem auch das Jägerndorfer Gebiet gehörte. Der Minoritenorden gründete 1273 in Jägerndorf ein Kloster, das sich in der Folgezeit zu einem bedeutenden Zentrum des Ordens entwickelte und bis weit in den osteuropäischen Raum (Litauen, Weißrussland, Ukraine) ausstrahlte. 1281 ließ sich auch der Deutsche Orden in Jägerndorf nieder. Zu welchem Zeitpunkt der Ort Jägerndorf die Stadtrechte erhielt, ist nicht überliefert, jedoch wurden 1279 diese Rechte durch die Regentin Kunigunde, der Witwe des böhmischen Königs Ottokars II. bestätigt. Das älteste Stadtwappen stammt von 1311 und zeigt drei goldene Jagdhörner und drei silberne Sterne auf blauem Grund. Anfang des 14. Jahrhunderts entstanden die ersten Handwerksbetriebe, die sich mit der Herstellung von Leinen und Tuchen beschäftigten und damit eine bis heute andauernde Tradition begründeten. Erstmals wurde 1335 ein Schöffengericht in der Stadt nachgewiesen, das auch die Blutsgerichtsbarkeit besaß. Mit Peter Vogt wurde 1371 zum ersten Mal ein Bürgermeister urkundlich erwähnt. Nach dem Tod des přemyslidischen Herzogs Nikolaus II. wurde das Herzogtum Troppau auf dessen Söhne Přemko († 1433), Nikolaus III. († 1394), Wenzel I. († 1381) und Johann I. geteilt. Johann I. erhielt das Ratiborer Gebiet. Er begründete das Herzogtum Troppau-Ratibor, zu dem zunächst auch Jägerndorf gehörte. 1377 wurde das Herzogtum Ratibor geteilt und ein eigenständiges Herzogtum Jägerndorf errichtet. In der Folge wechselten die Besitzer häufig, mehrfach verbunden mit kriegerischen Auseinandersetzungen. 1474 ging die Stadt dabei in Flammen auf.

Unter den Hohenzollern
Am 14. Mai 1523 erwarb Markgraf Georg der Fromme von Brandenburg-Ansbach-Kulmbach aus dem Hause Hohenzollern das Herzogtum Jägerndorf von seinem bisherigen Besitzer Herzog Georg von Schellenberg für 58.900 ungarische Gulden. Georg führte schon bald die Reformation ein und säkularisierte unter anderem das Minoritenkloster, ohne auf Widerstand der Bevölkerung zu stoßen. Jedoch brüskierte er den ansässigen tschechischen Adel, indem er die wichtigen Ämter mit Deutschen besetzte und das Mährische Landrecht aufhob. Neben anderen Befestigungen zur Türkenabwehr ließ der Markgraf auch die Stadt Jägerndorf durch eine starke Stadtmauer und mächtige Stadttore schützen. Auch das Schloss Jägerndorf wurde in die Befestigungsanlagen einbezogen. Zur Verbesserung der hygienischen Verhältnisse wurden die Straßen der Stadt gepflastert. Als Markgraf Georg durch den Erwerb weiterer Besitzungen in Schlesien seine Macht ausweitete, stieß er auf den Widerstand der habsburgischen Herrscher. So konnte er für seine Nachfolge nur für Jägerndorf ein unbeschränktes Erbrecht durchsetzen. Unter seinem Sohn Georg Friedrich, der von 1557 bis 1603 Jägerndorf besaß, kam es 1570 durch die Einführung der tschechischen Sprache gleichberechtigt neben dem Deutschen im Gerichtswesen zu einer Befriedung des tschechischen Adels. Zwischen 1558 und 1564 setzten die Pest und zahlreiche Brände der Stadt erheblich zu. Da Georg Friedrich keine direkten Nachkommen hatte, vermachte er das Jägerndorfer Herzogtum an den Brandenburger Kurfürsten Joachim Friedrich. Dessen Sohn Johann Georg, Oberbefehlshaber der Truppen des pfälzischen „Winterkönigs“ Friedrich V., wurden seine böhmischen Besitzungen nach der Schlacht am Weißen Berg vom Kaiser Ferdinand II. konfisziert. Am 15. März 1623 übertrug der Kaiser das Herzogtum Jägerndorf seinem treuen Anhänger Karl I. von Liechtenstein, dem bereits seit 1613 das Herzogtum Troppau gehörte. Er vereinte die beiden Herzogtümer zum Herzogtum Troppau-Jägerndorf und führte die Rekatholisierung der Untertanen durch. Seine Nachkommen blieben bis zur Enteignung 1945 im Besitz ihrer böhmischen Ländereien.

