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Kornkammer Europas

Moldawien
Von Jürgen Herda   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Moldawien ist das Königreich der Weine mit dem zweitgrößten Weinkeller des Kontinents
Es war einmal vor langer Zeit, als die Landwirtschaft die Kunst der Bauern, dürftigen Böden etwas Nahrung abzuringen, allerlei Geheimwissen erforderte. Damals, als es noch keine industrialisierten Agrarkonzerne, Massentierhaltung und genetisch hoch gezüchtete Pflanzen gab, waren Begriffe wie „Kornkammer“ Europas noch ein veritabler Ritterschlag.
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Gemessen daran war Moldawien ein Königreich der Landwirtschaft mit fetten Böden und satten Erträgen. Wäre die Geschichte nur etwas anders verlaufen, würden die Feinschmecker der Welt heute womöglich nicht den Champagne oder einen roten Bordeaux in den Himmel loben, sondern die guten Tropfen aus Cricova.


Dort unterhält die bekannteste Weinkellerei des Landes den mutmaßlich zweitgrößten Weinkeller Europas: Auf einer unterirdischen Strecke von etwa 60 Kilometern in einem Kalksteintunnel aus dem 15. Jahrhundert reihen sich Flasche an Flasche bester Qualität. Höhepunkt der Weintour: Der Weinglas-förmige Keller mit wertvollen Raritäten wie einer Flasche Evreiesc de Paşti aus Jerusalem von 1902 oder französischen Rotweinen aus den 1930er Jahren (www.cricova.md).


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