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Die Metro von Athen

Griechenland, Athen
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Begegnung mit der Gegenwart
In Athen verschmelzen Vergangenheit und Zukunft wie kaum woanders auf der Welt. Die antiken Monumente bilden den klassischen Hintergrund einer modernen und trendigen Stadt. Gerade diese Kontraste machen Athen so spannend und zu einer der meistbesuchten Städte Europas. Einen besonderen Einblick bietet jedoch die Metro von Athen. Diese ist wahrlich ein Tummelplatz zeitgenössischen, künstlerischen Schaffens griechischer Maler und Bildhauer. Eine Verkehrsader wird zum Sammelpunkt einer Auseinandersetzung über die Zeiten hinweg.


Der Sage nach verdankt Athen seinen Namen der Göttin Athene, die sich in einem Wettstreit mit Meeresgott Poseidon das Namensrecht erkämpfte. Obwohl Athen zur modernen Weltstadt wurde, ist doch ein Hauch des früheren kleinstädtischen Flairs erhalten geblieben.

Erste Funde auf dem Gebiet des heutigen Athens reichen 7.000 Jahre bis in die Jungsteinzeit zurück, seit 5.000 Jahren dürfte die Stadt ständig besiedelt gewesen sein. Der erste antike Palast, die Akropolis, wurde 1.300 v. Chr. errichtet und war bereits damals der Mittelpunkt des kulturellen und geistigen Lebens. Damit zählt Athen zu den ältesten Siedlungen und Städten Europas.
Aufgrund seiner weit zurückreichenden und bewegten Vergangenheit wurde Athen 1985 die erste Kulturhauptstadt Europas. Drei Jahre später wurde die Akropolis, weitere zwei Jahre später das Kloster Daphni zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

Was aber versetzt eine Millionstadt in die Genwart? Dazu steigen wir hinab in den Untergrund, so, wie es sich für eine Schatzsuche gehört. Und wir finden sie - diese Schätze. Griechische Künstler schufen einen Einblick in die Gegenwart durch ihr Verständnis menschlicher Existenz. Und dies in der Metro.

Bei Eröffnung der Linie 1 im Jahr 1869 war die Athener Metro eine reine Vorortbahn, die auch Güter transportierte. Der schrittweise Ausbau zu einer vollwertigen U-Bahn geschah ab 1904, die bisherige Aufgabe übernahm eine parallel verlaufende Strecke der OSE. Nicht nur bei der technischen Ausrüstung, sondern auch bei der Gestaltung der Stationen orientierte man sich anfangs an der Berliner U-Bahn. Diese Ähnlichkeit ist bis heute besonders an den Stationen "Omonia" und "Victoria" zu sehen, die im Jahr 2003 restauriert wurden und neben "Piräus" und "Monastiraki" unter Denkmalschutz stehen. Ein Kuriosum stellt die Station "Thissio" dar: Das Empfangsgebäude (aus der Zeit als die Strecke ebenerdig war) steht quer zum tiefergelegenen Bahnsteig, eine ähnliche Situation existiert an der Station "Monastiraki". Das liegt daran, dass es sich um die ursprünglichen Endbahnhöfe der Piräusbahn handelt (noch gut erkennbar an der repräsentativen Gestaltung der Fassade des Bahnhofs "Monastiraki").
 

Die Stationen der Linien 2 und 3 sind weitestgehend uniform gestaltet, interessant sind hier aber die zahlreichen Kunstwerke, die zumeist an der Zwischenebene oder am Eingang ausgestellt sind und fast alle bekannten griechischen Künstler umfassen. Ein Highlight ist der Lichtschacht (Gestaltung: Giorgos Zonglopoulos), der an der 3. Ebene der Station Syntagma liegt. Historische Funde sind an den jeweiligen Stationen ausgestellt, die meisten an der Station Syntagma und Akropolis. Mit der grundlegenden Sanierung der Linie 1 (2003-2004) wurden alle Stationen umgebaut, wobei jede von einem anderen Architekturbüro betreut wurde. Oberirdisch ist auf der Station Katehaki eine imposante Fußgängerbrücke, die das erste Werk des spanischen Stararchitekten Santiago Calatrava in Griechenland war. Schließlich sei noch das kleine Museum für die Geschichte der Linie 1 im Bahnhof "Piräus" mit zahlreichen historischen Exponaten (darunter ein halber alter Siemens-Halske-Waggon) erwähnt.


Seit ihrer Eröffnung im Jahr 2000 ist die Athener U-Bahn (Metro) weltweit für ihre reichen Antiken-Ausstellungen bekannt. Aber nicht nur antike Kunstwerke sind zu sehen, sondern mittlerweile auch Exponate zeitgenössischer griechischer Kunst. 24 Künstler haben seither ihre Werke, die bewusst die Athener Metro zitieren, ausgestellt.


Jannis Gaitis, Linie 2 – Station Larissis

Station Larissis - am Hauptbahnhof von Athen - in der „rote“ U-Bahnlinie 2 ist ein wichtiger Knotenpunkt der Athener Metro, denn sie dient als Verbindungsstelle zwischen der U-Bahn und der Bahn. Die Station beherbergt auf ihren Bahnsteigen ein beeindruckendes Werk des Künstlers Jannis Gaitis.