Die regierende Herzöge aus dem Hause Hohenzollern waren:
* Georg der Fromme (1541–1543), regierender Fürst von Ansbach und Kulmbach
* Georg Friedrich (1543–1603), regierender Fürst von Ansbach und Kulmbach und Herzog von Preußen
* Joachim Friedrich (1603–1606), auch Herzog von Preußen und Kurfürst von Brandenburg
* Johann Georg (1606–1621)

Österreichisch-Schlesien
Im Dreißigjährigen Krieg verwüsteten und plünderten nacheinander die Dänen, Wallenstein und die Schweden die Gegend. Ein Großbrand zerstörte 1706 weite Teile von Jägerndorf, unter anderem auch das Minoritenkloster. 1740 berief sich der preußische König Friedrich II. auf alte hohenzollerische Rechte am Herzogtum Jägerndorf und nahm unter anderem dies zum Anlass zur Eroberung Schlesiens. Nach dem Vorfrieden von Breslau, der 1742 den Ersten Schlesischen Krieg beendete, blieb zwar das Herzogtum Jägerndorf bei Österreich, verlor allerdings Gebiete um Leobschütz und jenseits der Oppa an Preußen. Die Stadt Jägerndorf wurde zur Grenzstadt. Im Bayerischen Erbfolgekrieg kam es 1778 zwischen den Preußen und den Österreichern nahe der Stadt zum Scharmützel von Weißkirch ("Kostelec"). Mit dem Aufbau der Zentralverwaltung für Österreichisch-Schlesien in Troppau verlor Jägerndorf ab 1793 stark an Bedeutung. Mit der Einführung der österreichischen Reichsverfassung von 1849 erlosch das Herzogtum Jägerndorf.

Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Jägerndorf jedoch zu einem bedeutenden Industriezentrum. Dies wurde begünstigt durch den Bau der Mährisch-Schlesischen Zentralbahn, durch die die Stadt sowohl mit Breslau als auch mit der Nordbahn Wien–Krakau verbunden wurde. Außerdem kreuzte sich hier die Strecke mit der Oberschlesischen Bahn mit Verbindungen nach Ratibor in Schlesien und Olmütz in Mähren. Die Produkte der 27 Betriebe der Jägerndorfer Tuchindustrie waren weltberühmt. Ebenfalls Weltruf erlangte die Orgelbaufirma von Franz Rieger. Hinzu kamen mehrere Maschinenfabriken, darunter ein großes Webstuhl- und Webereimaschinenwerk. Die Bevölkerungszahl stieg von 11.800 im Jahr 1880 auf 32.000 Einwohner im Jahr 1918, von denen 30.500 deutscher und 1.500 tschechischer Nationalität waren.

