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Eschen (Liechtenstein)

Liechtenstein, Eschen
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"Eschen" ist Hauptort des Liechtensteiner Unterlandes am Südfuss und am Hang des Eschnerbergs. Zur Gemeinde Eschen zählt auch der Weiler Nendeln mit eigener Poststelle.
Eschen-Nendeln ist industriell geprägt und mit einer Fläche von 10,33 km² und einer Einwohnerzahl von 4"141 die grösste Gemeinde des Liechtensteiner Unterlandes. Der Ortsteil Eschen zählt 2"706 und der Ortsteil Nendeln 1"381 Einwohner. Angrenzende Gemeinden sind: Gamprin, Schellenberg, Mauren, Frastanz in Österreich, Planken, Schaan, Vaduz (Teilstück "Riet") sowie, getrennt durch den Rhein Buchs SG und Sennwald-Haag in der Schweiz.

Geschichte
"Eschen:"
Eschen wird im churrätischen Reichsguturbar von 842 erstmals urkundlich in der Form von «Essane» erwähnt. Dieser Name ist vermutlich auf das keltische «esca» das heisst «am Wasser gelegen» zurückzuführen. Auf dem Gemeindegebiet von Eschen liegen die prähistorischen Siedlungsgebiete Malanser und Schneller.

Ein eigens angelegter «Historischer Höhenweg Eschnerberg» bietet dem Wanderer viele Möglichkeiten und zeigt dem historisch Interessierten gleichzeitig das Bild einer wechselvollen Geschichte. Die ältesten Hinweise auf menschliche Besiedlung, die wir zur Zeit aus dem Gebiet des heutigen Fürstentums Liechtenstein kennen, stammen von den Hügelkuppen Malanser, Lutzengüetle und Borscht auf dem Eschnerberg. Sie datieren in die Zeit um 4.700 bis 4.000 v. Chr. Als Hinterlassenschaft der damaligen Siedler wurden bei Grabungen Knochen- und Steingeräte, Keramikscherben und Spuren von Gebäuden dokumentiert.

"Nendeln:"
In schriftlichen Belegen vom 14. bis zum 18. Jahrhundert ist nicht der Begriff «Nendeln», sondern der Terminus «Nendlen» anzutreffen (vgl. die Dialektform «Nendla»); in schriftlichen Belegen aus dem 15. und 16. Jahrhundert ausserdem die Form «Endlen» oder «Änndlen». Zum Ursprung des Ortsnamens «Nendeln» liegen keine gesicherten Erkenntnisse vor. Von den meisten Sprachforschern wird der Ortsname «Nendeln» im Zusammenhang mit dem keltischen «Nantu» gesehen: «Nantiolon» (Talfeld) oder «Nantuialo» (Tallichtung). Wenig wahrscheinlich ist die Herkunft vom germanischen Personennamen «Nandilo». Neuere Erkenntnisse seitens der Germanisten oder Keltologen liegen nicht vor.


appen und Flagg
Das "Wappen" von Eschen wurde 16. April 1942 verliehen. Es zeigt eine silberne Taube mit einem blutigen Holzspan im Schnabel oben im blauen Schild und unten das silberne Wellenband der Esche.
:Die silberne Taube mit dem blutigen Holzspan ist dem Wappen des Klosters Pfäfers entnommen, das mit der Gründungslegende dieses Klosters zu tun hat. Das Kloster Pfäfers hatte bis zu seiner Aufhebung (1838) die Pfarrpfrund Eschen inne.

Die "Flagge" der Gemeinde Eschen-Nendeln ist blau, in der Mitte geteilt durch das Silberband der Esche.

Politik
Gemeindevorsteher ist Gregor Ott (FBP) (seit 1999). Der Gemeinderat zählt 10 Sitze: 4 FBP, 5 VU, 1 FL.

Sehenswürdigkeiten
* Die Heilig-Kreuz-Kapelle auf dem ehemaligen Richt- und Versammlungsplatz Rofenberg stammt wahrscheinlich aus dem frühen 16. Jahrhundert.
* Die neugotische Pfarrkirche St. Martin wurde 1894 an Stelle einer frühmittelalterlichen, 1438 erweiterten Kirche errichtet
* Das Pfrundhaus neben der Pfarrkirche stammt aus dem 14. Jahrhundert und erinnert an die lange Zugehörigkeit zum Kloster Pfäfers.
* Die Mühle, bis 1911 Torkel und dann zu einer Mühle umgebaut, war bis vor wenigen Jahren in Betrieb.

Wirtschaft
In Eschen haben unter anderem die Firmen NOVODENT und ThyssenKrupp Presta ihren Stammsitz.

Persönlichkeiten
* Gerard Batliner (1928–2008), Politiker und Rechtsanwalt, Liechtensteiner Regierungschef 1962–1970

inzelnachweis


eblink
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Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 18.12.2017 17:46 von den Wikipedia-Autoren.
Fakten
 

 

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