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Katholische Reformbewegung wünscht sich mehr Gespräche mit Bischöfen

Deutschland
24.09.2017
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Die Reformbewegung «Wir sind Kirche» kritisiert die katholischen Bischöfe: Um die heißen Themen des Alltags werde ein Bogen gemacht. Vor Beginn der Herbstvollversammlung am Montag ruft sie die Oberhirten dazu auf, mehr Dialogwillen mit dem Kirchenvolk zu zeigen.

Fulda (dpa) - Vor dem Herbst-Treffen der Deutschen Bischofskonferenz an diesem Montag fordert die katholische Reformbewegung «Wir sind Kirche» von den Bischöfen in Deutschland mehr Offenheit und Gesprächsbereitschaft mit der Basis. «Die Vollversammlungen sind in ihrer jetzigen Form nicht mehr ausreichend, um den dramatischen innerkirchlichen und gesellschaftlichen Problemen gerecht zu werden. Diese Versammlungen hinter geschlossenen Türen sind nicht mehr zeitgemäß», kritisierte Christian Weisner vom Bundesteam der Initiative. Die Bischofskonferenz kommt am Montag zu ihrem 150. Herbst-Treffens in Fulda zusammen.

Weltweit gibt es 1,2 Milliarden Katholiken. In Deutschland stellen sie mit knapp 24 Millionen rund 29 Prozent der Bevölkerung.

Weisner forderte, die katholische Kirche brauche wieder Gespräche in Form einer Synode, bei der Frauen und Männer aus dem Kirchenvolk mitberaten und auch mitentscheiden könnten. In dem Zusammenhang erinnerte Weisner an die Worte, die Papst Franziskus neugeweihten Bischöfen mit auf den Weg gebe: Die Aufgabe eines Bischofs sei es, den Dialog zu suchen und nicht Befehle zu erteilen.

Der von der Kirche im Jahr 2010 begonnene Dialogprozess mit den Laien sei nicht ausreichend. «Das war alles zu unverbindlich. Unser Eindruck ist: Die Bischöfe schotten sich weiter ab und sind weit entfernt von einem echten Dialog mit dem Kirchenvolk.»

Der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, erwiderte: «Der Dialog ist keine halbherzige Angelegenheit, sondern ein Herzensanliegen der Bischöfe.» Die Kirche habe in dem mehrjährigen Prozess den Dialog zwischen Kirchenleitung und der «Basis» gefördert. «Eine deutsche Kirchensynode erscheint daher nicht sinnvoll.» Die Bischöfe wollen aber, um den Gesprächsprozess fortzusetzen, Veranstaltungen 2018 auf dem Münsteraner Katholikentag und dann auch 2019 folgen lassen, wie Kopp erklärte.

Die Reformbewegung äußerte auch Sorge um die pastorale Situation in Deutschland. Weisner bezeichnete sie als «desaströs» angesichts des Priestermangels und immer mehr Gemeindeschließungen und -zusammenlegungen. «Die Bischöfe sollten nicht länger nur über die pastorale Situation lamentieren, sondern endlich mutige und kühne Vorschläge nach Rom zu schicken, so wie es Papst Franziskus von ihnen erwartet», sagte Weisner. Die Bischöfe nutzten nicht die Spielräume, die ihnen das Kirchenoberhaupt öffne.

Die Reformbewegung zeigte sich auch enttäuscht von der Themensetzung der Bischöfe in Fulda. «Um die wichtigen Themen wird ein Bogen gemacht», befand Weisner. Reden wollen die katholischen Oberhirten über Chancen und Grenzen eines Dialogs zwischen Kirche und Islam. Bei ihrem Studientag am Mittwoch beschäftigen sie sich mit dem Thema Schöpfungsverantwortung, Umwelt und Klimaschutz. Papst Franziskus hatte dazu im Juni 2015 seine zweite Enzyklika veröffentlicht.

Auch aktuelle Fragen zur Flüchtlingsarbeit und zu den Gefahren durch den internationalen Terrorismus sollen erörtert werden, wie die DBK angekündigt hatte. Zudem wird in Nachfolge von Bischof Norbert Trelle der neue stellvertretende Vorsitzende der Bischofskonferenz gewählt. Der DBK-Vorsitzende Kardinal Reinhard Marx eröffnet die Herbstvollversammlung am Montagnachmittag mit einer kurzen Stellungnahme für die Medien. Das Treffen endet am Donnerstag.

 

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