Krnov / Jägerndorf 1918 - 1947 und Vertreibung der deutschen Bevölkerung
Einen Tag vor der Ausrufung der Tschechoslowakei am 28. Oktober 1918 wurde die Stadt von der tschechoslowakischen Armee besetzt. Mit der Etablierung der tschechoslowakischen Administration erhielt die Stadt die offizielle Ortsbezeichnung "Krnov" und wurde zum Verwaltungszentrum des gleichnamigen Bezirkes. Die Weltwirtschaftskrise Anfang der 1930er Jahre führte zum Niedergang zahlreicher Betriebe der Stadt. Am 1. Dezember 1930 lebten hier 23.464 Einwohner, davon 90 Prozent Deutsche. In Vollzug des Münchner Abkommens besetzten im Oktober 1938 deutsche Truppen die Stadt, die daraufhin wieder in Jägerndorf umbenannt und Sitz des gleichnamigen Landkreises wurde, der im April 1939 dem neu gebildeten Reichsgau Sudetenland unterstellt wurde. Bis zur Volkszählung am 17. Mai 1939 hatte sich die Bevölkerungszahl auf 25.522 erhöht. Als Folge des Zweiten Weltkriegs besetzten Sowjetische Truppen Jägerndorf am 6. Mai 1945. Im Juni wurden die deutschen Einwohner in drei Lagern interniert, aufgrund der Beneš-Dekrete enteignet und sie bis zum Jahr 1946 nach Deutschland vertrieben. Die Stadt kam als "Krnov" wieder zur Tschechoslowakei und wurde vor allem von Mährern, Sinti, Roma und Bürgerkriegsflüchtlingen aus Griechenland neu besiedelt. Am 22. Mai 1947 hatte die Stadt jedoch erst 16.335 Einwohner.

Vertreibung der jüdischen Bevölkerung
Die Synagoge von Krnov (2006)
Nach 1938 wurde die jüdische Gemeinde, die aus etwa 600 Mitgliedern bestand, unter Mithilfe eines Teils der deutschen Bevölkerung enteignet und zum Teil in Konzentrationslager verschleppt. Darunter befanden sich bedeutende Persönlichkeiten der Stadt wie die Textilhersteller Wilhelm und Jakob Bellak, die Textilhändler Geiringer und Schulhaber, der Erzeuger des Kräuterlikörs Altvater, Siegfried Gessler, der Lehrer an der Staatsrealschule Dr. Siegmund Langschur, Ärzte und Juristen. Ungefähr 80 Prozent davon sind dem Holocaust zum Opfer gefallen, ein kleiner Teil konnte flüchten. Eine Rückübertragung ihres Besitzes nach dem Krieg gestaltete sich äußerst schwierig. Bei der Volkszählung 2001 bekannte sich in Krnov kein einziger Einwohner zur jüdischen Gemeinde.


irtschaf
Die aus dem Eisenbahnausbesserungswerk der Mährisch-Schlesischen Centralbahn hervorgegangene Firma Krnovské opravny a strojírny (KOS) mit etwa 600 Mitarbeitern hat nach 2001 die Produktion von Straßenbahnen aufgenommen, aufbauend auf Typen von Tatra.

