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Jawne

Israel, Jawne
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__NOTOC__
"Jawne" (, arabisch , "Yibnah") ist eine Stadt in Israel, knapp 30 Kilometer südlich von Tel Aviv.

Geschichte
Antike
Die Geschichte des Ortes reicht weit zurück. Das historische Jawne hat seine Wurzeln in kanaanäischer Zeit (ca. 3000 v. Chr.). Bei Ausgrabungen auf einem Hügel ungefähr 300 m nördlich der antiken Stadt wurden etwa 2000 Kultgefäße aus dem 9. und 8. Jh. v.Chr. gefunden, die von einem Tempel in der unmittelbaren Umgebung herrühren dürften. Noch nie hat man aus der Eisenzeit auch nur annähernd eine solch große Menge an Kultgeräten entdeckt. Bisher veröffentlicht sind allerdings erst Teile der insgesamt etwa 125 Hausmodelle, die in der Grube gefunden wurden.

Nach dem alttestamentlichen Bericht (2Chr 26,6) war Jawne eine Philisterstadt, die um die Mitte des 8. Jahrhunderts v. Chr. von Usija erobert und in das Reich Juda eingegliedert wurde. In hellenistischer Zeit lautete die gräzisierte Namensform des Ortes "Jamnia".

Nachdem Jerusalem und der Tempel im Jahre 70 n. Chr. zerstört worden waren, trat der Sanhedrin (der „Hohe Rat“) in Jawne zusammen (so genannte Synode von Jamnia). Zeitgleich entstand eine jüdische Gelehrtenschule unter der Führung von Jochanan ben Sakkai. Nach dem Aufstand des Bar Kochba im Jahr 135 n. Chr. wurde die Schule aufgelöst, der Sanhedrin zog zunächst von Jawne nach Usha nahe der Bucht von Haifa, später nach Tiberias.

"Jawne Jam" (), etwa sechs Kilometer nordwestlich am Mittelmeer beim Kibbuz Palmachim gelegen, war der Hafen der antiken Siedlung. Es ist heute eine Ausgrabungsstätte: siehe Universität Tel Aviv (engl.).

Mittelalter
Die Kreuzfahrer nannten den Ort Ibelin. Sie errichteten eine Burg in Ibelin und 1134 wurde der Ort das Zentrum einer eigenständigen Herrschaft im Königreich Jerusalem. Die hier ansässige Adelsfamilie Ibelin stellte zahlreiche einflussreiche Barone des Königreichs. Saladin eroberte die Burg 1187 und ließ sie spätestens 1191 schleifen; der Ort verlor danach an Bedeutung. Aus der Kreuzfahrerzeit blieb eine Kirche erhalten.

Neuzeit
Die heutige Stadt wurde 1949, im Jahr nach der israelischen Staatsgründung, auf den Ruinen des verlassenen arabischen Ortes "Yibna" für jüdische Neueinwanderer gebaut; sie hatte den Status einer Entwicklungsstadt. Von 1974 bis 1987 amtierte der heutige israelische Innenminister Meir Shitrit als Bürgermeister von Jawne. Heute hat Jawne 32.200 Einwohner und ist Sitz des israelischen Instituts für Kernforschung.

Partnerstädte

* (Deutschland, Rheinland-Pfalz), seit 1998


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 20.10.2017 19:59 von den Wikipedia-Autoren.
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