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Jeff Sessions ist entlarvt

Russland
22.07.2017
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Bericht: Justizminister Sessions soll Öffentlichkeit getäuscht haben
In der Russland-Affäre um US-Präsident Donald Trump wirft ein neuer Bericht Zweifel an der Darstellung von Justizminister Jeff Sessions zu seinen Gesprächen mit dem russischen Botschafter in den USA auf. Der russische Diplomat Sergej Kisljak habe gegenüber seinen Vorgesetzten angegeben, bei seinen Treffen mit Sessions im vergangenen Jahr über den Wahlkampf gesprochen zu haben, berichtete die «Washington Post» am Freitag unter Berufung auf amtierende und ehemalige Regierungsmitarbeiter. US-Geheimdienste hätten die Kommunikation zwischen dem Botschafter und dessen Vorgesetzten überwacht.
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Washington (dpa) - Sessions hatte mehrfach bestritten, mit Kisljak über Themen gesprochen zu haben, die den Wahlkampf betrafen. Zum fraglichen Zeitpunkt gehörte der damalige Senator Trumps Wahlkampfteam als politischer Berater an. Regierungsbeamte sagten der Zeitung aber auch, dass der russische Botschafter die Begegnungen mit Sessions in seinen Gesprächen mit den Vorgesetzten übertrieben oder falsch dargestellt haben könnte.
US Justizminister Jeff Sessions macht seine Aussage am 13.06.2017 in Washington D.C. bei der Anhörung im Geheimdienstausschuss des US Senats. Sessions hat jedwede Verwicklung in eine Beeinflussung der US-Wahl 2016 rundweg zurückgewiesen.

US-Geheimdienste beschuldigen den Kreml seit längerem, sich gezielt in den Wahlkampf eingemischt zu haben, um Trump zu helfen und seiner Konkurrentin Hillary Clinton zu schaden. Ein Sonderermittler und mehrere Kongressausschüsse untersuchen, ob es Absprachen zwischen Vertretern aus Trumps Wahlkampflager und Russland gab.

Sessions steht wegen der Russland-Affäre stark unter Druck. In einem Interview mit der «New York Times» ging Trump diese Woche öffentlich auf Distanz zu seinem Justizminister. Hintergrund ist Sessions‘ Entscheidung vom März, sich wegen Befangenheit aus den Russland-Ermittlungen des FBI herauszuhalten. Der 70-Jährige hatte sich zu diesem Schritt entschlossen, nachdem seine Treffen mit Kisljak öffentlich geworden waren.

 

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