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Ganz schön harte Nuss

Europa
06.11.2011
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Baby-Gerüchte in London
Prinz William und die damalige Kate Middleton waren noch nicht verheiratet, da gab es schon erste Gerüchte, sie könne schwanger sein. Auch seit der prunkvollen Zeremonie in der Westminster Abbey tauchen regelmäßig Spekulationen über ein «Royal Baby» auf.
Galerie
London (dpa) - Eigentlich wollten Prinz William und seine Frau Catherine mit ihrem jüngsten Kurzbesuch in Kopenhagen auf die Hungerkrise am Horn von Afrika aufmerksam machen. Kameratauglich packten der Herzog und die Herzogin von Cambridge gemeinsam mit dem nicht minder schicken dänischen Prinzenpaar Frederik und Mary Kisten für die Ostafrika-Hilfe. Doch dann stürzten sich die Reporter auf einen ganz anderen Aspekt: Kate wollte - anders als die anderen drei - die Erdnussbutter aus den Hilfspaketen nicht probieren.
Beim Besuch einer UNICEF-Einrichtung wollte Kate die Erdnusscreme nicht kosten: Nüsse sind für werdende Mütter bekanntermaßen nicht gut.

Eine Nussallergie der Herzogin ist nicht bekannt - aber wird Schwangeren nicht geraten, auf Erdnüsse zu verzichten, damit der Nachwuchs keine Allergie bekommt? Auf Fotos des Termins ist die schlanke Kate in einem eng sitzenden Mantel zu sehen - mit beiden Händen auf dem Bauch. Und hatte die 29-Jährige neulich bei einem Termin nicht auf den Champagner verzichtet?

Noch ein Indiz für die Klatschreporter: Erst vor kurzem hat Premier David Cameron eine historische Änderung im jahrhundertealten britischen Thronfolge-Recht bekanntgegeben. Jetzt dürfen auch erstgeborene Töchter Königin werden, selbst wenn sie jüngere Brüder haben. «Kate, was verheimlichst Du uns?» - so oder ähnlich titelten britische und US-Boulevardzeitungen dann auch gegen Ende der Woche.

Sowohl Queen Elizabeth II. als auch Prinzessin Diana seien innerhalb eines Jahres nach ihrer Hochzeit Mütter geworden, bemerken die Reporter spitz - üblicherweise voll des Lobs ob des eleganten und gleichwohl sympathischen Auftretens des jungen Paares.
Im April haben sich William und Kate Ja-Wort gegeben.

Lautstark dementieren können die Hof-Pressesprecher die Berichte nicht, wollen sie sich im Fall einer tatsächlichen Schwangerschaft wohl nicht ihres Handlungsspielraums berauben - wird solch ein Ereignis doch üblicherweise nicht vor dem vierten Monat bekanntgegeben.

Und so behalf sich die königliche Pressestelle am Wochenende mit einer anderen Nachricht, um die Gerüchte zu zerstreuen - oder auch nicht: William (29) und Kate würden in eine geräumige - für eine Großfamilie geeignete - Wohnung im Kensington Palast einziehen, in dem William mit seinen Eltern Charles und Diana sowie dem jüngeren Bruder Harry aufgewachsen war. Das Manko: Das Appartement muss wegen Asbest renoviert werden. Frühester Einzugstermin sei Mitte 2013, hieß es. Bis dahin werde das Paar ja dann vielleicht einen künftigen Thronfolger haben, schlussfolgerte der in royalen Angelegenheiten stets ergebene Sender BBC vorsichtig. Und dass sich Kate und William, der Zweite in der britischen Thronfolge, Kinder wünschen, haben sie schon zu ihrer Hochzeit öffentlich verkündet.

Ein - möglicherweise lancierter - Artikel im Klatschmagazin «The People» zerstreute aber die Hoffnungen der Königshausfans. Die Zeitschrift wusste zu berichten, dass William und Kate Nachwuchs auf die Zeit nach dem 60. Thronjubiläum der Queen im Juni nächsten Jahres verschoben hätten. «Kate und William können es nicht erwarten, eine Familie zu gründen», zitiert das Magazin einen namentlich nicht genannten «Insider». «Aber das letzte, was sie wollen, ist, der Queen die Schau zu stehlen.»

 

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