Skiurlaub- günstig mit FeWo-direkt


Center Parcs - der Familienkurzurlaub im Internet!


Hotelsuche in 
 

(Feiertagszusammenfassung 1500 - Gesamtzusammenfassung mit deutschen Bischöfen, 3. Abs.) Papst ruft zu Mitgefühl mit Migranten auf und beklagt «Kri

Israel
26.12.2017
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Franziskus hat eine klare Weihnachtsbotschaft: Die Menschen sollen Verfolgten und Vertriebenen die Türen und Herzen weit öffnen. Vor allem Kinder litten unter Krieg und Gewalt. Zur Krise um Jerusalem findet der Pontifex klare Worte.

Rom (dpa) - Papst Franziskus hat in seiner Weihnachtsbotschaft «Kriegsstürme» in der Welt beklagt und mehr Mitgefühl mit Migranten angemahnt. Er erinnerte an die vielen Menschen, die wie in der Weihnachtsgeschichte Maria und Joseph vor Krieg und Verfolgung auf der Flucht seien. Jeder müsste sich dafür einsetzen, «unsere Welt menschlicher und würdiger für die Kinder von heute und morgen zu gestalten», sagte der Pontifex am ersten Weihnachtsfeiertag auf dem Petersplatz in Rom. Insbesondere rief er zum Frieden für Jerusalem, Syrien, Irak, Jemen und in Korea, Venezuela und Südsudan auf.

Anschließend spendete das Katholiken-Oberhaupt vor etwa 50 000 Gläubigen von der Loggia des Petersdoms aus den traditionellen «Urbi et Orbi»-Segen. An Weihnachten feiern Christen weltweit die Geburt Jesu vor mehr als 2000 Jahren.

Die deutschen Bischöfe riefen an Weihnachten zu mehr Zusammenhalt auf, prangerten die wachsende Fremdenfeindlichkeit an und ermunterten die Menschen zu Gottvertrauen in schwierigen Zeiten. Der katholische Kardinal Rainer Woelki kritisierte Immobilienspekulanten scharf und verlangte mehr bezahlbaren Wohnraum. «Mehr und mehr Menschen können sich Wohnen in unserem an sich wohlhabenden Land nicht mehr leisten, weil Wohnungen nicht selten ausschließlich zu Renditeobjekten geworden sind, und so preiswerter, bezahlbarer Wohnraum fehlt», sagte der Woelki in seiner Weihnachtspredigt im Kölner Dom. «Das ist zynisch, im letzten sogar menschenverachtend!»

Papst Franziskus betonte in Rom: «Wir erblicken Jesus in den vielen Kindern, die gezwungen sind, ihre Länder zu verlassen, alleine unter unmenschlichen Bedingungen zu reisen und so zur einfachen Beute der Menschenhändler werden.» In ihren Augen sehe man das Drama vieler Zwangsmigranten, die sogar ihr Leben riskierten, um kräftezehrende Reisen auf sich zu nehmen, die zuweilen in Tragödien enden. «Unser Herz möge nicht verschlossen sein, wie es die Häuser von Betlehem waren.» Ein «inzwischen überholtes Entwicklungskonzept» führe «zum Niedergang des Menschen, des Sozialgefüges und der Umwelt».

Franziskus nahm auch direkt auf die Jerusalem-Krise Bezug und warnte vor einer weiteren Zuspitzung des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern. «Wir beten, dass sich bei den Kontrahenten der Wille durchsetze, den Dialog wieder aufzunehmen, und dass man endlich zu einer Verhandlungslösung gelange, die innerhalb von miteinander vereinbarten und international anerkannten Grenzen eine friedliche Koexistenz zweier Staaten ermöglicht», sagte der Argentinier.

US-Präsident Donald Trump hatte Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt. Der Schritt löste internationale Kritik aus und führte zu Unruhen. Die UN-Vollversammlung stimmte in einer nicht bindenden Resolution mit großer Mehrheit gegen eine solche Anerkennung.

Franziskus setzt sich seit Beginn seiner Amtszeit besonders für Flüchtlinge und Ausgegrenzte ein. Damit hat er sich auch unter Katholiken nicht nur Freunde gemacht.

Bei der Christmette an Heiligabend nahm Franziskus das Thema Migration erneut auf. Dabei diente ihm die Weihnachtsgeschichte als Bild für die heutige Zeit: Maria und Joseph hätten bei ihrer Ankunft in Bethlehem die Erfahrung machen müssen, dass «sie dort niemand erwartete, dass dort kein Platz für sie war».

«Wir sehen die Spuren von Millionen Menschen, die nicht freiwillig gehen, sondern gezwungen sind, sich von ihren Lieben zu trennen, weil sie aus ihrem Land vertrieben werden», fuhr der Papst fort. Oft sei es ein Aufbruch mit dem Namen: Überleben. «Die aktuellen Nachfolger des Herodes zu überleben, die zur Durchsetzung ihrer Macht und zur Mehrung ihrer Reichtümer nicht davor zurückschrecken, unschuldiges Blut zu vergießen.» Weihnachten sei die Zeit, «die Kraft der Angst in eine Kraft der Liebe zu verwandeln, in eine Kraft für eine neue Auffassung von Nächstenliebe».

Am 24. Dezember feierten auch Tausende Christen aus aller Welt im Heiligen Land Weihnachten. In Bethlehem im palästinensischen Westjordanland traf am Nachmittag die Weihnachtsprozession ein. Das Oberhaupt der katholischen Kirche im Heiligen Land, Pierbattista Pizzaballa, führte die traditionelle Prozession aus Jerusalem an. Er zelebrierte auch die Mitternachtsmesse in der St. Katharinenkirche neben der Geburtskirche in Bethlehem. Sie steht an der Stelle, die als Geburtsort Jesu verehrt wird.

