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Hier steht die Wiege der Demokratie

Europa
Von Theo Kurtz   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Griechenland zieht jedes Jahr Millionen von Touristen an
Nein, die Wiege der Menschheit sucht man in Griechenland vergeblich. Dennoch mischen die Hellenen im Kinderbett-Ranking ganz vorne mit. Das Land der Philosophen, Dichter und Götter gilt als Keimzelle Europas und der Demokratie. Und dorthin strömen Jahr für Jahr Millionen von Besuchern.
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 Das lässt die Kassen klingeln: Heute stammt bereits jeder zehnte Staatshaushalts-Euro aus der Touristikbranche.
Griechenland gilt als Top-Urlaubsdestination der alten Welt. Kunst- und Kulturfreunde erkunden die steinernen Überbleibsel der Antike. Touristen, die Bauch und Beine in die Sonne halten wollen, genießen die Wärme, das kristallklare Wasser und die endlos langen, feindsandigen Strände. Davon hat Griechenland übrigens genug. Obwohl flächenmäßig nicht einmal doppelt so groß wie Bayern, wartet das elf Millionen Einwohner zählende Land mit einer Küstenlänge von mehr als 13600 Kilometern auf. Das ist auch dem Inselreichtum geschuldet. Mehr als 3000 Inseln, von denen gerade mal 87 bewohnt sind, gehören heute zum Staatsgebiet der Elliniki Dimokratia, oder der Hellinischen Republik, wie das Land von Homer, Sokrates und Pythagoras offiziell heißt. Griechenland ist nicht gerade ein geografischer Riese, dennoch sind die inländischen Entfernungen beträchtlich: Wer auf der Insel Othoni bei Korfu wohnt und sich auf die Socken zu Bekannten oder Verwandten auf dem in der südlichen Ägäis gelegenen Mini-Eiland Kastelorizo machen möchte, muss immerhin knapp 1000 Kilometer zurücklegen.
78 Prozent der Fläche Griechenlands besteht aus Bergen.
Und wer sich jetzt die grauen Gehirnzellen zermartert, um eine grundlegende Gemeinsamkeit zwischen Österreich und Griechenland ausfindig zu machen, der braucht bloß die Reliefkarten beider Staaten zu vergleichen. Hellas ist, ebenso wie sie rot-weiß-rote Alpenrepublik, ein Gebirgsland. Fast 78 Prozent der rund 132000 Quadratkilometer Staatsfläche sind Berge. Mächtige Höhenzüge wie das Pindos-Gebirge oder das Olymp-Ossa-Pilion-Massiv durchziehen das Festland. Die Berge ragen bis an die 3000 Meter in den Himmel. Griechenland ist ein Land der klimatischen Gegensätze. Während die Brettlfans auf dem 2500 hohen Parnassos die Pisten hinabwedeln, stürzen sich die Wasserratten zeitgleich auf den südlichen Ägäisinseln in die noch immer warmen Fluten.
Griechenland besticht durch seine Natur – und natürlich durch sein Klima. Die Winter sind feucht-mild, die Sommer trocken und heiß. Nicht selten streichelt im Juli oder August die Quecksilbersäule schon mal die 40 Grad-Marke. Wen wundert’s, dass sich immer häufiger „verfrorene“ Mitteleuropäer, darunter etwa 12000 Deutsche, bei den Hellenen häuslich niederlassen.
Politisch gegliedert ist das moderne Griechenland dessen Wurzeln bis ins das 2. Jahrhundert vor Christus zurückreichen, in 51 Präfekturen, die wiederum in 13 Verwaltungsbezirken zusammengefasst sind. Das Land zählt heute acht Großstädte mit mehr als 100000 Einwohnern. 42 Prozent der Griechen leben alleine in den beiden Metropolregionen Athen und Thessaloniki.

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