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«In bester Gesellschaft»

Türkei
19.10.2011
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Türkische Erfolgsgeschichten aus Wirtschaft und Wissenschaft
Er hat einen Abschluss als Metallurgie-Ingenieur der Technischen Universität Aachen in der Tasche. Doch eine Arbeitserlaubnis für Deutschland bekommt der in der Türkei geborene Kemal Sahin im Jahr 1982 nicht. Weil er nicht arbeiten darf, gründet er ein Unternehmen. Sahin kauft in der Türkei Bekleidung ein und verkauft sie in Deutschland.
Berlin (dpa) - Heute macht die Sahinler-Gruppe einen Umsatz von mehr als 720 Millionen Euro. Sie beschäftigt in 15 Ländern 10 000 Menschen und ist der größte türkische Arbeitgeber im Ausland.

Es sind Geschichten wie diese, die in dem gerade erschienenen Buch «In bester Gesellschaft - 100 türkische Erfolgsgeschichten aus Wirtschaft und Wissenschaft» zusammengetragen sind. Es sind Geschichten von Menschen, die nicht gleich den Mut verloren, als sie in Deutschland vor vermeintlich unüberwindbaren Hürden standen. Sie nutzten vielmehr die Tatsache, zwei Kulturkreisen anzugehören, für sich als Chance und schafften es mit viel Ehrgeiz und Beharrlichkeit nicht selten bis an die Spitze in ihrem Gebiet. Klar wird dabei aber auch, dass viele dieser Geschichten auch anders hätten ausgehen können. Denn der Weg vom Gastarbeiterkind zum Hochschulabsolventen oder Unternehmensgründer ist in Deutschland keine Selbstverständlichkeit.

Die Herausgeber - Florian Langenscheidt und der Präsident der Türkisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer, Rainhardt Freiherr von Leoprechting - wollen mit ihrem Buch Beispiele erfolgreicher Integration in Deutschland und die Verdienste von Deutsch-Türken für die deutsche Wirtschaft und Wissenschaft zeigen. «Die rund 800 000 türkisch-deutschen Unternehmer mit ihren etwa 400 000 Beschäftigten sind fester Bestandteil der deutschen Wirtschaft und leisten wichtige gesellschaftliche integrative Beiträge», schreiben die beiden Herausgeber in ihrem Vorwort. In Zeiten, in denen viel über Integrationsprobleme geredet wird, machen die Beispiele Mut.

 

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