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Hanau

Deutschland, Hanau
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Brüder Grimm
"Hanau", die Brüder-Grimm-Stadt, liegt im Osten des Rhein-Main-Gebiets an der Mündung der Kinzig in den Main. Sie ist eines der zehn Oberzentren des Landes Hessen, Sonderstatusstadt des Main-Kinzig-Kreises und mit etwa 88.000 Einwohnern sechstgrößte Stadt Hessens.
Die ehemalige Residenzstadt ist wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der Region Main-Kinzig und ein bedeutender Industrie- und Technologiestandort. Hanau beheimatete die erste deutsche Fayence-Manufaktur, hat eine lange Tradition als Stätte der Goldschmiedekunst und Schmuckherstellung und ist heute Sitz bedeutender Unternehmen, unter anderem der Material- und Werkstofftechnologie, der Medizin- und Dentaltechnik, der Chemie und des Anlagenbaus.

Geographie
Geographische Lage
Frankfurter Tor, Ostseite
Hanau liegt in der Untermainebene in einer Senke zwischen Wetterau und Vorspessart am nördlichen Rand des Oberrheinischen Tieflands und wird von einem ausgedehnten Waldgürtel umschlossen. Die Stadt bildet den Schnittpunkt bedeutender Verkehrswege am Eingang zum Kinzigtal.



Nachbargemeinden
Hanau grenzt im Norden an die Gemeinde Schöneck (Hessen) und die Stadt Bruchköbel, im Nordosten an die Gemeinden Erlensee und Rodenbach, im Südosten an die Gemeinde Kahl am Main (im bayerischen Landkreis Aschaffenburg), im Süden an die Gemeinden Großkrotzenburg und Hainburg sowie die Stadt Obertshausen (beide Landkreis Offenbach), sowie im Westen an die Städte Mühlheim am Main (Landkreis Offenbach) und Maintal.

Stadtgliederung
Stadtteile: Innenstadt, Kesselstadt, Großauheim, Klein-Auheim, Mittelbuchen, Steinheim, Wolfgang. Bezirke ohne den juristischen Status Stadtteil: Lamboy-Tümpelgarten, Wilhelmsbad, Hohe Tanne und Weststadt.






Geschichte
→ " Hauptartikel: Geschichte der Stadt Hanau"

Mittelalter und Neuzeit
Rest der Stadtmauer der Altstadt
Hauptfriedhof

Die Wasserburg Hanau wird erstmals 1143 erwähnt. Um die Burg entwickelte sich in der Folgezeit eine Siedlung. Am 2. Februar 1303 verlieh König Albrecht I. der Siedlung Hanau das Markt- und Stadtrecht. Damit war das Recht verbunden, Märkte abzuhalten, einen Rat mit zwei Bürgermeistern an der Spitze zu wählen, sowie die Freiheit von Leibeigenschaft („Stadtluft macht frei“). In dieser Zeit wurde mit dem Bau der ersten Stadtmauer begonnen.

Im 15. Jahrhundert war die Stadtbevölkerung gewachsen und die Stadt wurde wesentlich erweitert. Es entstand eine Vorstadt im Westen, außerhalb des ersten Mauerrings. 1470 erhielt diese Vorstadt eine eigene Umwehrung. Unter Graf Philipp II. von Hanau-Münzenberg wurde 1528 eine Stadtbefestigung nach dem technischen Standard der Renaissance begonnen, die die beiden im Mittelalter entstandenen Mauersysteme umschloss. Den größten und wesentlichen Wachstumsimpuls erhielt die Stadt, als Graf Philipp Ludwig II. am 1. Juni 1597 einen Vertrag mit calvinistischen Flüchtlingen aus Frankreich und den Spanischen Niederlanden schloss. Mit den Flüchtlingen kam viel Kapital und Fachwissen im handwerklichen Bereich in die Stadt. Für sie wurde die Neustadt angelegt, die bis 1821 ein eigenes, selbständiges Gemeinwesen unabhängig von der Altstadt Hanau bildete. Philipp Ludwig II. siedelte wieder eine jüdische Gemeinde in Hanau an.

Im 19. Jahrhundert war Hanau ein Zentrum der demokratischen Bewegung in Deutschland. 1830 und 1848 gingen von hier wichtige revolutionäre Impulse aus. Zur zwangsweisen Durchsetzung der Konterrevolution in Kurhessen wurde Hanau am 1. November 1850 von Bundesinterventionstruppen aus Bayern und Österreich besetzt; diese sogenannten Strafbayern wurden erst im Sommer 1851 wieder abgezogen.

