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Ebikon

Schweiz, Ebikon
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"Ebikon" ist eine politische Gemeinde im Amt Luzern des Kantons Luzern in der Schweiz.

Geographie
Ebikon liegt im Rontal und ist eine bedeutende Vorortsgemeinde der Stadt Luzern. Zum Gemeindegebiet gehört auch der grösste Teil des Rotsees. Im Westen liegt der Hundsrücken mit dem Sedelwald. Nördlich davon fliesst die Reuss vorbei und bildet die nördliche Gemeindegrenze. Der Ausfluss des Rotsees heisst Ron und gibt dem Tal den Namen. Die Ron fliesst stets in nordöstlicher Richtung dem ganzen Dorf entlang, parallel zur weiter nördlich fliessenden Reuss. Südlich von Ebikon erheben sich der Hombrig (684 m.ü.M.), Ebrüti (552 m.ü.M.), Ob. Ebrüti (693 m.ü.M.) und der Dottenberg (749,3 m.ü.M.). Der höchste Punkt der Gemeinde Ebikon befindet sich auf 693 m.ü.M., die tiefste Stelle auf 419,5 m.ü.M. am Rotsee. Von der Gemeindefläche wird 38,4 % landwirtschaftlich genutzt, weitere 23,9 % sind bewaldet. Der Rest von 30,3 % ist Siedlungsfläche.

Ebikon grenzt an Adligenswil, Buchrain, Dierikon, Emmen und die Stadt Luzern.

Bevölkerung
Bevölkerungsentwicklung


Die Einwohnerzahl wuchs bis 1860 unaufhörlich an (1798–1860: +75,2 %). Nach einem Rückgang im Jahr 1870 folgte ein bis heute andauerndes Bevölkerungswachstum. Bis 1910 war dieses eher mittelmässig (1880–1910: +57,8 %), dann bis 1950 mittelstark (1910–1950: +110,3 %). Anschliessend folgte bis 1990 ein extremes Wachstum und die Gemeinde verstädterte (1950–1990: +8"061 Personen oder +268,1 %). Seither stagniert die Bevölkerung bei etwas über 11"000 Einwohnern.

Sprachen
Die Bevölkerung spricht als Alltagssprache eine hochalemannische Mundart. Bei der letzten Volkszählung 2000 gaben 86,50 % Deutsch, 3,02 % Serbokroatisch und 2,92 % Italienisch als Hauptsprache an.

Religionen – Konfessionen
Früher war die gesamte Bevölkerung Mitglied der römisch-katholischen Kirche. Durch Kirchenaustritte und Zuwanderung aus anderen Regionen der Schweiz und dem Ausland hat sich dies geändert. Heute (Stand 2000) sieht es wie folgt aus: 67,86 % römisch-katholische, 13,86 % evangelisch-reformierte, 2,94 % orthodoxe und 1,32 % christ(=alt)-katholische Christen. Daneben gibt es 6,68 % Konfessionslose, 4,20 % Muslime und 1,02 % weitere Nichtchristen (meist Hindus tamilischer Herkunft). Die Mehrheit der Muslime sind Albaner aus dem Kosovo und Mazedonien; grössere Minderheiten unter dieser Minderheit sind Bosniaken, Türken und Kurden.

Herkunft – Nationalität
Ende 2004 waren von den 11"430 Einwohnern 9"113 Schweizer und 2"317 (=20,3 %) Ausländer. Bei der letzten Volkszählung bestand die Einwohnerschaft aus 74,67 % (einschliesslich Doppelbürger 80,37 %) Schweizer Staatsbürgern. Die grössten Einwanderergruppen kommen aus Italien (3,91 % ohne- und 5,77 % mit Doppelbürgern), Serbien-Montenegro (4,46 %/4,98%; sowohl Slawen wie Albaner), Deutschland (1,60 %/2,03 %), Bosnien-Herzegowina (1,46 %/1,52 %), Kroatien (1,29 %/1,41 %), Portugal (1,11 %/1,16 %) und der Türkei (0,93 %/1,02 %).

Geschichte
853 schenkte Ludwig der Deutsche dem Frauenkloster Zürich, dem seine Schwester Hildegard als Äbtissin vorstand, ausgedehnte Ländereien. Dazu gehörte u. a. das Gebiet der heutigen Gemeinde Ebikon. Die "marcha abinchova" war ursprünglich das Land des alemannischen Siedlers "Ebo" und seiner Sippe. Aus „marcha abinchova“ (lateinisch) wurde im lokalen Dialekt "Ebinkofen" (Höfe der Ebinger) oder "Ebinkon" (Sippe des Ebo).

Im 14. Jahrhundert stand Ebikon unter der Herrschaft von Habsburg-Österreich. Die Stadt Luzern dehnte sich immer mehr aus und ab 1415 setzte sie in Ebikon offiziell einen Vogt ein. Im Jahr 1417 empfing Ebikon den deutschen Kaiser Sigismund, ein Ereignis, von dem noch heute das „Sigismundkreuz“ zeugt. Zwischen 1472 und 1848 stand Ebikon unter der Hoheit von Luzern.

Im Jahr 1805 wurde das erste Schulhaus gebaut und 1819 der erste Gemeinderat gewählt. Während des Sonderbundskrieges wurde Ebikon 1847 militärisch besetzt. 1863 wurde das neue Schulhaus gebaut, das heute noch die Schuldienste beherbergt.

In den 1950er Jahren entwickelt sich Ebikon von einem stattlichen Bauerndorf zu einem Industriedorf. 1957 baut Schindler seine Fabrik zur Herstellung von Aufzugsanlagen in Ebikon. 1972 wurde der erste Baumarkt der Schweiz in Ebikon eröffnet.