Berühmt ist Gaitis (Athen 1923 – 1984) für seine schematischen Männerdarstellungen – die kleinen Kerle -, ein „eingetragenes Wahrenzeichen“ seiner persönlichen Art, die sein Werk im Lauf seiner Karriere kennzeichnet haben. Erstmals erschienen diese Männerfiguren im Jahre 1967, dann „wuchsen“ sie und nahmen in den 70er Jahren ihre endgültige Form; seitdem haben sie ständig und auf einer unpersönlichen Weise die sozialen Mechanismen unserer Zeit gebrandmarkt. Nach 1974 erscheinen sie als dreidimensionalen Umrissen in Gruppen und nehmen an verschiedenen Veranstaltungen teil. Sehr früh wurden diese Figuren in zahlreichen Objekten verwandelt – Spielzeuge für Kinder, Dinge für alltäglichen Gebrauch und Möbel, nicht zuletzt wurden sie auch auf Stoff abgedruckt und haben ebenso in Modeschauen und Filmproduktionen aufgetreten.

Gaitis hat in der Schule der Schönen Künste in Athen studiert (1942-1944) und nahm an Kursen in der Akademie de la Grande Chaumière in Paris teil. Ab Mitte der 50er Jahre bis auf die Wiederherstellung der Demokratie in Griechenland im Jahre 1974 wohnte er in Paris. 1967 beteiligte er sich an der Sao Paolo Biennale. In den 80er Jahre, als er am Höhenpunkt seiner Kariere war, wurden seine Werke auf der ganzen Welt ausgestellt. Große retrospektive Ausstellungen von seinem Werk fanden 1984 in der Nationalgalerie von Athen, 2006 im Benaki Museum und 2008 im Makedonischen Museum für zeitgenössische Kunst in Thessaloniki statt. Die Gesamtzahl seiner Werke, die sich in Museen von Europa, Amerika, Japan und Israel befinden, beläuft sich auf 4000.



Alekos Fassianos, Linie 2 – Station Metaxourgio


Station Metaxourgio – in der „blauen“ U-Bahnlinie 2- ist eine der U-Bahn-Stationen, wo Werke von bekannten griechischen Künstlern beherbergt werden, im Rahmen eines künstlerischen Programms, das auf die Förderung des griechischen Kulturerbes und die Verbesserung der Lebensqualität in Athen abzielt. Auf dem Bahnsteig der Station Metaxourgio haben die Passagiere die Möglichkeit, das Werk des berühmten Künstlers Alekos Fassianos (geb. 1935 in Athen) unter dem Titel „Der Mythos meiner Nachbarschaft“ zu bewundern.

Das große Interesse des Künstlers an der griechischen Kultur und seine Beschäftigung mit den graphischen Künsten haben sein Gesamtwerk beeinflusst, in dem hauptsächlich drei thematische Einheiten zu erkennen sind: der menschliche Gestalt, die Natur und die Umwelt. Stilisierte, fast mythische Formen überfüllen die Leinwand, robust und „saftig“ mit einer üppigen dicken Paste als Material. Die erzählerische Absicht, obwohl nicht offensichtlich, wird durch den Inhalt der Zusammensetzung impliziert. Fassianos befasste sich auch mit Druckgrafik und Plakatgestaltung. Ferner ist er Mitarbeiter des Nationalen Theaters und hat sich, außerdem, mit dem Bühnenbild beschäftigt, und zwar in Bezug auf das antike Drama; nicht zuletzt hat er zahlreiche Bücher in Griechenland und Frankreich illustriert (O. Elytis, K. Kavafis, L. Aragon, G. Apollinaire usw.)

Alekos Fassianos hat Malerei in der Schule der Schönen Künste in Athen studiert (1953-1960). Von 1962 bis 1964 studierte er die Kunst der Druckgrafik in der Ecole des Beaux-Arts in Paris, nachdem ihm ein Stipendium von der französischen Regierung gewährt worden war. Ab 1974 wohnt er und arbeitet zwischen Paris und Athen. Sein reiches Werk ist in zahlreichen Ausstellungen weltweit beherbergt. 1971 beteiligte er sich an der Sao Paolo Biennale und 1972 an der Venedig Biennale. Grosse Retrospektive von seinem Werk fanden 1993 im Makedonischen Museum für Zeitgenössische Kunst in Thessaloniki und 2004 unter dem Titel „Mythologien des Alltäglichen“ in der Nationalgalerie von Athen statt.



Yannis Bouteas, Linie 3– Station Keramikós

Station Keramikós – in der „blauen Linie 3“ der Athener U-Bahn, die seit Mai 2007 im Gási – Viertel, in der Nähe der archäologischen Stätte Keramikós, im Betrieb ist, gehört zu den Stationen der U-Bahn, die Werke großer griechischer Künstler beherbergen. Auf dem Bahnsteig der Station Keramikós haben die Passagiere die Möglichkeit, das Werk „Diastromatosseis - Energiakes Ikones-XVI (Schichtungen - Energiebilder XVI)“ des Künstlers Yannis Bouteas, zu bewundern.

Bouteas (geb. 1941 in Kalamata, Peloponnes) ist Hauptvertreter der „luminal art“ in Griechenland; zugleich hat er mit seinem Werk die Barrieren des konventionellen Plastikraumes überschritten und sich mit der optischen Erforschung befasst. Das Licht, egal ob natürlich oder künstlich, ist bezeichnend für sein Werk; außerdem benutzt er Elemente der „arte povera“ sowie technische Mittel (z.B dickes Seil mit großen Knoten, metallische Oberflächen mit Steinen), die er auf unerwartete Weise wiederverwendet, je nachdem wo seine Werke ausgestellt werden.

Yannis Bouteas hat die Kunst der Druckgrafik in der Schule der Schönen Künste in Athen (1959–1964) studiert. Schon früh hat er an wichtigen internationalen Veranstaltungen teilgenommen und im Jahre 1990 vertrat er Griechenland in der 44. Biennale von Venedig; 2004 fand im Makedonischen Museum für Zeitgenössische Kunst in Thessaloniki eine große Retrospektive seines Werkes unter dem Titel „Fließende Situationen, 1970-2004“ statt.


