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Irmgard Griss ist bereit

Österreich
17.12.2015
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Eine Aufklärerin will in Österreich an die Spitze des Staates
In einem Land, in dem sprachlicher Nebel verbreitet ist, möchte eine 69 Jahre alte Juristin mit klaren Ansagen nächstes Jahr Staatsoberhaupt werden. Für Österreich wäre die Wahl von Irmgard Griss eine Sensation. Der erste Schritt ist getan.
Wien (dpa) - Klartext ist ihre Mission. Die 69-jährige Top-Juristin Irmgard Griss war nicht nur Präsidentin des Obersten Gerichtshofs in Österreich, sie war vor allem Aufklärerin. Als Chefin der Untersuchungskommission, die den Milliarden-Skandal um die Pleitebank Hypo Alpe Adria aufarbeiten sollte, nahm sie im Dezember 2014 kein Blatt vor den Mund - den Bankern und verantwortlichen Politikern stellte sie ein denkbar schlechtes Zeugnis aus.
Ex-OGH-Präsidentin Irmgard Griss am Dienstag, 15. Dezember 2015, anl. eines Hearings der FPÖ zu ihrer möglichen Kandidatur für das Amt des Bundespräsidenten im FPÖ-Parlamentsklub in Wien.

Der 400-Seiten-Bericht über politischen Dilettantismus, der den österreichischen Steuerzahler mindestens zehn Milliarden Euro kosten wird, war zugleich ihr politischer Ritterschlag. Fortan wurde die grauhaarige Frau von vielen Seiten aufgefordert: Bitte kandidieren Sie für das Amt des Bundespräsidenten. Im Sommer 2016 geht das aktuelle Staatsoberhaupt Heinz Fischer nach zwölf Jahren in Rente. Monatelang zierte sich Griss, schließlich lotete sie aber ihre Chancen als unabhängige Kandidatin aus.

Geprägt hat die stets uneitel auftretende Griss nicht zuletzt ihre Studienzeit an Eliteuniversitäten in den USA. «Ich konnte Sprache nicht als Mittel der Verschleierung einsetzen», erinnerte sie sich jüngst in einem Interview mit dem Magazin «Falter». Auch ihre eigene Kampagnen-Website lässt keinen Zweifel an ihren Überzeugungen. «Was mich als politisch interessierter Mensch immer gestört hatte: Die verhängnisvolle Neigung der Politik, Probleme totzuschweigen, offenbar aus Angst, es könnte etwas hängen bleiben, und in der Hoffnung, das Problem werde sich von selbst lösen.»

Wie sie ihre Rolle definieren würde, hat sie in einem Interview mit dem Nachrichtenportal nzz.at erklärt. «Ich glaube, dass ein Bundespräsident die guten Seiten der Menschen ansprechen muss. Dass er Mut machen muss.» Er sei weder der bloße «Staatsnotar» noch der «Ersatzkaiser». «Sondern er ist einfach ein Bürger, der die Menschen dazu aufruft, ihre Möglichkeiten zu nützen.»

In der Bevölkerung genießt sie jedenfalls großes Vertrauen, wie eine Umfrage im Oktober zeigte. Dort belegte sie beim «Vertrauensvorschuss» Platz eins gegenüber möglichen Mitbewerbern von sozialdemokratischer SPÖ, konservativer ÖVP und den Grünen.

Zuletzt hatte die Mutter zweier Kinder in einem ihren zahlreichen Interviews aufhorchen lassen, als sie die Neutralität Österreichs infrage stellte. Sollte die Neutralität die Vermittlerrolle Österreichs in der Welt stärken, sei sie dafür. «Wenn sie aber als Versuch verstanden wird, sich um die Notwendigkeit zu drücken, selbst etwas für die Sicherheit zu tun, bin ich dagegen», sagte sie den «Vorarlberger Nachrichten».

 

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