Ab 1987 konnte sich Ebikon als Stadt bezeichnen (Erreichen der Marke von 10"000 Einwohnern).

Politik
Ebikon, als Gemeinde des seit dem 18. Jahrhundert eher christlich-konservativen Kantons Luzern, ist immer noch eine Stammgemeinde der CVP. Kennzeichnend für die gesamtschweizerische politische Entwicklung ist aber dennoch eine Stärkung der linken und rechten Parteien. Zuletzt wurde dies 2004 mit der Wahl des ersten SVP-Vertreters in den Gemeinderat ersichtlich.

Der Gemeinderat – die Exekutive – besteht aus fünf Mitgliedern; Gemeindeammann und Sozialvorsteher führen ihre Ämter vollamtlich, alle anderen nebenamtlich. Der Gemeinderat wird vom Stimmvolk für vier Jahre gewählt. Die laufende Amtsperiode ist 2004/2008
* Gemeindepräsident: Seine Haupttätigkeit besteht in der Repräsentation der Gemeinde. Weitere Aufgaben sind die Verwaltungsaufsicht (Personal/Organisation) und die Kultur. Derzeit ist Josef Burri (CVP) Gemeindepräsident.
* Gemeindeammann: Gilt neben dem des Sozialvorstehers als wichtigstes Amt der Gemeinde. Ihm obliegen die Führung des Finanzamtes und weitere Aufgaben im Bau- und Strassenwesen. Gemeindeamman 2004/2008 ist Herbert Lustenberger (CVP)
* Sozialvorsteher: Als Vorsteher des Sozialamtes und der Alters- und Pflegeheime führt der Sozialvorsteher im Gemeindewesen wichtige Ressorts. Mit der Wahl Peter Mühlemanns am 1. September 2004, war die SVP erstmals im Gemeinderat vertreten. Mühlemann verstarb am 27. Februar 2009 völlig unerwartet während eines Ferienaufenthaltes im Wallis. Die Ersatzwahl ist auf den 5. Juli 2009 angesetzt worden.
* Gemeinderätin Catharina Imbach-Thoma (FDP) ist Vorsteherin der Schulabteilung und Mitglied der Schulpflege.
* Gemeinderat Peter Schärli (SP) ist Vorsteher „Umwelt und Sicherheit“.

Die Legislative besteht aus der Gemeindeversammlung. Die Stimmberechtigten treffen sich jährlich um über Ausgaben zu beschliessen, die Gemeindesteuer festzusetzen und die Mitglieder der Behörden zu wählen (siehe hierzu auch Direkte Demokratie und Landsgemeinde). Mit dem Anstieg der Einwohnerzahlen wird über die Einführung eines Einwohnerrates anstelle der Gemeindeversammlung diskutiert.

Die auf Gemeindeebene sehr beschränkte Judikative besteht aus einem Friedensrichter.

Verkehr
Ebikon hat eine Bahnhaltestelle an der Bahnstrecke Zug–Luzern, die einen Teil des Orts für den Öffentlichen Verkehr erschliesst. Bedeutender, vor allem für den Pendlerverkehr, sind allerdings die vier Buslinien. Vor allem die Linien 22 (Luzern Bahnhof-Ebikon-Buchrain-Perlen/Inwil) und 23 (Luzern Bahnhof-Ebikon-Dierikon-Root) der Verkehrsbetriebe Luzern. Die Linie 27 (Unterlöchli-Ebikon-Ottigenbühl) sowie die Postautolinie 73 (Luzern-Adligenswil-Rotkreuz) erschliessen die restlichen Quartiere.

Ebikon liegt an der Hauptstrasse Luzern-Zug. Diese ist vor allem in den Verkehrsspitzen völlig überlastet. Um die Hauptstrasse zu entlasten, hat das Luzerner Stimmvolk am 25. September 2005 zugestimmt, an der A14 für 100 Millionen einen Autobahnanschluss "Rontal" zu bauen. Derzeit sind die nächst gelegenen Autobahnanschlüsse Emmen-Süd an der A2 in 6 km und Gisikon an der A14 in 8 km Entfernung.

Kultur
Mit über 80 Vereinen verfügt die Gemeinde über ein breites Angebot an Freizeitmöglichkeiten. Typisch für eine Luzerner Gemeinde sind die zahlreichen Guggenmusigen, die an verschiedensten Anlässen während der Fasnacht auftreten.
Ebikon hat neun Kindergärten, fünf Primarschulhäuser und das Oberstufenschulhaus Wydenhof. Seit 1979 besitzt Ebikon eine Bibliothek, in der zurzeit über 14.700 Bücher zur Verfügung stehen.
Zusätzlich zu den ordentlichen Schulen bestehen in Ebikon zwei Privatschulen; die Rey Schule und das Gymnasium St.Klemens. In Ebikon befindet sich ebenfalls das private Museum "Tierwelt-Panorama" des Walter Linsenmaier.

Die Ebikoner Stimmbürger haben sich im Februar 2005 für die Umzonung eines Industriegebietes an der Grenze zu Dierikon ausgesprochen und somit den Bau eines überregionalen Freizeit- und Einkaufkomplexes Ebisquare gutgeheissen.

Bildung
Für die Kinder und Jugendlichen besteht in der Gemeinde ein grosses Angebot an Schulräumen. Es gibt acht Kindergärten (Feldmatt, Fildern, Höfli, Innerschachen, Riedmatt, Sagen, Schmiedhof und St. Anna) und fünf Schulhäuser (Feldmatt, Höfli, Sagen, Wydenhof und Zentral). Mittelschule und Universität können in der Nachbargemeinde Luzern besucht werden.



Verschiedenes
Partnergemeinde ist die Walliser Gemeinde Embd.


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 17.11.2019 18:20 von den Wikipedia-Autoren.
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