Sehenswürdigkeiten
Wallfahrtskirche der "Heiligen Mutter Gottes im Schmerz"
* Schloss der Herzöge von Jägerndorf, erneuert 1531
* Heilig-Geist-Kirche, errichtet im 13. Jahrhundert, mit Siechenhaus; heute Orgelkonzerthalle
* Pfarrkirche St. Martin, errichtet im 13 Jahrhundert
* Katholisches Pfarramt am Kirchplatz, erbaut 1910 durch Baumeister Ernst Latzel
* Minoritenkloster mit Kirche „Jungfrau Mariae Himmelfahrt“ von 1722 und Kapelle
* Wallfahrtskirche der „Heiligen Mutter Gottes im Schmerz“ auf dem Burgberg, erbaut 1722
* Friedhofskirche „Erhöhung des hl. Kreuzes“, erbaut im 15. Jahrhundert
* Synagoge mit Doppelturm, errichtet 1871 als größte Synagoge Nordmährens, am Tempelring; 1938 nicht zerstört, 2005 z. T. restauriert.
* Judenfriedhof, seit 1873
* Evangelische Kirche, erbaut 1903
* Liechtensteinwarte ("Cvilín"), markanter Aussichtsturm mit einem Seitentürmchen auf dem Burgberg
* Ruine der Schellenburg ("Burg Lobenstein") bei Úvalno
* Salvatorianer-Kolleg „Klösterle“, unterhalb des Burgberges
* Aussichtswarte auf dem Melzerberg bei Mösnig, neu erbaut durch die Nachfolge-Firma von Franz Irblich
* Schützenhaus, erbaut 1907 nach Plänen von Leopold Bauer
* Rathaus, erbaut 1903, angebaut die Sparkasse ab 1907. Das Rathaus ist identisch mit dem Bezirksamt des Wiener 18. Bezirkes.
* Krankenhaus, erbaut 1930
* Gymnasium, erbaut 1878
* Turnhalle, erbaut 1930 nach Plänen von Leopold Bauer
* Ehemalige Kaiser-Franz-Josefs-Jubiläumsschule, erbaut 1909
* Stadttheater
* „Palast Silesia“ des Textilhändlers Geiringer & Reitler
* Villa Bellak
* Villa Steuer (Textilfabrikant), jetzt Museum
* Villa Cerhak, jetzt Forstverwaltung
* Villa Larisch, jetzt Bankhaus
* Villa Gessler
* Villa Florian Schmidt, jetzt Stadtbücherei
* Villa Chlupacek
* Villa Bloch (Textilhändler)
* Villa Flemmig (Textilfabrikant)
* Waldschloss Mösnig, ehemals Hotel, erbaut von Josef Irmler (heute Lungenheilstätte)
* Bürgerschule, erbaut 1883 von Baumeister Latzel
* Arbeiterheim = Gewerkschaftshaus, heute Kino „MÍR“
* Staatliche Fachschule für Weberei, erbaut 1877
* Landeshauptmannschaft, erbaut 1906, jetzt Schwesternschule
* Schulhaberhaus, Rathausplatz
* Pavillon des früheren Eislaufplatzes
* Stadtmauer (Teilstück) „Schwedenmauer“ genannt, neben dem Gymnasium
* Stadtmauer (Teilstück) im Schlosshof
* Stadtmauer (Teilstück) auf der Ostseite des Minoritenklosters, neben der Synagoge
* Gebäude der „Tschechischen Schule“ an der Meierhofstraße, seit 1919
* Villa Kandler / Mükusch (Kunstmühlenbetrieb)
* Poliklinik, früher Krankenkasse
* Denkmal für Leopold Bauer neben dem Rathaus seit 1999

Partnerstädte
Abfahrt eines Zuges am Bahnhof Krnov
* Głubczyce, Polen
* Karben, Deutschland
* Mińsk Mazowiecki, Polen
* Prudnik, Polen
* Saint-Egrève, Frankreich
* Telšiai, Litauen
* Yukon, Oklahoma, USA
* Pefki, Griechenland

Patenstadt Ansbach
Ansbach in Bayern ist seit dem 14. Juli 1954 Patenstadt für Jägerndorf. Die Patenschaft entstand aus der alten geschichtlichen Verbindung und aus den Bemühungen Bayerns, die Sudetendeutschen wirtschaftlich, kulturell und sozial einzugliedern. In den in Ansbach eingerichteten „Jägerndorfer Heimatstuben“ sind in sechs Räumen Exponate aus der Geschichte des Herzogtums Jägerndorf zu besichtigen. Im Kulturzentrum der Stadt Ansbach befindet sich das Stadtarchiv, in welchem auch das „Jägerndofer Heimatarchiv“ eingeordnet ist. Die Vertreibung der jüdischen Bevölkerung und auch die Arisierung der jüdischen Besitztümer werden in der Patenschaftsurkunde wie auch in der Exposition nicht thematisiert.