Hanau war einmal einer der größten Stützpunkte der US-Armee in Europa. Die Militärgemeinde des Standortes Hanau mit Wolfgang und dem Fliegerhorst Erlensee umfasste zum Höhepunkt des Kalten Krieges (siehe Fulda Gap) rund 30.000 Soldaten und Zivilpersonen. Am 8. August 2008 wurde die Garnison endgültig geschlossen. Es blieb eine etwa 350 ha große Konversionsfläche (Siehe auch: ausländische Militärbasen in Deutschland).

Gegenwart
Novemberpogromen 1938
Das Hanauer Stadtbild hat sich durch die Zerstörungen der Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg und die anschließende Aufbauphase radikal gewandelt. In naher Zukunft soll das Stadtbild weiter verändert werden: so soll der Freiheitsplatz, ehemals der Paradeplatz, komplett saniert und zu einer Flaniermeile umgewandelt werden.

In Hanau sind weltweit führende Unternehmen aus der Technologiebranche wie Heraeus oder VAC und die Dunlop-Reifenwerke beheimatet. Bundesweit war Hanau in den 1980er Jahren als Standort der Nuklearindustrie und eines mittlerweile geschlossenen Brennelementewerks in die Schlagzeilen geraten. Auf dem ehemaligen Gelände der RWE Nukem ist ein Technopark unter der Schirmherrschaft von Siemens entstanden.

Hanau ist Schnittpunkt überregionaler Autobahnen (A 3, A 45, A 66) und ein Schienenverkehrsknoten. Der Hauptbahnhof ist ein ICE-Bahnhof. Die Entfernung zum Frankfurter Flughafen beträgt vom Stadtzentrum aus nur etwa 30 Kilometer. Der Nahverkehr ist unter anderem über die S-Bahn Rhein-Main an das Netz des Rhein-Main-Verkehrsverbundes angeschlossen.

Der Golfplatz in Hanau an der Wilhelmsbader Kuranlage gehört zu den renommiertesten Anlagen in Deutschland.

Seit 17. November 2003 ist Claus Kaminsky (SPD) Oberbürgermeister von Hanau. Er folgte der bisher einzigen Frau in diesem Amt, Oberbürgermeisterin a. D. Margret Härtel (CDU).

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahl mit Hauptwohnsitz ist seit Jahren im Schrumpfen. Hauptgrund ist - wie allgemein im Rhein-Main-Gebiet zu beobachten - das Absinken der ausländischen Bevölkerungszahlen seit Mitte der 1990er.

"(jeweils zum 31. Dezember)"



Entwicklung der Wohnungsbestände:



Politik
Stadtverordnetenversammlung
Flagge der Stadt Hanau
Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:


Die SPD hat mit der FDP, den Grünen und den „Bürgern für Hanau“ (BfH) eine Koalition geschlossen.

Der für die BfH ins Stadtparlament gewählte Stadtverordnete Gernot Gesser trat im Oktober 2007 aus seiner Fraktion aus und ist seither fraktionsloses Mitglied der Stadtverordnetenversammlung.

Hanau war bis Juni 2005 Kreisstadt des Main-Kinzig-Kreises, bevor der Sitz der Kreisverwaltung nach Gelnhausen verlegt wurde. Am 10. Oktober 2005 beauftragte die Stadtverordnetenversammlung den Magistrat, auf die bald mögliche Kreisfreiheit Hanaus hinzuwirken und hierzu entsprechende Verhandlungen mit dem Land Hessen und dem Main-Kinzig-Kreis aufzunehmen.

Wappen
Beschreibung: Der in Schwarz und Gold gespaltene Schild zeigt vorn einen goldenen nach links stehenden gold gekrönten und rot gezungten Löwen von sieben silbernen gemeinen Kreuzen begeitet, hinten drei rote Sparren. Auf dem goldgekrönten Spangenhelm liegt eine rot-goldene Helmdecke auf und als Kleinod ein wachsender flügelschlagender rotschnäbliger und ebenso gezungter silberner Schwan.