Michalis Katzourakis, Linie 3– Station Panormou

Station Panormou – in der „blauen Linie 3“ der Athener U-Bahn beherbergt das Werk „Mazareko“ des bekannten griechischen Künstlers Michalis Katzourakis, im Rahmen eines künstlerischen Programms mit dem Ziel, die Bürger und Touristen von Athen mit dem griechischen kulturellen Erbe vertraut zu machen.

Michalis Katzourakis (geb. in Alexandria, 1933) hat seit Ende der 60er Jahre den internationalen Kunstbewegungen, insbesondere der „Minimal Art“ und der „Op Art“ gefolgt. Parallel zur Malerei greift er anhand der Farbe und seiner dreidimensionalen Konstruktionen in den Raum ein. Katzourakis benutzt vor allem industrielle Materialien; seit 1977 hat er in seine Technik gemischte Materialien eingeschlossen, die sich mehrfach benutzen lassen. In den 80er Jahren wird sein Werk durch emotionelle Elemente und Erlebnisse des Künstlers angereichert.

Michalis Katzourakis hat Malerei in Paris studiert (1951-1955). Sein Werk ist in zahlreichen Ausstellungen in Griechenland sowie im Ausland präsentiert und in internationalen Wettbewerben ausgezeichnet worden. Große Retrospektive von seinem Werk haben im Benaki Museum unter dem Titel „Design Routes“ (2008) und im Makedonischen Museum für Zeitgenössische Kunst, in Thessaloniki, unter dem Titel „Michalis Katzourakis: Malerei-Bildhauerkunst-Konstruktionen“ stattgefunden.


Vasso Peklari, Linie 3– Station Katehaki

Station Katehaki - auf der „blauen Linie 3“ der Athener U-Bahn - ist seit Januar 2000 in Betrieb. Sie liegt an der Mesogion Straße, in der Nähe des Badminton Theaters. Zur Erleichterung der Fußgänger, die die Mesogion Straße durchqueren und die U-Bahn Station erreichen wollen, ist eine Brücke errichtet worden. Diese wurde vom spanischen Architekt Santiago Calatrava entworfen, der für seine architektonischen Interventionen im Athener Olympischen Stadion bekannt ist, und hat die Form einer Harfe. Das Design der aus Stahl gebauten Brücke ist vom antiken Griechenland und zwar von den Athener Trieren inspiriert worden.

Was das Innere der Station Katehaki betrifft, haben die Passagiere die Möglichkeit, das Werk der griechischen Künstlerin Vasso Peklari unter dem Titel „Gewebte Kupferformen“ zu bewundern. Grundlage des Werkes von Vasso Peklari (geb. in Vassiliko, Epirus) ist der Versuch, die moderne Kunst durch den schon seit der Antike bekannten Handwebstuhl und durch den Gebrauch von Metallflächen und Stahlfäden zum Ausdruck zu bringen. Vasso Peklari hat in der Schule der Graphischen Künste in Athen (1971) sowie in der Akademie der Schönen Künste Brera in Milan (1977) studiert. Sie hat sich an zahlreichen Ausstellungen in Griechenland, Frankreich und Italien beteiligt, während ihre Werke in vielen öffentlichen Sammlungen, u.a. im Griechischen Parlament, zu bewundern sind.

Kostas Varotsos, Linie 3– Station Doukissis Plakentias

Station Doukissis Plakentias – in der „blauen Linie 3“ der Athener U-Bahn - ist seit 2004 im Betrieb. Die Station wurde nach der benachbarten Villa der Herzogin (auf griechisch Doukissa) von Plakentia ernannt, einer Philhellenin aus der USA, die die Griechische Revolution von 1821 finanziell unterstützt hat. Die U-Bahn-Station beherbergt das Werk des bekannten griechischen Künstlers Kostas Varotsos, wobei es sich um zahlreiche von der Decke der Station hängende Steine handelt. Das imposante Werk ist bezeichnend für den Künstler, der mit Stoffen wie Stein, Wasser, Glas und Plexiglas arbeitet, die in seinem Werk der natürlichen sowie der gesellschaftlichen Umgebung widerspiegeln. Durch seine Kunst verweist Kostas Varotsos auf die Durchsichtigkeit des griechischen Raumes; großen Wert legt er auf die direkte Kommunikation zwischen dem Kunstfreund und dem betrachteten Werk, indem er Erinnerungen bezüglich der Geschichte, des Ortes und der Menschen zu wecken versucht.

Kostas Varotsos (geb. 1955, in Athen) hat Malerei an der Accademia di Belle Arti in Rom und Architektur an der Scuola die Architettura in Pescara studiert. Heute ist er Professor der Aristoteles Universität von Thessaloniki, an der Fakultät der Architektur. Seine Privatausstellungen belaufen sich auf mehr als 20; unter seinen zahlreichen Ausstellungen auf der ganzen Welt sind besonders erwähnenswert die im Staatsmuseum für Zeitgenössische Kunst (1990), im Museum van Hedendaagse Kunst in Antwerpen (1998) und im Benaki Museum (2007).



