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Kranj
Slowenien, Kranj
"Kranj" (deutsch: "Krainburg") ist mit 52.000 Einwohnern (2006) die drittgrößte Stadt Sloweniens und Hauptort des gleichnamigen Bezirks.
Lage
Kranj liegt auf 350 – 406 m ü.M. in der Oberkrain (Gorenjska) erhaben über einem Feld, das von Karawanken, Steiner Alpen und Julischen Alpen gesäumt ist; verkehrsgünstig am Zusammenfluss von Save und Kokra sowie an der Kreuzung der Straßen Ljubljana (Laibach) ↔ Loiblpass/Jesenice (Aßling) sowie Škofja Loka (Bischoflack) ↔ Seebergsattel.
Geschichte
Im Gemeindegebiet wurden archäologische Funde durchgehend bis zurück in die Jungsteinzeit gefunden. Während der Langobardenzeit (5./6. Jh.) erfolgte die erste Nennung als "Carnium", woraus sich die späteren Namen ableiteten.
Die slawische Besiedlung erfolgte im 7. Jahrhundert. Um die Jahrtausendwende war Kranj Sitz der Grafen und Kultur- und Verwaltungszentrum der Krain, eine Rolle, die später an Ljubljana überging. Aus 1060 datiert die erste Nennung als "Chreina". Die Stadt war auch namensgebend für das Herzogtum Krain.
Blick auf Kranj, Janez Vajkard Valvasor, 1689
1256 erfolgte die erste Nennung als Stadt. Vom Erdbeben von 1348 sind Schäden überlieferthttp://emidius.mi.ingv.it/RHISE/ii_20ham/ii_20ham.html#4. Aus dem 15. Jahrhundert datiert die Stadtmauer. In dieser Zeit wechselte die Stadt mehrmals den Besitzer: Von den Brixenern an die Habsburger ("Litorale"), an die Grafen von Cilli und wieder an die Habsburger, wo sie schließlich bis 1918 verblieb. Ebenso in dieser Zeit erhielt die Stadt das Recht, Gericht und Rat selber zu wählen.
Im 16. Jahrhundert erlebte die Stadt einen Aufschwung durch die Blüte des Bergbaus in der Krain und Kärnten, um mit dessen Niedergang ins Provinzielle zu verfallen.
Ab 1870 konnte sich die Gegend durch die Eröffnung der Bahnlinie Ljubljana ↔ Jesenice industriell entwickeln.
Im späteren 19. Jahrhundert erwachte die Slowenische Nationalbewegung und fand unter anderem im Turnverein "Krainer Falke" einen vehementen Träger.
1894 wurde das Gymnasium als "Kaiser Franz Joseph-Gymnasium" eröffnet.
In der Zwischenkriegszeit entwickelte sich die Gegend, wesentlich durch ausländisches Kapital, zu einem bedeutenden industriellen Zentrum.
Kranj
Sehenswürdigkeiten
* Schloss Brdo mit Schlosspark in Egg bei Krainburg
Söhne und Töchter der Stadt
* Marko Pogačnik (*1944), Bildhauer und Geomant
* Jernej Zaplotnik (1952–1983), Bergsteiger
* Bojan Križaj (*1957), Skirennläufer
* Tadej Slabe (*1959), Geograph und Extremkletterer
* Zoran Thaler (*1962(, Politiker
* Rajko Tavčar (*1974), Fußballspieler
* Tadej Valjavec (*1977), Radrennfahrer
* Rok Flander (*1979), Snowboarder
* Robert Kranjec (*1981), Skispringer
* Jure Bogataj (*1985), Skispringer
Städtepartnerschaften
* Pula (Kroatien)
* Villach (Österreich, Kärnten), seit 2008
Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 25.05.2013 15:21 von den Wikipedia-Autoren.
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