Städtepartnerschaften


;Städtefreundschaften:


Kultur und Sehenswürdigkeiten
Märkte und Feste
Wochenmarkt
Der Hanauer Wochenmarkt, der zweimal in der Woche stattfindet (mittwochs und samstags), ist noch aus dem Mittelalter tradiert. Er findet auf dem Neustädter Marktplatz statt und wird heute vom Lebensmittelangebot dominiert, das meist von Landwirten aus der Umgebung stammt. Er soll der größte Wochenmarkt Hessens sein.

Bürgerfest
Entstanden 1958 auf Initiative des damaligen Hanauer Oberbürgermeisters Heinrich Fischer, um an die Aufbauleistung der Hanauer Bürgerinnen und Bürger nach dem Zweiten Weltkrieg zu erinnern. Es wird seit einigen Jahren im September auf den Mainwiesen nahe Schloss Philippsruhe gefeiert. Der traditionelle Festplatz war bis in die neunziger Jahre der Schlosspark Philippsruhe, in dem die Zelte Hanauer Vereine aufgebaut wurden. Wegen erheblicher Schäden, die dabei jedes Jahr dem historischen Park, einem Kulturdenkmal, zugefügt wurden, ist das Festgelände verlegt worden. 2002 und 2003 fiel das Fest aus, da die Stadt die Kosten sparen wollte.Werner Kurz: "Mit dem Bürgerfest ein Stück Hanauer Identität gestiftet". In: Hanauer Anzeiger vom 30.August 2008, S. 33.

Brüder-Grimm-Märchenfestspiele Hanau
Die Brüder-Grimm-Märchenfestspiele Hanau finden jährlich in der Zeit von Mai bis Juli/August im an den Schlosspark von Schloss Philippsruhe angrenzenden Amphitheater statt. In Erinnerung an die Brüder Grimm, Söhne der Stadt Hanau, werden hier verschiedene Märchen ihrer Sammlungen dramatisiert und in Szene gesetzt.

Lamboyfest
1635 bis 1636 wurde Hanau von kaiserlichen Truppen unter General Lamboy belagert. Hierbei bewährte sich das erst wenige Jahre zuvor errichtete, moderne Befestigungssystem. Tausende waren aus den umliegenden Ortschaften in die Stadt geflohen, es herrschten furchtbare Zustände. Im Juni 1636 beendete ein hessisch-schwedisches Entsatzheer unter Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1627–1637) die neunmonatige Belagerung. Wilhelm V. von Hessen-Kassel war mit einer Tochter von Graf Philipp Ludwig II., Amalie Elisabeth, verheiratet. Seitdem wurden jährlich Dankgottesdienste abgehalten, aus denen sich ab 1800 das Lamboyfest entwickelte. Zunächst wurde es im Lamboywald gefeiert, der zum Teil das Gebiet einnahm, in dem sich heute das Lamboy-Viertel erstreckt. Seit einigen Jahren findet die Veranstaltung in der historischen Altstadt um das Goldschmiedehaus statt.

Johannisfeuer und Altstadtfest
Am Vorabend des Namenstages des Steinheimer Schutzpatrons Johannes, dem 23. Juni wird im Stadtteil Steinheim das Johannisfeuer angezündet. Seit Jahrzehnten wird das Ereignis unter der Leitung des Steinheimer Geschichtsvereins gefeiert. Seit einigen Jahren wird das Steinheimer Johannisfeuer zum Anlass genommen, das Altstadtfest zu feiern. Unter organisatorischer Leitung der „Interessengemeinschaft Steinheimer Vereine und Verbände“ (IGSV), bewirten die ortsansässigen Vereine in der gesamten Steinheimer Altstadt die Besucher.

Traditionell ist eine Ausnahme der Termingestaltung: so findet das Johannisfeuer niemals an einem Wochenende statt. Fällt der 23. Juni auf einen Samstag, so findet die Feier freitags statt; ist es ein Sonntag, wird das Feuer erst am Montag entzündet.

Religion
Evangelische Marienkirche Hanau
Römisch-katholische Kirche Mariä Namen
Novemberpogromen 1938 zerstörte Synagoge in der Nordstraße
Friedenskirche Hanau

Am 31. Dezember 2003 gehörten 27.492 Hanauer der Römisch-Katholischen Kirche und 24.410 der Evangelischen Kirche an.