Bürgermeister der Stadt
* 1850 bis 1864 Franz Florian Göbel (1802–1873) Abgeordneter
* 1864 bis 1872 Alois Larisch Fabrikant Textilien, Firmengründer
* 1872 bis 1879 Franz Goldemund
* 1879 bis 1882 Emil Hirsch
* 1882 bis 1885 Franz Goldemund
* 1885 bis 1900 Emil Hirsch
* 1900 bis 1903 Otto Rieger, jun. (1880–1920) Orgelbauer
* 1903 bis 1919 Johann Kienel (1854–1945) Fabrikant
* 1919 bis 1924 Johann Trenka
* 1924 bis 1934 Richard Andratschke (1873–1953)
* 1934 bis 1938 Ernst Richter
* 1938 bis 1940 Oskar König
* 1940 bis 1945 Otto Just
* 1945 Mai/Juni Kurt Nießner, von der sowjetischen Militärverwaltung eingesetzter deutscher, aus dem Ausland zurückgekehrter Antifaschist.

Persönlichkeiten
Ehrenbürger der Stadt
* Matthias Thiel, Stadtkaplan; 1861
* Giska, österr. Minister des Innern; 1869
* Ignaz von Plener, österr. Handelsminister; 1869
* Max Machanek, Generaldirektor der Mährisch-schlesischen Zentraleisenbahn; 1870
* Josef Heinrich, Stadtpfarrer; 1872
* Alexander Freiherr von Summer, schlesischer Landespräsident
* Josef Wünsch Realschuldirektor, Obmann des Verschönerungsvereins; 1895
* Emil Hirsch, 18 Jahre Bürgermeister; Bau der Wasserversorgung; 1900
* Fanni Titze, Gastwirtin, Wohltäterin; 1905
* Johann Kienel (1854 - 1945), 16 Jahre Bürgermeister, Wohltäter; 1914
* Graf Larisch, schlesischer Landeshauptmann; 1917
* Richard Andratschke, Bürgerschuldirektor, 10 Jahre Bürgermeister; 1933
* Rudolf Bastl von Bastlingen, Oberrat, 20 Jahre Bezirkshauptmann (letzter deutscher); 1934
* Tomáš Garrigue Masaryk, erster tschechischer Staatspräsident; 1935; aberkannt 1938
* Anton Philieb, Retter der Burgbergkirche, Ehrengrab am Stadtfriedhof
* Gabriel Quesker, Retter der Burgbergkirche, Ehrengrab am Stadtfriedhof
* Herman Schmidt, Retter der Burgbergkirche, Ehrengrab am Stadtfriedhof
* Michael Weiss, Retter der Burgbergkirche, Ehrengrab am Stadtfriedhof

Söhne und Töchter der Stadt
* Robert Hohlbaum (1886–1955), Bibliothekar, Schriftsteller und Dramatiker
* Leopold Bauer (1872–1938), Architekt
* Erwin Ott (1892–1947), Fachschullehrer und Schriftsteller
* Norbert Riedel (1912–1963), Ingenieur und Unternehmer
* Hanns Cibulka (1920–2004), Bibliothekar und Schriftsteller
* Walter Klose (1921–2003), Maler
* Ingeborg Herkommer (1921–2003), Prof.em., Pianistin
* Gerhard Taschner (1922–1976), Geigenvirtuose
* Jiří Georg Dokoupil (* 1954), deutsch-tschechischer Maler, Zeichner und Grafiker
* Radek Bonk (* 1976), Eishockeyspieler
* Robert Cvek (* 1979), Schachspieler

Sonstige Persönlichkeiten
* Franz Rieger, (1812–1885) Orgelbauer und Fabrikant

Quellen


Literatur
* Odila Hohn: "Jägerndorf, Lobenstein, Braunsdorf in Wort und Bild". Burgberg-Verl., Grettstadt 1981.
* Ernst Kober: "Jägerndorfer Ländchen. Neue Folgen: 1951-1963". Burgberg-Verl., Grettstadt 1997 (=Nachdr. der Beilagen zum "Jägerndorfer Heimatbrief").
* Heinrich Schulig: "Ein Heimatbuch für die Bezirke Jägerndorf und Olbersdorf". Herausgegeben vom Jägerndorfer Bezirkslehrerverein. Adolf Drechsler, Troppau 1923.


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 17.10.2017 18:54 von den Wikipedia-Autoren.
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