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Die letzte absolute Monarchie Europas

Vatikanstadt, -Vatikanstadt
Von Norbert Eimer   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Legislative, Judikative und Exekutive in einem: der Papst
Alle Alarmglocken sollten schellen: Ein einziger Mensch vereint gesetzgebende, richterliche und ausführende Gewalt? Kann das gut gehen? Eigentlich natürlich nicht. Es sei denn, dieser Mensch ist nicht nur Mensch allein, sondern auch Stellvertreter Gottes auf Erden. Der Staat Vatikanstadt ist die letzte absolute Monarchie in Europa.
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“Glaube und Vernunft sind die beiden Flügel, mit denen der Mensch sich zur Betrachtung der Wahrheit erhebt”. So formulierte es seinerzeit Papst Johannes Paul II. Damit die Wahrheitsbetrachtung der katholischen Lehre nicht zum unkontrollierten Höhenflug wird, unterhält der Stellvertreter Gottes auf Erden einen eigenen irdischen Staat – 0,44 Quadratkilometer ist er groß und 932 Menschen leben innerhalb dieses Stadtgebietes von Rom. Vatikanstadt ist nur nur die letzte absolute Monarchie in Europa, sondern auch der kleinste allgemein anerkannte Staat der Welt.
Der Vatikan bei Nacht.

Staatsoberhaupt und von den Kardinälen auf Lebenszeit gewählt, ist der Papst. Dieser lebt zusammen mit seinen Kardinälen, Prälaten und den Soldaten der Schweizergarde in Vatikanstadt, in der es eine eigene Bank, einen eigenen Bahnhof sowie eine eigene Post und einen eigenen Hubschrauberlandeplatz und sogar eine eigene Fußballmannschaft gibt. Zudem kümmern sich rund 3.000 Angestellte darum, dass der Staat “funktioniert”: Köche, Reinigungspersonal, Gärtner und Kammerdiener sind täglich zugange. Zudem gibt es zahlreiche Priester und Journalisten, die für Rundfunk und Presse des Vatikans arbeiten. Schließlich lehrt eine Vielzahl von Lehrern an der Universität, die dem Vatikan angeschlossen ist. All diese Menschen leben und wohnen jedoch nicht in dem kleinsten Staat der Welt, sondern gehen dort ihrer Tätigkeit und Arbeit nach. Der Vatikan ist nicht Mitglied der Europäischen Union, der Euro ist jedoch durch bilaterale Verträge offizielles Zahlungsmittel.
Sankt Peter im Vatikan.

Der Vatikan war nicht immer Amtssitz der Päpste, dieser wurde er erst im 15. Jahrhundert. Zuvor war dies der “Lateranpalast”. Der Legende nach ließ Kaiser Konstantin im 4. Jahrhundert an jener Stelle eine Grabeskirche errichten, an der angeblich der Apostel Petrus begraben wurde. Dieser Ort wurde schnell zu einem stark frequentierten Wallfahrtsort für die Petrusverehrung. Mitte des 9. Jahrhunderts errichtete Leo IV. zahlreiche und größere Befestigungen rund um den gesamten Wallfahrtsort. Mit dem Zerfall des Römischen Reiches beanspruchten die Päpste die weltliche Herrschaft über das Territorium um Rom, welches somit zur Keimzelle des künftigen Kirchenstaates wurde. 751 wurde ihnen dieser Staat endgültig garantiert. Die Päpste residierten jedoch nicht im Vatikan, sondern im Lateranpalast, und die Kathedrale des Papstes blieb bis heute die Lateranbasilika.

1506 entstand der Petersdom, ab 1589 wurde mit dem Bau des Apostolischen Palastes begonnen, in dem noch heute die Wohnung des Papstes untergebracht ist. Der Petersdom wurde 1626 geweiht, erst 1650 wurden alle Bauarbeiten abgeschlossen. Mit dem Lateranvertrag von 1929 wurde der Vatikanstaat von Italien unabhängig. Seit 1506 sorgt die Schweizergarde für die Sicherheit des Papstes.
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