Kirchen und Religionsgemeinschaften

;Katholisch:
"Diözese Fulda" (Stadtgebiet nördlich des Mains)
* Hl. Geist (Großauheim)
* Hl. Geist (Lamboy)
* St. Elisabeth (Kesselstadt)
* St. Jakobus (Großauheim)
* St. Josef (Süd-östl. Innenstadt)
* Stadtpfarrkirche Mariae Namen
"Diözese Mainz" (Stadtgebiet südlich des Mains)
* Pfarrgemeinde Peter und Paul Klein-Auheim
* Pfarrgemeinde St. Nikolaus Steinheim
* Pfarrgemeinde St. Johann Baptist Steinheim mit den Kirchen St. Johann Baptist und Marienkirche

;Evangelisch:
"Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck"
* Christuskirchengemeinde (Christuskirche)
* evangelische Kirchengemeinde Hanau-Kesselstadt (Friedenskirche)
* evangelische Kirchengemeinde Mittelbuchen (St.-Bonifatius-Kirche)
* Johanneskirchengemeinde
* Kirchengemeinde Hanau-Wolfgang
* Kirchengemeinde Großauheim (Gustav-Adolf-Kirche)
* Kreuzkirchengemeinde (Lamboy)
* evangelische Marienkirchengemeinde
"Evangelische Kirche in Hessen und Nassau"
* Erlöserkirche Klein-Auheim
* Kirchengemeinde Steinheim

;Evangelisch-reformiert:
* Wallonisch-Niederländische Gemeinde

;Freikirchlich:
* Adventgemeinde Hanau (Rosenau)
* Baptisten-Gemeinde (Innenstadt) im BEFG
* Christliches Zentrum Hanau (Großauheim)
* Freie Christengemeinde Hanau im BFP (Kesselstadt-Rosenau)
* Freie evangelische Gemeinde (Kesselstadt-Weststadt)
* Kirche des Nazareners (Innenstadt)

;Weitere Glaubensgemeinschaften:
* Jüdische Gemeinde Hanau
* Union der Armenischen Apostolischen Kirchen in Hessen und Umgebung
* Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage
* Jehovas Zeugen (Drei deutschsprachige und zwei italienische Versammlungen, eine spanische und eine russische Versammlung)
* Neuapostolische Kirche

Sehenswürdigkeiten
Hanauer Rathaus (Neustädter Rathaus)
Bekannte Sehenswürdigkeiten sind das Deutsche Goldschmiedehaus (ehemals Altstädter Rathaus), die Marienkirche in der Altstadt, das Schloss Philippsruhe am Mainufer und die historische Kuranlage Wilhelmsbad.

Im Schloss Philippsruhe befindet sich ein Standesamt und das Historische Museum Hanau; eine archäologische Dependance ist im Schloss Steinheim. Die Kuranlage Wilhelmsbad, eine nahezu unversehrt erhaltene Anlage aus dem Ende des 18. Jahrhunderts, mit ihrem historischen Karussell, dem Comoedienhaus und dem Hessischen Puppenmuseum befindet sich in einem weitläufigen Park am westlichen Stadtrand.

Die Kuranlage ist eines der beliebtesten Naherholungsziele im Rhein-Main-Gebiet.

Der traditionsreiche Wildpark Alte Fasanerie liegt im Ortsteil Klein-Auheim.

Auf dem Marktplatz steht das Nationaldenkmal der Brüder Grimm, unmittelbar vor dem Neustädter Rathaus. Das Denkmal ist ein Werk des Berliner Bildhauers Syrius Eberle; die Architektur entwarf der Architekt Friedrich Ritter von Thiersch. In der Nähe befindet sich die Wallonisch-Niederländische Kirche, Gründungsort des Deutschen Turnerbundes.

Mittwochs und samstags findet auf dem Marktplatz ein Wochenmarkt mit bäuerlichen Erzeugnissen aus der nahen Wetterau und dem Spessart statt.

Während der Adventszeit ist hier bei einem Spaziergang auf dem Weihnachtsmarkt Hessens größter Adventskalender zu betrachten: Die 24 Fenster des Neustädter Rathauses sind mit strahlenden Bildern von Künstlern geschmückt, die sich nach und nach bis zum Heiligabend offenbaren.

Die Deutsche Märchenstraße beginnt in Hanau und endet in Bremen. Durch Hanau verläuft die Deutsche Limesstraße, durch Steinheim die Deutsche Fachwerkstraße. Außerdem ist Steinheim der Ausgangspunkt der hessischen Apfelwein- und Obstwiesenroute.

Das Wohn- und Geschäftshaus Eugen-Kaiser-Straße 17a von 1910 gehört zu den denkmalgeschützten Häusern.

Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Eisenbahn

Hanau ist ein zentraler Knotenpunkt im Eisenbahnnetz, der die sechs Strecken der
Frankfurt-Hanauer Eisenbahn (RE/RB 55),
der Main-Spessart-Bahn (von Hanau nach Aschaffenburg) (RE/RB 55),
der Frankfurt-Bebraer Eisenbahn (östliche Richtung) nach Hanau, Fulda und Göttingen (RE/SE 50),
der Frankfurt-Bebraer Eisenbahn (westliche Richtung) nach Offenbach, Frankfurt und zur südmainischen S-Bahn,
der Friedberg-Hanauer Eisenbahn (RB 33) und der
Odenwaldbahn (RE/RB 64) Richtung Babenhausen, Wiebelsbach-Heubach, Erbach und Eberbach
verknüpft.

Historisch gab es darüber hinaus noch die Hanauer Kleinbahn nach Hüttengesäß und Langenselbold sowie die Hanauer Industriebahn.

Auch Verbindungen von der Kahlgrundbahn enden in Hanau, nutzten aber zwischen Kahl und Hanau die Main-Spessart-Bahn.

In Hanau existiert neben dem Hauptbahnhof, der die sechs vorgenannten Strecken verknüpft, noch der Bahnhof Hanau West an der Frankfurt-Hanauer Eisenbahn (Haltepunkt), der Bahnhof Hanau-Wilhelmsbad an der Frankfurt-Hanauer Eisenbahn (Haltepunkt), der Bahnhof Großauheim an der Main-Spessart-Bahn (Haltepunkt), der Bahnhof Wolfgang an der Frankfurt-Bebraer Eisenbahn (östliche Richtung), der Bahnhof Steinheim (Main) an der Frankfurt-Bebraer Eisenbahn (westliche Richtung) mit (Haltepunkt der S-Bahn), der Bahnhof Hanau Nord an der Hanau-Friedberger Bahn (ehemals auch Hanauer Kleinbahn) und der Bahnhof Hanau Klein-Auheim an der Odenwaldbahn (Haltepunkt).

Straßen
Die Stadt ist an ein gut ausgebautes Fernstraßennetz angebunden. Darunter an die Bundesautobahnen 3, 45 und 66, sowie die Bundesstraßen 8, 43, 43a und 45. Die Bundesstraße 40 sowie die B 45 verlaufen ebenfalls durch Hanau. Daneben führen weitere Land- und Kreisstraßen durch das Stadtgebiet.

Nahverkehr
→ "Hauptartikel: Nahverkehr in Hanau und Hanauer Straßenbahn"

Der innerstädtische Nahverkehr wird in Hanau überwiegend von der Hanauer Straßenbahn GmbH geleistet.

Mainhafen
Blick auf die Hafeneinfahrt von der Steinheimer Brücke

Am Hanauer Mainhafen werden jährlich rund 3,2 Millionen Tonnen umgeschlagen – bei 1.363 Schiffsbewegungen und 27.889 Waggonbewegungen. Damit zählt der Hanauer Mainhafen zu den Häfen mit dem größten Güterumschlag an Main, Main-Donau-Kanal und Donau. Er beheimatet unter anderem mit der Firma „Oiltanking“ einen der größten Mineralöl-Umschlagplätze in Europa, aber auch Firmen wie die Rhenus AG & Co. KG, HUL Hanauer Umschlag und Lager GmbH uvm.

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
Ende September 2007 lebten 29.298 Sozialversicherungsbeschäftigte in Hanau (am 30. Juni 2005: 28.462). Allerdings waren am 31. Dezember 2006 nur noch 41.894 (statt 42.013 am 30. Juni 2005) sozialversicherungsbeschäftigte Arbeitsstellen in Hanau bekannt.

Arbeitslosigkeit
Die Arbeitslosenzahlen werden für den Arbeitsamtsbezirk Hanau erhoben. Die Arbeitslosenquote lag im April 2008 mit 5,6 % unter dem Hessischen Durchschnitt, welcher 6,8 % betrug.

Behörden, Gerichte und Einrichtungen
Hanau ist unter anderem Sitz des Amtsgerichtes Hanau.
Gesundheitsvorsorge
In Hanau existiert neben dem städtischen Klinikum, welches ein akademisches Lehrkrankenhaus der Johann-Wolfgang-Goethe Universität in Frankfurt ist, ein Krankenhaus unter der Trägerschaft des katholischen Ordens der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul. Für die Altenpflege existieren in Hanau fünf Einrichtungen der unterschiedlichsten Träger.