Christos Karas, Linie 3– Station Chalandri
Station Chalandri –in der „blauen Linie“ 3 der Athener U-Bahn- ist seit Juli 2004 im Betrieb. Auf der Ebene der Schalterhalle haben die Passagiere die Möglichkeit, das Werk von Christos Karas unter dem Titel „Weltraumdichtung – Diptychon 2004“ zu bewundern. Das Werk von Christos Karas wird durch eine Synthese vom magischen Realismus und Surrealismus gekennzeichnet, woraus lyrische und Traumbilder entstehen. Seit den 60er Jahren ist der Stil des Künstlers vereinfacht worden, aber den traditionellen Grundsätzen der Malerei treu geblieben: städtische Landschaften, menschliche Figuren, Werke mit Tauben, Obst, Blumen oder auch Kämpfern, sowie andere aus dem Altertum, der Renaissance und der Mythologie geliehene Elemente, machen seine Thematik aus.

Christos Karas (geb.1930, Trikala, Thessalia) hat an der Schule der Schönen Künste von Athen und an der Ecole des Beaux-Arts in Paris studiert. Zahlreiche private Ausstellungen des Künstlers haben in Griechenland und im Ausland stattgefunden. Αm Freitag, den 23. Oktober, wird in seiner Heimatstadt –Trikala- eine Ausstellung unter dem Titel „Malerei 1960-1980“ eröffnet. Die Ausstellung, die fünf Monate dauern wird, findet anlässlich der Eröffnung eines neuen Kulturzentrums in der Leonidas K. Makris-Stiftung in Trikala, statt.


Stephen Antonakos, Linie 3– Station Ambelokipi

Station Ambelokipi –in der blauen Linie 3 der Athener U-Bahn- liegt in der Nähe der Alexandras und Panormou Straßen. Auf der Ebene der Schalterhalle haben die Passagiere die Möglichkeit, das Werk „Πομπή“ (Prozession) des Künstlers Stephen Antonakos zu bewundern. Seit Anfang seiner künstlerischen Tätigkeit hat sich Antonakos durch dreidimensionale Konstruktionen geäußert; nicht zuletzt ist sein persönlicher Stil auch durch die Anwendung von Neon geprägt worden. Der Künstler hat das industrielle Licht mit Holz und Metall kombiniert, um minimale und abstrakte Formen zu gestalten, in denen die Farbe eine wichtige Rolle spielt. Seit den 70er Jahren hat Antonakos das Neon unterschiedlich benutzt und seinen Werken eine Art Mystizismus verleiht. Seine Thematik dreht sich nunmehr um die altgriechische und byzantinische Kunst.

Stephen Antonakos (geb.1926 in Lakonien in der Südpeloponnes), ist ein Autodidakt. Seine privaten Ausstellungen belaufen sich auf mehr als dreißig und seine Werke schmücken öffentliche Gebäude auf der ganzen Welt. Eine große Retrospektive hat im Jahre 2007 im Benaki Museum stattgefunden.


Panagiotis Fidakis, Linie 3– Station Megaro Moussikis

Station Megaro Moussikis – in der blauen Linie 3 der Athener U-Bahn ist nach dem nahe liegenden Athener Konzerthaus (auf griechisch Megaron Moussikis) benannt, wo zahlreiche Kulturveranstaltungen beherbergt werden.

Auf der Ebene der Schalterhalle der Metro-Station wird das Werk „Babousina“ des griechischen Künstlers Panagiotis Fidakis ausgestellt. Dabei geht es um Mosaikvögel, die mit großer Meisterschaft auf dem Marmor gemeißelt worden sind. Fidakis zählt zu den wichtigsten Vertretern der „Generation der 80er Jahre“. Im Mittelpunkt seiner Werke befinden sich immer der Mensch und die harten, oft ausweglosen Situationen, in denen er gefangen ist. Der Künstler hat immer versucht, jede Form von Idealisierung des Menschen zu vermeiden. Sein Werk ist für seine Sensibilität und die Einfachheit der Ausdrucksmittel bekannt, während die Porträte eine besondere Stelle in seinem gesamten künstlerischen Werk besitzen.

Panagiotis Fidakis (1956-2003) wurde in Aigio, auf der Nordpeloponnes, geboren und studierte an der Athener Schule der Schönen Künste. Seine Werke sind in Privat- und Gruppenausstellungen sowohl in Griechenland als auch im Ausland ausgestellt worden. 2008 fand im Frysira Museum eine große Retrospektive unter dem Titel „Widmung an einen Freund“ statt.

Chryssa, Linie 3– Station Evangelismos

Station Evangelismos, auf der blauen Linie 3 der Athener U-Bahn, die nach dem nahe liegenden Krankenhaus „Evangelismos“ benannt worden ist, wurde im Januar 2000 eröffnet. In der Nähe der U-Bahn Station liegen die Nationale Galerie, das Kriegsmuseum und das Byzantinische und Christliche Museum. Auf der Ebene der Schalterhalle der Station haben die Passagiere die Möglichkeit, das Werk der bekannten griechischen Künstlerin Chryssa Vardea unter dem Titel „Mott Street“ zu bewundern.

Chryssa ist eine renommierte Bildhauerin und Malerin, deren Kunstwerke vom Leben in Großstädten inspiriert werden. Einige davon sind auch vom „Times Square“ in New York inspiriert, den die Künstlerin mit dem Byzantinischen Reich verbunden hat. Chryssa hat ihren künstlerischen Höhepunkt mit dem Werk „Die Tore der Times Square“ erreicht, wobei sie Plexiglas, Aluminium und Licht aus Neon benutzt hat. Nicht zuletzt werden ihre Werke durch den Gebrauch von Buchstaben und Wörtern bezeichnet.

Chryssa (geb. in Athen, 1933) hat in der Akademie Grande Chaumière in Paris sowie in der California School of Fine Arts in San Francisco studiert. Ihre Werke sind in vielen großen Museen auf der ganzen Welt ausgestellt worden; sie hat auch an großen Ausstellungen teilgenommen, unter anderen an den Biennalen von Sao Paolo und Venedig. Derzeit wird ihr Werk „Klytemnistra“ vor dem Athener Megaron Moussikis ausgestellt.