Im Beisein von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas ging auch er auf den Jerusalem-Konflikt ein. Jerusalem sei eine Stadt des Friedens, aber es herrsche kein Frieden, wenn jemand ausgeschlossen werde, sagte Pizzaballa. «Die Mutter, Jerusalem ist unsere Mutter, liebt alle ihre Kinder. Wenn eins fehlt, findet die Mutter keinen Frieden.»

 

Kommentare zu diesem Artikel
 
Neuer Kommentar
Name *
Email * (wird nicht öffentlich angezeigt)
Kommentar
* Pflichtangaben
 
Diesen Artikel empfehlen

Absender Empfänger Nachricht (optional)
Name
E-Mail

Name
E-Mail
   
 
 
Tipps der Redaktion aus dem Nachrichtenportal
 
NACHRICHTEN
Brüssel (dpa) - Als Reaktion auf die pro-israelische Politik von US-Präsident Donald Trump wird in der EU der Start von Verhandlungen über ein neues Partnerschaftsabkommen mit den Palästinensern erwogen. Nach Angaben aus Diplomatenkreisen soll
Berlin (dpa) - Unions-Fraktionschef Volker Kauder hat einen entschlossenen Kampf gegen jede Form des Antisemitismus in Deutschland gefordert. «Wir dürfen es nicht zulassen, dass sich Hass und Gewalt gegen unsere jüdischen Mitbürger ausweiten»,
Sofia (dpa) - Fünfeinhalb Jahre nach dem tödlichen Anschlag auf eine israelische Reisegruppe hat in Bulgarien ein Prozess gegen mutmaßliche Helfer des Selbstmordattentäters begonnen. Ein Australier und ein Kanadier libanesischer Herkunft wurden
Rom (dpa) - Ihre mehr als 350 Jahre alte Geige ist auf einem Flug von Rio über Rom nach Tel Aviv zu Bruch gegangen - darüber empört sich Musikerin Myrna Herzog (66) nun öffentlich. Sie macht Mitarbeiter der italienischen Airline Alitalia dafür
Sopron (dpa) - Die Ungarin Elza Brandeisz, die in der Zeit des Nationalsozialismus mehreren Juden das Leben gerettet hatte, ist im Alter von 110 Jahren in ihrer westungarischen Heimatstadt Sopron gestorben. Dies berichtete das lokale Portal
Jerusalem (dpa) - Israel hat einer Vereinbarung mit der Europäischen Union zugestimmt, obwohl diese israelische Siedlungen in den besetzten Gebieten ausschließt. Das Abkommen «Grenzübergreifende Mittelmeer-Kooperation» (ENI CBC Med) fördert
 
Tipps der Redaktion aus dem Reiseportal
 
REISEPORTAL
Die älteste Quelle für das Wort „Israel" ist die ägyptische Merenptah-Stele (heute im Ägyptischen Museum in Kairo). Sie beschreibt einen Feldzug gegen ein Volk Israel im Lande Kanaan und wird auf das Jahr 1211 v. Chr. datiert. Die
"Hura" (, ) ist ein beduinisches Dorf im Südbezirk Israels. Es liegt 15 km nordöstlich von Beerscheba in der Nähe von Meitar.HuraDas Dorf wurde 1989 gegründet und 1996 zum Lokalverband erhoben. Im Jahr 2000 fanden die ersten Wahlen zum
__NOTOC__"Jawne" (, arabisch , "Yibnah") ist eine Stadt in Israel, knapp 30 Kilometer südlich von Tel Aviv. GeschichteAntikeDie Geschichte des Ortes reicht weit zurück. Das historische Jawne hat seine Wurzeln in kanaanäischer Zeit (ca.
"Migdal haEmek" (hebr. , arabisch ; „Turm des Tales“) ist eine Stadt im Nordbezirk Israels mit 24.700 Einwohnern (2005). Sie liegt wenige Kilometer südwestlich von Nazaret. Migdal haEmek wurde nach der Gründung des Staates Israel als
"Sderot" oder , (, auf Deutsch „Boulevard“, arabisch ) ist eine Stadt im südlichen Israel. Sie liegt im Westteil der Negev-Wüste unweit des nördlichen Gazastreifens.Allgemeine InformationenSderot hat knapp 19.300 Einwohner (2007), etwa vierzig
"Lod" (; / "al-Ludd") ist eine Stadt in Israel. Sie liegt im Zentralbezirk etwa 20 Kilometer östlich von Tel Aviv am Fluss Ajalon. Bis 1948 hatte die Stadt den Namen "Lydda". 2007 hatte Lod knapp 67.000 Einwohner.Geschichte und BedeutungLod war
Wetter

Tel Aviv-Jaffa


(22.01.2018 11:07)

14 / 18 °C


23.01.2018
13 / 15 °C
24.01.2018
12 / 15 °C
powered by wetter.com
Börsenberichte

Agenda - The Week Ahea ...
Agenda - The Week Ahea ...

UN Security Council Se ...
Iraq To Sign Deal With ...

...
...

Wer nachahmt, macht si ...
Schweiz des Balkans ...

Goldene Stadt an der M ...
Polyphone Power aus Fr ...

banner

banner

banner

banner

© europe online publishing house GmbH, Weiden, Germany, info@europeonline-magazine.eu | Impressum