Bildung
Im Schuljahr 2004/2005 wurden 19.113 Schüler in 868 verschiedenen Klassen der Hanauer Schulen unterrichtet. Der Ausländeranteil lag bei 22,9 Prozent. Die am häufigsten vorkommende Schulform ist die Grundschule mit 13 Einrichtungen. Sie sind in allen Stadtteilen, mit Ausnahme der beiden Stadtteile Hohe Tanne und Wilhelmsbad, vertreten.

In Hanau existieren insgesamt 15 Grundschulen. Die Grundschüler des Stadtteils Mittelbuchen besuchen gemeinsam mit den Kindern aus Wachenbuchen die Grundschule in Maintal-Wachenbuchen. An Haupt- und Realschulen existieren vier Schulen mit unterschiedlichen Bildungsschwerpunkten, zwei Gymnasien und zwei Gesamtschulen, darunter die Otto-Hahn-Schule, bilden die Grundlage für die höhere allgemeinbildende Schulform.

An beruflichen Schulen befinden sich in Hanau insgesamt sieben verschiedene Einrichtungen. Die Staatliche Zeichenakademie bietet unter anderem die Ausbildung zum Goldschmiedemeister an.

Insgesamt drei Förderschulen sind in Hanau vertreten. Das Bildungsangebot Hanaus runden eine Volkshochschule für die Erwachsenenbildung, eine Musikschule, eine Jugendkunstschule, eine Familienbildungsstätte, ein Jugenbildungswerk sowie das Umweltzentrum Kinzigaue ab.

Personen

Ehrenbürger

Rudi Völler beim Eintrag ins Stadtbuch
* Fritz Canthal (1848–1922), Unternehmer, Präsident der Industrie- und Handelskammer
* Charles Engelhard (1867–1950), Industrieller
* Heinrich Fischer (1895–1973), Oberbürgermeister und Staatsminister
* Eugen Gebeschus (1855–1936), Oberbürgermeister
* Wilhelm Carl Heraeus (1827–1904), Chemiker, Unternehmer
* Hans Martin (* 1930), Oberbürgermeister
* Johann Heinrich Nickel (1829–1908), Kaufmann, Abgeordneter
* Reinhard Scheer (1863–1928), Admiral
* Rudi Völler (* 1960), Fußballspieler



Im Jahre 1933 erhielt Adolf Hitler die Ehrenbürgerwürde von Hanau. Diese wurde ihm in der ersten Sitzung eines frei gewählten Stadtrates im Jahre 1946 wieder aberkannt.