Dimitris Kalamaras, Linie 3– Station Ethniki Amyna

Station Ethniki Amyna – auf der „blauen“ Linie 3 der Athener U-Bahn- die nach dem benachbarten Verteidigungsministerium benannt worden ist, wurde im Januar 2000 eröffnet. Sie liegt auf der Messogion Straße, an der Grenze zwischen der Stadt Athen und dem Papagou Vorort. Auf dem Bahnsteig der Station haben die Passagiere die Möglichkeit, das Werk des berühmten griechischen Bildhauers Dimitris Kalamaras unter dem Titel „Der sterbende Krieger“ zu bewundern.

Kalamaras gehört zu den bedeutendsten Bildhauern und Akademikern Griechenlands. Im Mittelpunkt seines 50jährigen künstlerischen Werkes, stehen der Mensch und das Pferd in zahlreichen Variationen. Nach dem Akademiker Ch. Christou werde sein Werk von Elementen des Expressionismus gekennzeichnet, da der Künstler sich darum bemüht habe, dem Inneren der abgebildeten Gestalten Ausdruck zu geben.

Dimitris Kalamaras (Florina Nordgriechenland 1924 – Athen 1997) studierte an der Athener Schule der Schönen Künste, sowie an der Accademia di Belle Arti in Florenz und in Rom. Von 1969 bis 1984 war er als Professor der Bildhauerkunst an der Schule der Schönen Künste in Athen tätig. Im Jahre 1958 nahm er an der Biennale von Alexandria teil, in der er für sein Werk mit dem Golden Medaille geehrt wurde und 1979 an der Sao Paolo Biennale. 1995 fand eine große Retrospektive, seinem künstlerischen Schaffen gewidmet, in der Nationalen Galerie in Athen statt.


Klearchos Loukopoulos, Linie 3– Station Ethniki Amyna

Station Ethniki Amyna, in der blauen Linie 3 der Athener U-Bahn, beherbergt auf dem Bahnsteig das Werk „Säule“ des griechischen Bildhauers Klearchos Loukopoulos.

Loukopoulos gehört zu der Generation der griechischen Bildhauer, die Anfang des 20. Jhs. ihren Werken Lebendigkeit verliehen, um sich in den 50er Jahren der Kunstrichtung der Abstraktion zu nähern. Das Werk von Loukopoulos wird von reinen geometrischen Formen bezeichnet, wobei am meisten das Metall benutzt wird. Seine Zusammenarbeit mit der Griechischen Zentrale für Fremdenverkehr in den 60er Jahre hat ihm die Gelegenheit gegeben, einzigartige Kunstwerke, vom Konstruktivismus beeinflusst, zu schaffen, die verschiedene Hotels geschmückt haben.

Loukopoulos (Thermos Ätolien 1908 - Athen 1995) studierte an der Athener Schule der Schönen Künste und war aktives Mitglied vieler Künstlergruppen. 1956 und 1966 beteiligte er sich an der 28. und 33. Venedig Biennale, 1959 an der 5. Sao Paolo Biennale und an der 3. Alexandria Biennale. Im Jahre 1982 nahm er an der Europalia teil. Seine Werke schmücken bis heute zahlreiche öffentliche Räume im ganzen Griechenland, während einige davon im Makedonischen Museum Moderner Kunst ausgestellt werden.


Kostas Koulentianos, Linie 3– Station Ethniki Amyna

Station Ethniki Amyna – auf der „blauen“ Linie 3 der Athener U-Bahn – beherbergt auf dem Bahnsteig ein Werk des bekannten griechischen Bildhauers Kostas Koulentianos unter dem Titel „Neue Generation IX“.

Koulentianos zählt zu den Bildhauern, die ausschließlich mit Metall (Zinn, Kupfer, Eisen, Stahl, Blei) arbeiten. Zunächst schöpfte er seine Motive aus dem menschlichen Körper, aber allmählich verlieh er seinen Werken abstraktere, vor allem geometrische, Formen.

Kostas Koulentianos (1918-1995) hat Bildhauerkunst an der Athener Schule der Schönen Künste studiert. Von 1945 bis zu seinem Tod lebte er in Frankreich. Neben über dreißig Privatausstellungen auf der ganzen Welt, hat er an bedeutsamen Gruppenausstellungen und internationalen Veranstaltungen teilgenommen, nicht zuletzt an den Biennalen von Antwerp (1953), Sao Paolo (1955) und Venedig (1964, 1982). Seine Werke schmücken öffentliche Gebäude in vielen europäischen Städten.

Kostas Tsoklis, Linie 3– Station Ethniki Amyna

Kostas Tsoklis gehört zu den Künstlern, deren Werk in der Station Ethniki Amyna der Athener U-Bahn beherbergt wird. Tsoklis „ Unterirdischer Park“ wird auf der Ebene der Schalterhalle ausgestellt.

Kostas Tsoklis zählt zu den berühmtesten griechischen Künstlern der frühen Nachkriegszeit und ist mit den modernen Kunststilen im Ausland vertraut worden. Trotzdem hat er sich nicht einer dieser Kunstbewegungen angeschlossen; er hat nur Elemente der „conceptual art“, des „neuen Realismus“ und der „pop art“ in seinem Werk einbezogen. Obwohl er seinem Kunstschaffen die dritte Dimension hinzugefügt hat, ist die Malerei das, was ihn als Künstler charakterisiert.

