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Kretinga

Litauen, Kretinga
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"Kretinga" (deutsch: "Crottingen", auch: "Krottingen, Krettingen"), in der kurischen Landschaft Megowe gelegen, ist eine Stadt im Westen Litauens in unmittelbarer Nähe (11 km) des Ostseebades Palanga und 25 km von der Hafenstadt Klaipėda entfernt. Sie ist Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises.

Geschichte
Museum von Kretinga
Im Ortsteil Kretingale (ehemals Deutsch-Krottingen) sind archäologische Funde aus der frühen Bronzezeit belegt. Der Ort wurde erstmalig 1253 als Cretyn erwähnt. Etymologisch wird der Name mit "kritus" (sumpfig) verbunden. Das Stadtrecht wurde 1609 verliehen. 1652 wurde eine hölzerne Kapelle in Deutsch-Krottingen erbaut, bei der 1699 schon Turm und Glocken vorhanden waren. Ab 1654 war Kretingale/Deutsch-Krottingen selbständiges Kirchspiel mit 72 Ortschaften, wodurch die Arbeit der Memeler Geistlichen erheblich erleichtert wurde. 1741 wurde hier eine neue Kirche aus Feldsteinen erbaut, die einen hölzernen Turm erhielt. Als dieser 1801 bei einem Sturm schief wurde, trug man den oberen Teil ab und bedeckte den unteren Turmteil mit einer Haube. 1773 gab es im Kirch­spiel Deutsch-Krottingen die Schulen Gibbischen-Peter, Karkelbeck, Kunken-Görge. 1902 wurde ein landwirtschaftlicher Ortsverein gegründet, durch den eine planmäßige Pferdezucht möglich wurde. Zwischen Kretinga und Kretingale verlief bis zum 1. Weltkrieg die Grenze zwischen Deutschland und dem Russischen Reich. Als 1919 das Memelland vom Deutschen Reich abgetrennt und zugleich Litauen unabhängig wurde, verlief die Grenze zwischen den beiden neu geschaffenen Gebieten zwischen Kretinga und Kretingale. 1923 wurde das Memelland von Litauen annektiert und die Grenze damit hinfällig. Erst 1939, nach der Annexion des Memellandes durch das Deutsche Reich, verlief wieder die Grenze zwischen den beiden Ortsteilen. 1941 wurde Kretinga unmittelbar nach Beginn des Russlandfeldzuges von den deutschen Truppen eingenommen. Bis zum Herbst 1941 wurde die mehr als 1.000 Menschen umfassende jüdische Bevölkerung der Stadt von den Deutschen ermordet.

Sehenswürdigkeiten
* Museum der Stadt Kretinga (seit 1992 im ehem. Herrenhaus der Fürsten Tiskevicius)
* Franziskanerkloster und -kirche
* Katholische Kirche mit Ausstattung im Renaissancestil
* Ev.-Luth. Kirche, neugotischer Feldstein- und Backsteinbau
* Friedhofskapelle, neugotischer Backsteinbau
* Skulpturenpark

Literatur
* Kurschat, Heinrich A.: "Das Buch vom Memelland", Siebert Oldenburg 1968
* Mortensen, Hans: "Litauen, Grundzüge einer Landeskunde", Hamburg 1926
* Schmid, Wolfgang P. (Hrsg): "Nehrungskurisch, Sprachhistorische und instrumentalphonetische Studien zu einem aussterbenden Dialekt", Stuttgart 1989


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 06.06.2020 15:58 von den Wikipedia-Autoren.
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