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Izola

Slowenien, Izola
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Blick auf Izola

"Izola" (italienisch "Isola", deutsch veraltet: "Isel im Küstenländchen") ist eine Stadt an der adriatischen Küste Sloweniens, in der Region Primorska (Küstenregion).

Bevölkerung

Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung (69,1 %) gab bei der Volkszählung 2002 Slowenisch als Muttersprache an. Wichtigste Minderheitensprachen sind Kroatisch (8,2 %) und Italienisch (4,3 %).

Geschichtliches

Die Altstadt liegt auf der ehemaligen Insel, auf die sich der Name der Stadt zurückführen lässt. Die Nähe der Insel zum Festland führte bereits im ersten Jahrhundert zur Besiedelung. Später wurde die Insel durch die Errichtung einer Steinbrücke mit dem Festland verbunden.
Im Jahr 1253 erklärte Izola ihre Selbstständigkeit mit eigener Gesetzgebung und Regierung. Im 13. und 14. Jahrhundert führte dies zu Stadtkriegen mit den Konkurrenzstädten Koper und Piran.

Der Kartograph Pietro Coppo kam 1499 nach Izola und hat mehrere bekannte Werke geschrieben und Karten gezeichnet. Eines seiner letzten Werke war "Del sito de Listria", aus dem sich heute eine in Stein gemeißelte Reproduktion seiner Karte Istriens im "Park Pietro Coppo" im Zentrum von Izola befindet.

Im 18. Jahrhundert gehörte Izola zur Republik Venedig. Pasquale Besenghi degli Ughi ließ 1775 das stattlichste und prachtvollste Gebäude, den Besenghi-Palast errichten. Er entstammte einer venezianischen Familie und erbte von seinem Vater die umfangreiche Bibliothek, welche noch immer etwa 3000 Bücher und einige Handschriften aus dem 16. und 17. Jahrhundert enthält.

Im Jahr 1797 kamen die Habsburger an die Macht und Izola gehörte zur Habsburger Monarchie und wurde in das Kronland Österreich) Küstenland eingegliedert. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Stadtmauer abgerissen, um mit dem Abbruchmaterial das Meer zwischen Insel und Festland aufzuschütten. In dieser Zeit entdeckte der Mineralquellenforscher und Minorit Chiaro Vascotto im Jahr 1820 eine Mineralquelle in Izola. Danach veranlasste er das Thermalbad des heiligen Petrus mit Hilfe einiger reicher Stadtbürger zu errichten. Das Mineralbad wurde im Jahr 1824 mit einem Saal für Tanz- und Musikveranstaltungen eröffnet. Vascotti sind sozusagen die Anfänge des Tourismus in Izola zu verdanken. Aus dem Bad wurde später ein Fischverarbeitungsbetrieb, auf dessen Gelände sich die Quelle befindet (Fabbrica Arrigoni, heute Fabrik Delamaris).

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war Izola ein blühendes Städtchen, wie der folgende Eintrag in Meyers Konversationslexikon beweist:

: "Isola Marktflecken im österreichisch-illyrischen Küstenland (Istrien), Bezirkshauptmannschaft Capo d"Istria, auf einem ins Meer vorspringenden Felsen, mit Zollamt, vorzüglichem Weinbau, Schwefelbad, Hafen und (1880) 5580 Einwohner."

Nach den K.u.K. Volkszählungen lebten 1900 in Isola/Izola 5326 Italiener, 20 Slowenen und 17 Deutsche.

1918 fiel Izola mit dem Großteil des Küstenlandes an Italien, 1947 an das Freie Territorium Triest, bei dessen Auflösung 1954 an die jugoslawische Teilrepublik Slowenien.

Noch heute kann man aus der besondere Architektur des Altstadtkerns die bewegte Geschichte der Stadt erkennen und die Fischereitradition der Stadt schlägt sich noch heute zum Teil im touristischen und kulinarischen Angebots Izolas nieder.

Die Firma Mehano hat hier ihren Sitz.

arin

Die "Marina Izola" ist einer von mehreren Yachthafen in der Umgebung und somit bedeutend für den Tourismus in Izola.

Der Yachthafen hat Liegeplätze für 620 Boote bis zu einer Länge von 30 m. Die Marina ist darüber hinaus auch ein Urlaubsresort mit Hotel, Tennisplätzen, Schwimmbad und Casino.

Die Marina dient außerdem als Stützpunkt für Wassersportevents wie zum Beispiel den Austria Cup. Einige Regatten in Slowenien werden im Seegebiet vor der Marina Izola gesegelt.

Berühmte Bürger
* Pietro Coppo
* Pasquale Besenghi
* Bürgermeister Manzioli
* Giovanni Thamar
* Antonio Morona
* Chiaro Vascotto
* Franjo Ravnik
* Bonaventura
* Marino Contesini
* Nino Benvenuti

Söhne und Töchter der Stadt

* Nino Benvenuti, italienischer Boxer
* Vinicio Gerin, Tapferkeitsmedaille der ital. Kriegsmarine im zweiten Weltkrieg

Klima
*Durchschnittstemperatur im Sommer: 28 °C
*Durchschnittstemperatur im Winter: 5 °C
*Sonnentage pro Jahr: 300
*Regentage pro Jahr: 65

Quellen



Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 19.06.2013 16:24 von den Wikipedia-Autoren.
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