Kostas Tsoklis (geb. 1930 in Athen) hat an der Schule der Schönen Künste in Athen studiert (1948-1954); in Rom und Paris hat er jahrelang gelebt und gearbeitet. Anfang der 70er Jahre hatte er die Möglichkeit, sich in Berlin als DAAD-Stipendiat weiterzubilden. Tsoklis hat sein Werk in zahlreichen Privat- und Gruppenausstellungen in den größten europäischen und amerikanischen Städten präsentiert. Nicht zuletzt hat er sich an den Biennalen von Paris (1963 und 1965)und Sao Paolo (1965), sowie an der Kasseler Documenta (1975) beteiligt. 2001 fand im Nationalen Museum Moderner Kunst in Athen eine große Retrospektive seines Werkes statt.


Jorgos Zongolopoulos, Linie 2-3 / Station Syntagma

Station Syntagma ist die zentrale Station der Athener U-Bahn, wo die Passagiere von der Linie 2 zur Linie 3 umsteigen können. Sie liegt im Zentrum der Hauptstadt und ist nach dem gleichnamigen Platz benannt. Auf der Ebene des Bahnsteigs wird das Werk des bekannten griechischen Bildhauers Jorgos Zongolopoulos unter dem Titel „Atrium“ beherbergt.

Jorgos Zongolopoulos zählt zu den wichtigsten Bildhauern Griechenlands. Die Themen seiner Werke drehten sich zuerst um die menschliche Figur, später schloss er sich jedoch dem Konstruktivismus an. Anfang der 70er Jahre hat sich Zongolopoulos für die kinetische Kunst interessiert; das Licht und die Bewegung haben seitdem den Charakter seines Kunstschaffens geprägt.

Jorgos Zongolopoulos (1903-2004) hat Bildhauerkunst an der Athener Schule der Schönen Künste studiert und später mit dem französischen Bildhauer M. Gimond in Paris zusammen gearbeitet. Er hat an zahlreichen internationalen Kunstveranstaltungen teilgenommen, nicht zuletzt an der Biennale von Venedig (1940, 1956, 1964, 1993, 1995), Kairo (1946) und Sao Paolo (1957).

Thodoros, Linie 2-3 / Station Syntagma

Die Station „Syntagma“ liegt im Zentrum der griechischen Hauptstadt und ist die zentrale Station der Athener U-Bahn. Auf der Ebene der Schalterhallen wird das Werk des Bildhauers Thodoros unter dem Titel „Die Uhr der Metro“ gezeigt. Thodoros zählt zu den Bildhauern, die sich mit Konstruktionen und Installationen befasst haben. Thodoros Werk wird dadurch charakterisiert, dass verschiedene plastische Objekte zusammengesetzt werden, um seine kritische Einstellung der Geschichte der Bildhauerkunst gegenüber zum Ausdruck zu bringen. Der Künstler beabsichtigt, den kommunikativen Charakter der Kunst anhand einer Vielfalt von Medien (Wort, Ton, Film, Fotografie, Bewegung) und Materialien (Holz, Glas, Plexiglas, Wasser Sand, Tuch) zu untersuchen.

Thodoros (geb. 1931, Agrinio) hat Bildhauerkunst an der Athener Schule der Schönen Künste (1952-57) und an der Ecole des Beaux-Arts in Paris (1959-62) studiert. 1980 wurde er zum Professor an der Fakultät für Architektur, der Technischen Universität Athen, ernannt. Er hat mehr als zwanzig Privatausstellungen veranstaltet, unter denen seine Retrospektive in der Nationalgalerie von Athen (1984) als die wichtigste Ausstellung gilt. Nicht zuletzt hat er an Gruppenausstellungen und internationalen Veranstaltungen teilgenommen: an den Biennalen von Sao Paolo (1963), von Alexandria (1963) und Paris (1965), wo er mit einem Preis geehrt wurde, an der Avanguardia e Sperimentazione in Venedig (1978), an der Europalia in Brüssels (1982) und vielen anderen.


Takis, Linie 2 / Station Syngrou-Fix

Station Syngrou-Fix (rote Linie 2) der Athener U-Bahn liegt auf der Syngrou Straße und wurde im November 2000 eröffnet. Auf der Ebene der Schalterhalle wird das Werk des bekannten Bildhauers Takis unter dem Titel „Leuchtzeichen & Photovoltaische Energie“ gezeigt. Takis zählt zu den wichtigsten Vertretern der internationalen Kunst und zwar der „kinetic art“. Er hat sich seit Jahrzehnten mit Magnetfeldern, Licht und Ton befasst. Seine Kunstwerke werden von der Idee der zyklischen Beziehung zwischen Kunst, Wissenschaft und Technologie bestimmt. Seine berühmten „Zeichen“ strömen Zuversicht aus und bringen das Vertrauen des Künstlers an der Menschheit zum Ausdruck. Seine riesigen Skulpturen, welche die Ville de Beauvais oder die Defense in Paris schmücken, versuchen, den Menschen seelisch zu berühren.

Takis (Panagiotis Vassilakis, geb. 1925 in Athen), hat seine „Zeichen-Feux d’artifice“ auf den Zentralstraßen in Paris ausgestellt, wie z.B. auf der Bd Saint Germain, Bd Saint Michel, Place de la Concorde, und der Gare Montparnasse. 1960 erteilte ihm das französische Kulturministerium das Patent für die Werke „Telesculpture“ und „Telesculpture Electromagnetique“. 1972 wurde eine Retrospektive seines Werkes im Centre National d’art Contemporain in Paris veranstaltet. Mit dem ersten Preis der Bildhauerkunst wurde er 1988 ausgezeichnet und 1995 repräsentierte er Griechenland in der 46. Biennale von Venedig.

