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Haapsalu

Estland, Haapsalu
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Hapsal: Blick von der Bischofsburg, Juli 2006
Säule zum Gedenken an Carl Abraham Hunnius
"Haapsalu" (deutsch und schwedisch "Hapsal") ist eine Stadt in Estland.

Haapsalu liegt an der Westküste von Estland und ist ähnlich wie Pärnu ein warmer Kurort.
Wegen ihrer vielen Wasserläufe wird die Stadt in Estland auch das „Venedig des Nordens“ oder „Venedig an der Ostsee“ genannt.









Geschichte
Burgschloss der Bischöfe von Ösel-Wiek
Die Stadt wurde zwischen 1260 und 1270 gegründet. Sie geht auf den hier gegründeten Bischofssitz der Diözese Ösel-Wiek (Saare-Lääne) zurück. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1279 als Hapsal für 300 Jahre zu deren Zentrum wurde. Die beeindruckende auf einer künstlichen Anhöhe liegende Bischofsburg, die von einer 803 m langen Mauer umgeben ist und als Ruine erhalten ist, erinnert noch heute an diese Zeit.

Als der Bischofssitz nach Arensburg (estnisch Kuressaare) wechselte, verlor die Stadt mehr und mehr an Bedeutung. Diese Entwicklung endete erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Der deutschbaltische Arzt Carl Abraham Hunnius entdeckte damals die heilende Wirkung des Schlamms von Haapsalu, gründete 1825 ein erstes Sanatorium und etablierte die Stadt schnell als mondänen Kurort. Es wurden Seebäderhäuser und Schlammheilstätten gebaut. Schon die russische Zarenfamilie der Romanows schätzte diesen Kurort, der früher wie heute besonders im Sommer viele estnische und internationale Besucher anzieht.

Pjotr Iljitsch Tschaikowski soll seine 6. Sinfonie in seinem Sommerhaus in Haapsalu geschrieben haben.

In Haapsalu werden die dort produzierten leichten Wollschals als Andenken verkauft.



Einwohnerentwicklung


Politik

Der städtische Gemeinderat wurde am 16. Oktober 2005 auf vier Jahre gewählt und besteht aus 21 Mitgliedern. Vorsitzender ist Arder Väli.
Bürgermeisterin der Stadt ist Ingrid Danilov.


Städtepartnerschaften
* Loviisa, Finnland
* Rendsburg, Deutschland (1989)
* Almere, Niederlande
* Eskilstuna, Schweden
* Fundão, Portugal
* Greve in Chianti, Italien
* Haninge, Schweden
* Hanko, finnland
* Uman, Ukraine
* Weymouth, Großbritannien
* Borowitschi, Russland

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bank zum Gedenken an P. I. Tschaikowski
Kurhaus von Haapsalu
Eisenbahnmuseum: Sowjetische Dampflok L-1646 der SŽD-Baureihe Л, Baujahr 1951; Juli 2006
Burg Hapsal (1889)
Die Hauptsehenswürdigkeiten sind das Bischofsschloss, die Promenade ("Promenaad") auf der schon Künstler wie Pjotr Iljitsch Tschaikowski und der Maler Nikolai Roerich flanierten, und der Kursaal ("Kuursaal", gebaut 1898).

Das kulturelle Leben erwacht in Haapsalu im Sommer. Dann finden mehrere Festivals in dem Küstenstädtchen statt.





Bauwerke und Eisenbahn


Haapsalu ist reich an Jugendstil-Villen, die nach und nach restauriert werden.
Das wahrscheinlich älteste, heute noch erhaltene Denkmal für Friedrich Schiller steht seit 1957 im "Läänemaa Muuseum" von Haapsalu. Es war 1813 auf der nahegelegenen Halbinsel Pucht von Dorothea Augusta von Rosen (1781–1826), einer Bekannten von Schillers Frau, errichtet worden.

Außerdem hat Hapsal den Bahnhof mit dem (zur Zeit seiner Entstehung) mit 214 m längsten überdachten Bahnsteig Europas. Der Bahnhof, 1907 erbaut vom St. Petersburger Architekten Verheim, ist heute nur noch ein Baudenkmal und Museum. Er bildet den Endpunkt der 1905 eröffneten Bahnlinie von Keila nahe der Hauptstadt Tallinn nach Haapsalu. Das Eisenbahnprojekt spiegelte, mit Unterstützung des Zaren, die Bedeutung des damaligen Haapsalu als Kurort. Nach der wieder erlangten Unabhängigkeit Estlands 1991 wurde der Tourismus in dem Ostseestädtchen zwar wieder groß geschrieben, nicht mehr jedoch die Eisenbahnanbindung. Der Streckenabschnitt Riisipere-Haapsalu wurde 1995 für den Personenverkehr unter Protesten aus der Bevölkerung geschlossen und 2004 demontiert. Auf den im Bahnhofsareal verbliebenen Gleisen stehen nur noch die Überreste einiger Lokomotiven und Waggons, und in einem Teil des Bahnhofes ist ein Eisenbahnmuseum untergebracht.

Vom Eisenbahnmuseum startet ein ca. 50 km langer Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse nach Riisipere, wo Bahnanschluss nach Tallinn besteht. Eine touristische Investition der EU, die die lange Strecke zwischen Tallinn und Haapsalu für Radtouristen besser erschließt.

Legende von der „Weißen Dame“
Der Legende nach verliebte sich einst der Domherr der in Haapsalu bis heute existierenden Domkirche in ein estnisches Mädchen und hat diese als Chorjungen verkleidet in das Schloss hineingeführt. Als man es entdeckte, wurde das Mädchen lebendig in die Kapellenmauer eingemauert. Seit Jahrhunderten erscheint dort im mittleren Fenster in den Vollmondnächten der Auguste ein greller Schatten, der Ähnlichkeit mit den Umrissen einer Frauenfigur hat. Jährlich findet zu diesem Zeitpunkt das Festival "Zeit der Weißen Dame" ("Valge daami aeg") statt.




Regelmäßige Veranstaltungen
* Festival für Alte Musik
* Geigenfestival "Viiulimängud"
* Pjotr-Tschaikowski-Musik-Festival
* August Blues Festival "(Augustibluus)"
* "Valge daami aeg"










Persönlichkeiten


Söhne und Töchter der Stadt

* Friedrich von Löwis of Menar (1767–1824), Russisch-Kaiserlicher Generalleutnant, Landmarschall von Livland
* Gustav Adolph Oldekop (1755–1838), estnischer Lyriker
* Paul von Prittwitz (1791–1856), kaiserlich-russischer Generalleutnant und Senator
* Fürst Alexander Gortschakow (1798–1883), russischer Diplomat, Außenminister und Kanzler
* Ferdinand Wiedemann (1805–1887), deutschbaltischer Sprachforscher
* Fred von Hoerschelmann (1901–1976), deutschbaltischer Hörspielautor
* Ilon Wikland (* 1930), in Tartu geboren, nach Schweden ausgewandert, Kinderbuchillustrator
* Andres Põder (* 1949), lutherischer Theologe, Erzbischof von Tallinn
* Urve Palo (* 1972), Politikerin
* Eda-Ines Etti (* 1981), estnische Sängerin




Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 23.11.2017 02:49 von den Wikipedia-Autoren.
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