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Erzurum

Türkei, Erzurum
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"Erzurum" (armenisch "Arzen", kurdisch "Erzirom") ist mit zirka 361.000 Einwohnern die größte Stadt Ostanatoliens (Türkei), Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Erzurum. Sie liegt etwa 190 km östlich von Erzincan und 1300 km östlich von Istanbul auf einem Hochplateau 1950 Meter über dem Meer.

Geschichte

Blick auf Erzurum von der Burg. Links die Doppelminarett-Medrese
Die Umgebung von Erzurum gehörte in urartäischer Zeit vermutlich zu Diaueḫe Kemalettin Köroğlu, The Northern Border of the Urartian Kingdom. In: Altan Çilingiroğlu/G. Darbyshire (Hrsg.), Anatolian Iron Ages 5, Proceedings of the 5th Anatolian Iron Ages Colloquium Van, 6.-10. August 2001. British Institute of Archaeology at Ankara Monograph 3 (Ankara 2005) 101.

Eine erste Siedlung namens Karin an der heutigen Stelle ist seit der Zeit der Artaxiden belegt. Am Anfang des 5. Jh bauten die Byzantiner unter Kaiser Theodosius II. die Stadt zu einer Festung aus und gaben ihr den Namen "Theodosiopolis". Theodosiopolis nahm eine wichtige Stellung an der östlichen Grenze des byzantinischen Reiches ein. Während des persisch-römischen Kriegs von 421-422 wurde Theodosiopolis von den Truppen des Sassanidenkönigs Bahram V. belagert. Die Stadt ging 502 für kurze Zeit an die Perser verloren, wurde jedoch wieder zurückerobert. Theodosiopolis war Sitz eines Bischofs. Aus dem Bistum entstand das Titularbistum "Theodosiopolis in Armenia". Es gehörte der Provinz Armenia III an und wird auch als "Theodosiapolitanus in Cappadocia" bezeichnet. Es ist seit 1964 nicht mehr besetzt. Die Stadt ging im Zuge der arabischen Expansion im 10. Jh verloren, wurde gelegentlich wieder von den Byzantinern zurückerobert, bevor Theodosiopolis im 11. Jahrhundert an die Seldschuken fiel.

Die Araber nannten diese Stadt "Kalikala" nach Kali, der Frau eines örtlichen armenischen Königs. Die Seldschuken nannten sie "Arz-u Rûm". Dieser arabische Begriff bedeutet übersetzt "Land der Römer". Auf seldschukischen Münzen wurde die Stadt auch "Arzen al-Rum" genannt.
Die Doppelminarett-Medrese
Die Stadt entwickelte sich unter byzantinischer und seldschukischer Herrschaft trotz des rauen Klimas (acht Monate Winter) und der großen Erdbebengefahr bis zum 15. Jahrhundert zu einer wichtigen Station der Seidenstraße von Persien zum Schwarzen Meer. Die Stadt war Zentrum der Saltukiden im 11. bis 13. Jahrhundert. Danach verlor die Stadt ihre Stellung durch die zunehmende Bedeutung der Handelsschifffahrt. Stadtmauern und Festungen aus dieser Zeit können noch heute besichtigt werden. 1515 wurde die Stadt in das Osmanische Reich eingegliedert.

Im 19. Jahrhundert wurde Erzurum mehrfach von den Russen besetzt. Vor dem Genozid im Jahre 1915 machten Armenier einen großen Teil der Bevölkerung der Stadt aus. Am 14. Juni 1915 begann die Deportation der armenischen Bevölkerung Erzurums.Raymond Kévorkian: Le Génocide des Arméniens, Odile Jacob, Paris 2006, Seite 358 f. Nach dem türkischen Unabhängigkeitskampf (bis 1922) fand 1923 in Erzurum im Gebäude des armenischen Sanasarian-CollegesKlaus Kreiser: Atatürk. Eine Biographie. Verlag C.H. Beck, München, 2008, ISBN 978-3-406-57671-3, Seite 143 der 1. türkische Nationalkongress statt, der eine wichtige Rolle bei der Republikgründung unter Kemal Atatürk spielte.

Auch in den 1980er Jahren wurde Erzurum von weiteren Erdbeben erschüttert, bei denen tausende Tote gezählt wurden.

Heute ist Erzurum Provinzhauptstadt, mit der Atatürk-Universität (Atatürk Üniversitesi) Sitz einer Universität, Gouverneurssitz und ein Zentrum des Tourismus. Besonders für alle Arten des Wintersports bietet Erzurum und das sechs Kilometer entfernte Palandöken beste und sichere Schneequalität sowie viele gute Hotels.

Architektur
Die Architektur der Stadt macht in der Gesamtheit einen eher modernen Eindruck, da nach einem Erdbeben 1939 ein großer Teil neu gebaut werden musste. Trotzdem sind noch genug Beispiele der bewegten Vergangenheit von Erzurum vorhanden. So findet man Moscheen, Medresen und Türben, die im 12. und 13. Jahrhundert von den Seldschuken erbaut wurden, und etliche Bauwerke aus osmanischer Zeit.

Siehe auch
* Schlacht von Erzurum

Bekannte Persönlichkeiten
* Recep Akdağ (* 1960), türkischer Gesundheitsminister
* Johannes Avetaranian (1861–1919); christlicher Missionar in Xinjiang
* Cemal Gürsel (1895–1966), von 1961 bis 1966 türkischer Präsident
* Metin Kaplan (* 1952), sogenannter „Kalif von Köln“
* Resit Karabacak (* 1954), Ringer
* Adnan Polat (* 1953), Präsident von Galatasaray Istanbul

Literatur

* Barbara Frischmuth: "Eine Liebe in Erzurum", ISBN 3-902005-12-2.


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 18.10.2017 07:54 von den Wikipedia-Autoren.
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