Jannis Moralis, Linie 2 – Station Panepistimio

Die Station Panepistimio - in der roten Linie 2 der Athener U-Bahn – wurde nach dem in der Nachbarschaft liegenden Zentralgebäude der Athener Universität benannt und im Januar 2000 eröffnet. Interessanterweise werden innerhalb der Station auf der Ebene der Schalterhallen Funde ausgestellt, die in der Baustelle ausgegraben wurden. Außerdem wird auf dieser Ebene ein unbetiteltes Werk des berühmten griechischen Künstlers Jannis Moralis gezeigt. Im Kunstwerk von Moralis herrscht die menschliche Figur, insbesondere die der Frau. Seit den 50er Jahren ist in seinen Werken die Vorliebe für abstrakte Formen zu beobachten. Er hat die Geometrie als ideales Mittel für die Darstellung des Raumes und der Formen ausgewählt. Während der Künstler versucht, Einzelheiten zu vermeiden, werden seine Werke durch Rhythmus, Ordnung und schlichte Farben geprägt.

Jannis Moralis (1916-2009) hat an der Athener Schule der Schönen Künste studiert (1931-1936) und sich in Rom (1936) und Paris (1937-1939) weitergebildet. 1988 wurde in der Nationalgalerie von Athen eine Retrospektive seines Werkes veranstaltet. 1958 und 1982 nahm er an der Biennale von Venedig teil. Moralis hat sich auch mit Dekorationen beschäftigt. Werke schmücken viele Gebäude in Athen, wie z. B. das Hilton Hotel im Stadtzentrum. Außerdem hat Jannis Moralis viele Bücher illustriert, nicht zuletzt die Gedichtsammlungen von Elytis und Seferis.


Dimitris Mytaras, Linie 2 – Station Dafni

Die Station Dafni – in der roten Linie 2 der Athener U-Bahn - wurde im November 2000 eröffnet und nach der Gemeinde Dafni, wo sie sich befindet, benannt. Auf der Ebene der Schalterhalle können die Passagiere das Werk des berühmten griechischen Malers Dimitris Mytaras unter dem Titel „Dexileos“ bewundern.

Mytaras gehört zu den wichtigsten Vertretern der modernen griechischen Malerei. Ausgangspunkt seiner Kunst ist die menschliche Figur. Einige seiner Werke nähern sich dem Naturalismus und andere dem Expressionismus. Sie sind durch warme Farbtöne, vor allem Rot und Gelb, und elliptische Formen gekennzeichnet, die zwar keine Einzelheiten aufweisen aber dynamisch sind.

Mytaras (geb. in Chalkida, 1934) hat Malerei an der Athener Schule der Schönen Künste, Bühnenbild an der Ecole Nationale Superieure des Arts Decoratifs und Innere Dekoration an der Metiers d’ Art in Paris studiert. Von 1982 bis 1984 war er Rektor der Schule der Schönen Künste in Athen. An zahlreichen Gruppenausstellungen hat er teilgenommen, nicht zuletzt an der Biennale von Alexandria (1958, 1966), Sao Paolo (1966) und Venedig (1972). Seine Werke schmücken viele öffentliche Gebäude in Athen. Mytaras hat sich auch mit Bühnenbildern befasst, und zwar von der antiken Tragödie bis zu den modernen Theaterschriftstellern.

Pavlos, Linie 2 – Station Omonia

Station Omonia – in der roten Linie 2 der Athener U-Bahn- liegt unter dem Omonia - Platz, einem der zentralen Plätze von Athen, nach dem sie benannt wurde. Innerhalb der Station wird das Werk des bekannten griechischen Malers Pavlos unter dem Titel „Fußballspieler“ beherbergt.

Pavlos hat in den 60er Jahren zusammen mit anderen zeitgenössischen Künstlern zur Bildung neuer Ausdrucksweisen in der Kunst beigetragen, indem die Kunstwerke in enger Verbindung mit dem Alltag in der Stadt stehen, während technische Mittel und moderne Kommunikationsmedien benutzt werden. Grundlage seiner Werke war das Poster, worauf der Maler zurückgreift, um ein Kunstwerk mit einer Vielfalt an Farben und Stoffen zu schaffen.


Pavlos (geb. 1930, Filiatra) hat an der Athener Schule der Schönen Künste sowie an der Academie de grande chaumiere in Paris studiert. Seit 1958 lebt er in Paris. 1980 vertrat er Griechenland in der Biennale von Venedig, während im Jahre 1997 eine große Retrospektive seines Werkes im Mazedonischen Museum Moderner Kunst veranstaltet wurde.

Nikos Kessanlis, Linie 2 – Station Omonia

Station Omonia –in der roten Linie 2 der Athener U-Bahn- wurde im Januar 2000 eröffnet. Sie befindet sich unter dem Omonia-Platz, einem der zentralen Plätze der griechischen Hauptstadt, nach dem sie auch benannt wurde. Nikos Kessanlis ist der zweite Künstler, dessen Werk mit dem Titel „Schlange“ innerhalb der Station beherbergt wird. Kessanlis hat sich in den 50er Jahren an der „art informel“ und dem abstrakten Expressionismus orientiert, während er in den 60er Jahren –im Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens- dem „nouveau realisme“ angenähert hat. Nicht zuletzt spielte er, zusammen mit einigen französischen Künstlern, eine führende Rolle in der Bildung der „mec-art“. In den 80er Jahren ließ er sich wieder in Griechenland nieder und wurde zum Professor und später zum Rektor der Athener Schule der Schönen Künste ernannt, was sein tatsächliches Interesse am künstlerischen Geschehen seiner Heimat beweist. Die Bildstruktur, die Bedeutung der Geste und die Mitwirkung des Kunstinteressenten haben sein Werk bestimmt.


