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Gdynia
Polen, Gdynia
Cutty Sark Tall Ships" Races 2003: Schiffe Stad Amsterdam, Dar Młodzieży, Dar Pomorza
Gedenkfeier Beginn des 2. Weltkrieges
Denkmal Skwer Kosciuszki
"Gdynia" (deutsch "Gdingen", "Gotenhafen" (1939–1945), kaschubisch "Gdiniô"), ist eine polnische Hafenstadt in der Danziger Bucht (Ostsee), die zusammen mit Danzig und Sopot (dt. "Zoppot") die Wirtschaftsregion "Dreistadt" bildet. Die zweitgrößte Stadt der Wojewodschaft Pommern wurde während des Zweiten Weltkrieges aufgrund des bedeutenden deutschen Marinestützpunkts durch Bombenangriffe der Alliierten erheblich zerstört.
Geschichte
Seit der ersten urkundlichen Erwähnung 1253 bis in das beginnende 20. Jahrhundert hinein war Gdingen ein Dorf, das im Wesentlichen vom Fischfang lebte.
Gdingen gehörte zwischen 1309 und 1466 zum Deutschen Orden, danach wieder zu Polen. Mit der ersten polnischen Teilung 1772 fiel es an Preußen und wurde nach dem Ende des Ersten Weltkrieges Polen im Jahre 1920 zugesprochen.
Die nach dem Ersten Weltkrieg in den Versailler Verträgen vereinbarte Abtretung westpreußischer Gebiete an Polen schloss Gdingen mit ein; so wurde es schließlich in Gdynia umbenannt. Unter polnischer Verwaltung kam es zu einer einschneidenden Umstrukturierung. Dies war bedingt durch den mit dem Polnischen Korridor entstandenen Zugang Polens zur Ostsee und die daraus sich ergebende Möglichkeit, einen polnischen Großhafen anzulegen.
1926 erhielt Gdynia das Stadtrecht. Zwischen 1926 und 1938 wuchs die Bevölkerung im Zuge des Ausbaus zum polnischen „Tor zur Welt“ von wenigen Tausenden auf über 100.000 Menschen.
Dabei errichtete die polnische Regierung einen Militärhafen; privatwirtschaftliche Investoren ließen parallel dazu einen Handelshafen entstehen. Die Mehrzahl der zugewanderten Menschen war polnischen und insbesondere kaschubischen Ursprungs.
Im Zweiten Weltkrieg wurde Gdynia von deutschen Truppen besetzt und annektiert. Die Stadt erhielt den Namen "Gotenhafen". Die Namensgebung war eine Neuschöpfung und sollte an das ehemalige Siedlungsgebiet der Goten im Bereich der Weichsel erinnern. Die inzwischen mehrheitlich polnische Bevölkerung der Stadt sollte zwangsweise umgesiedelt und durch Deutsche ersetzt werden. Zwischen ca. 9. und 25. Oktober 1939 wurden rund 38.000 polnischsprachige Einwohner der Stadt zwangsumgesiedelt – nach Posen und Umgebung im Wartheland, nach Kielce und Warschau. Dort wurden die Umsiedler in vorläufigen Holzhäusern provisorisch untergebracht. In der Stadt selbst sollten Volksdeutsche aus dem Baltikum sowie Westpreußen angesiedelt werden. Der Hafen wurde von der Kriegsmarine genutzt und in der Nähe betrieb die Luftwaffe von 1942 bis 1945 die Torpedotestanlage Hexengrund. Im Jahre 1941 wurde als Zweigbetrieb der Deutschen Werke Kiel eine Werft in Gotenhafen eröffnet.
Im Zuge der Flucht der deutschen Zivilbevölkerung aus Ostpreußen und anderen Regionen am Ende des Zweiten Weltkriegs war Gotenhafen dann einer der wichtigsten Evakuierungshäfen, von dem aus Schiffe wie die "Wilhelm Gustloff" oder die "Goya" in den Westen fuhren. Im Jahre 1945, nach der Schlacht um Ostpommern, wurde die Stadt als "Gdynia" wieder Teil Polens.
Im Dezember 1999 zerstörte der Orkan „Lothar“ in Gdingen einen ca. 100 Meter hohen Werftkran mit 900 Tonnen Tragfähigkeit, indem er ihn ins Hafenbecken blies. http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?p=20126430#post20126430
Heute ist Gdynia eine moderne polnische Hafenstadt mit einem regen Kulturleben, unter anderem dem alljährlichen polnischen Filmfestival und dem Open"er Festival, einem großen Rockfestival mit über 50.000 Besuchern jährlich.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
* Manfred Eisele (*1938), General der Bundeswehr
* Gunnar Heinsohn (* 1943), deutscher Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaftler
* Jörg Berger (* 1944), deutscher Fußballspieler und -trainer
* Klaus Hurrelmann (* 1944), deutscher Sozial- und Gesundheitswissenschaftler
* Karolina Gumos, Opernsängerin an der Komischen Oper Berlin
* Marcin Mięciel (* 1975), polnischer Fußballspieler
* Michael Klim (* 1977), australischer Schwimmer
* Magdalena Brzeska (* 1978), polnisch-deutsche Turnerin
* Stefan Liv (* 1980), schwedischer Eishockeytorwart
* Monika Pyrek (* 1980), polnische Stabhochspringerin
* Anna Rogowska (* 1981), polnische Leichtathletin
* Ryszard Krauze (* 1956), polnischer Unternehmer
Mit Gdynia verbundene Personen
* Kazimierz Ostrowski (* 1917 Berlin; † 1999 Gdynia), polnischer Maler
Stadtteile
Verweise
Siehe auch
*Nacht fiel über Gotenhafen (Film)
*Die Gustloff (Film)
=
Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 19.06.2013 14:39 von den Wikipedia-Autoren.
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