Söhne und Töchter der Stadt
Denkmal der Brüder Grimm in Hanau

* Rosa Albach-Retty (1874–1980), Schauspielerin
* Louis Appia (1818–1898), Chirurg, Mitbegründer des Internationalen Komitee vom Roten Kreuz
* Angelo Barletta (* 1977), Fußballprofi
* Thomas Berthold (* 1964), ehemaliger Fußballprofi
* August Bischoff (1876–1965), Bildhauer
* Marietta Böning (* 1971), Autorin
* Daniyel Cimen (* 1985), Fußballprofi
* Adolf von Deines (1845–1911), deutscher General
* Gustav Adolf von Deines (1852–1914), deutscher General
* Bernhard Eberhard (1795–1860), Bürgermeister, später Oberbürgermeister 1828–1848, kurhessischer Innenminister 1848–1850
* Johannes Geibel (1776–1853), evangelisch-reformierter Theologe
* Johann Georg Geißelbrecht (1762–1826), bedeutender Puppenspieler seiner Zeit
* Jürgen Grasmück (1940–2007), Autor von Science-Fiction-Romanen
* Brüder Grimm, Jacob (1785–1863) und Wilhelm Grimm (1786–1859), Sprachwissenschaftler und Märchensammler
* Ludwig Emil Grimm (1790–1863), Maler, jüngerer Bruder der Sprachwissenschaftler Jacob und Wilhelm Grimm
* Georg (Ulrich) Handke (1894–1962), Politiker, Botschafter, Minister und Staatssekretär
* Ludwig Hassenpflug (1794–1862), hessischer Politiker, im Volksmund mit dem Spottnamen „Hessenfluch“ belegt
* Tayfur Havutçu (* 1970), ehemaliger Fußballprofi
* Peter Henning (* 1959), Journalist und Schriftsteller
* Wilhelm Carl Heraeus (1827–1904), Unternehmer
* Gerhard Himmel (* 1965), ehemaliger Ringer
* Paul Hindemith (1895–1963), Komponist
* Helfrich Bernhard Hundeshagen (1784–1858), deutscher Germanist und Künstler
* Johann Christian Hundeshagen (1783–1834), Forstwissenschaftler
* Johann Heinrich Kopp (1777–1858), Mediziner
* Maria Jäger-Jung, Professorin für alte Musik an der Hochschule für Musik in Frankfurt
* Alois Kottmann (* 1929), Professor für Violine an der Hochschule für Musik in Frankfurt (PDF)
* Simon Krätschmer (* 1979) Fernsehmoderator
* Heinrich Kreß (1902–1985), Landrat und Landtagsabgeordneter (CDU)
* Sigrid Landgraf (* 1959), Feldhockeyspielerin und Olympiateilnehmerin 1984
* Wilhelm Lepenau (1838–1901), Unternehmer
* Ernst Friedrich Georg Otto von der Malsburg (1786–1824), Schriftsteller und Dichter
* Mergim Mavraj (* 1986), Fußballprofi
* Gustav Neudecker, Professor für Horn an den Hochschulen für Musik in Detmold und Frankfurt
* Moritz Daniel Oppenheim (1800–1882), Maler
* Michael Paul (* 1961), Handballspieler
* Dominic Raacke (* 1958) Schauspieler (Tatort)
* Dirk Raufeisen (* 1966), Jazzpianist
* Karl Rehbein (1885–1956), Politiker und Gewerkschafter
* Klaus Reichert (* 1947), Fechter, Weltmeister und Olympiasieger
* Marco Russ (* 1985), Fußballprofi
* Reinhard von Scheffer-Boyadel (1851–1925), deutscher General
* Harald Schmid (* 1957), Leichtathlet
* Renate Schmidt (* 1943), SPD-Politikerin
* Elisabeth Schmitz (1893–1977) Persönlichkeit der Bekennenden Kirche.
* Franz Stassen (1869–1949), Künstler und Zeichner
* Franciscus Sylvius (1614–1672), Mediziner
* Tomy Temerson (* 1973), Zitherspieler
* Horst Julius Freiherr Treusch von Buttlar-Brandenfels (1885–1962), Luftschiffkommandant im Ersten Weltkrieg und Träger des Ordens Pour le Mérite.
* Ursula Thielemann (* 1960) Feldhockeyspielerin und Olympiateilnehmerin 1984
* Rudi Völler (* 1960), ehemaliger Fußballprofi/Teamchef der Deutschen Fußballnationalmannschaft


Auszeichnungen und Ehrenpreise
Paul-Hindemith-Preis
In Erinnerung an den Sohn der Stadt Paul Hindemith verleiht die Stadt Hanau seit 2000 den Paul-Hindemith-Preis der Stadt Hanau.

Brüder-Grimm-Preis
Zum Gedenken an die Brüder Grimm verleiht die Stadt seit 1983 den Brüder-Grimm-Preis der Stadt Hanau.

Sportvereine
Mitgliederstärkster Verein des Main-Kinzig-Kreises ist die Turngemeinde 1837 Hanau a. V.Frankfurter Rundschau vom 22. April 2009 .

Hanau ist außerdem Heimat des ältesten hessischen Fußballvereins, des 1. Hanauer FC 1893 e. V. und des TSV Hanau 1860.

Im gleichen Jahr wie der TSV Hanau 1860 wurde auch der TV Kesselstadt gegründet.

In Hanau gibt es auch ein American-Football-Team, die Hanau Hornets.

Der 1. Hanauer THC hat über 1200 aktive Mitglieder.

Des Weiteren existieren in Hanau drei traditionsreiche Rudervereine: Die Hanauer Rudergesellschaft 1879, der Hanauer Ruderclub Hassia, sowie der Ruderclub Möve Großauheim. In Hanau findet daher in regelmäßigen Abständen der Landesentscheid „Jugend trainiert für Olympia“ im Rudern statt.

Siehe auch
* Geschichte der Stadt Hanau
* Hanauerland, die Region um Kehl am Rhein, gegenüber von Straßburg in Mittel-Baden
* Herren und Grafen von Hanau


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