Nikos Kessanlis (1930-2004) war Student des bekannten griechischen Malers J. Moralis an der Schule der Schönen Künste. Sein Werk wurde in mehr als dreißig Privatausstellungen in Griechenland und im Ausland präsentiert. 1997 fand im Makedonischen Museum Moderner Kunst eine große Retrospektive seines Werkes statt. Er hat auch an zahlreichen internationalen Veranstaltungen teilgenommen, u.a. an der Ausstellung „Nouvelles Aventures de l’ Objet“ in Paris (1961) und an der Biennale von Venedig (1988). Nicht zuletzt ist sein Werk mit internationalen Preisen ausgezeichnet worden.



Opi Zouni, Linie 3 – Station Egaleo

Station Egaleo – die Endstation der blauen Linie 3 der Athener U-Bahn- wurde im Mai 2007 eröffnet. Auf der Ebene der Schalterhalle wird ein unbetiteltes Werk der griechischen Künstlerin Opi Zouni beherbergt. Es geht um die wichtigste Vertreterin der „op art“ in Griechenland, eine Künstlerin, die großen Wert auf die Erweiterung der Perspektive und der dritten Dimension gelegt hat. In ihren abstrakten Skulpturen der Jahre 1969-1972 hat sie starke Farben benutzt; später orientierte sie sich an der strikten Geometrie und der Zusammensetzung von Linien und Ebenen. Ihre Gemälde, Skulpturen und verschiedene Konstruktionen werden durch das Element der optischen Täuschung und der Illusion gekennzeichnet.


Opi Zouni (1941-2008) hat Malerei, Photographie und Keramikkunst an der Amerikanischen Hochschule in Kairo studiert (1959-1962) und sich an der Athener Schule der Schönen Künste weitergebildet (1963-1969). Das Französische Institut von Athen (1992) und das Museum Kykladischer Kunst (2006) haben Hommagen an ihrem Werk präsentiert. Zouni hat an mehr als 200 Gruppenausstellungen und internationalen Veranstaltungen teilgenommen, nicht zuletzt an den Biennalen von Alexandria (1970) und Sao Paolo (1979), während sie für ihre Gravierungen mit dem ersten Preis in der Biennale von Ivano-Frankvisk (1989) ausgezeichnet wurde.


Christina Sarantopoulou, Linie 2 – Station Agios Ioannis

Station Agios Ioannis –in der roten Linie 2 der Athener U-Bahn- wurde im November 2000 eröffnet und nach der nahe liegenden Kirche von Agios Ioannis benannt. Bei der Konstruktion der Station wurden Funde einer altgriechischen Töpferei ausgegraben, welche die menschliche Aktivität in der Region belegen. Innerhalb der Station wird ein Werk der Bildhauerin Christina Sarantopoulou unter dem Titel „Die Stadt bringt die Verschiedenheit der Menschen zusammen“ beherbergt.

Das Werk von Sarantopoulou war ursprünglich abstrakt und zeigte Elemente des Konstruktivismus auf. Seit ihrer ersten Privatausstellung im Jahre 1993 wurde ihre künstlerische Identität sichtbar, indem sie ihrem Werk Klarheit und Schlichtheit verlieh, während sie das Eisen zum hauptsächlichen Stoff für ihre Werke gemacht hat.


Christina Sarantopoulou (geb. 1952, in Agrinio) hat Bildhauerkunst an der Athener Schule der Schönen Künste (1971-76) und Ästhetik in Sorbonne (1978-79) studiert. Sie hat an mehr als dreißig Gruppenausstellungen im In- und Ausland teilgenommen. Unter anderem wurde sie 1993 in Rom mit dem „Kunst und Kultur “- Preis ausgezeichnet.


Giorgos Lazogas, Linie 3 – Station Eleonas

Station Eleonas, in der blauen Linie 3 der Athener U-Bahn, befindet sich an der Grenze der Gemeinden Egaleo und Athen und wurde nach der gleichnamigen Region benannt. Auf dem Bahnsteig der Station, die 2007 eröffnet wurde, wird das Werk des griechischen Künstlers Giorgos Lazogas beherbergt. Lazogas Werk hat sich anfänglich im Bereich der Forschung bewegt und an der Koexistenz des Virtuellen mit dem Nicht-virtuellen orientiert; später wurden seine Werke deutlich größer und von Spuren des menschlichen Körpers auf weißen Flächen gekennzeichnet. Bekannte Werke der Antike, wie die „Nike (Siegesgöttin) von Samothraki“, oder andere Frauenkörper werden als Spuren auf weißen Stoffen dargestellt. Die Figuren, die künstlerisch bearbeitet und oft zerstückelt, aber fast immer erkennbar sind, unterliegen der künstlerischen Intervention des Malers und in manchen Fällen werden sie räumlich ausgedehnt.

Giorgos Lazogas (geb.1945 in Larissa) hat Architektur an der Universität Thessaloniki und Malerei in Paris studiert. Seit 1970 hat er an mehr als dreißig Gruppenausstellungen, u.a. an der Ausstellung „Salon comparaisons“ in Paris (1978), an der Biennale von Sao Paolo (1983), der Configura 2 in Erfurt sowie an der Ausstellung „Salon de montrouge“ in Paris (1996) teilgenommen. 1970 wurde er als junger Maler vom Goethe Institut ausgezeichnet. Eine große Retrospektive seines Werkes wurde im Jahre 2006 im Makedonischen Museum Moderner Kunst und im Benaki Museum präsentiert.

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