Skiurlaub- günstig mit FeWo-direkt


Center Parcs - der Familienkurzurlaub im Internet!


Hotelsuche in 
 

Der Papst zu Gast in Polen

Polen
25.07.2016
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Papst, Pilger, Polen: Der Weltjugendtag in Krakau
Rom, Manila, Köln, Rio de Janeiro - die Liste der Gastgeberstädte für Weltjugendtage ist schon etwas länger. In diesem Jahr - ab Dienstag (26. Juli) - findet das Mega-Event der katholischen Kirche sechs Tage lang im polnischen Krakau statt.
Galerie
Krakau (dpa) - Was sind Weltjugendtage?

Weltjugendtage (WJT) finden seit der Premiere 1984 alle zwei bis drei Jahre statt. Sie gelten als größte internationale Treffen der katholischen Kirche. Initiiert wurden sie von Papst Johannes Paul II. (1920-2005), der junge Menschen immer als wichtiges Pfund der Kirche betrachtete: «Ihr seid die Hoffnung der Kirche. Ihr seid die Zukunft der Welt», sagte er einmal. Zudem wollte er zeigen: Glauben kann Spaß machen! Bei den Treffen beten, diskutieren und feiern die Teilnehmer aus aller Welt gemeinsam und versichern sich ihres Glaubens. Fester Bestandteil sind zudem die Begegnungen mit dem Papst, wobei die große Abschlussmesse immer den Höhepunkt bildet.
Bereits während seines Besuches in Brasilien 2013 freuten sich Gläubige auf Papst Franziskus Teilnahme am Weltjugendtag in Krakau, Polen, im Juli 2016.

Wie viele Pilger kommen nach Krakau?

Nach Angaben der Veranstalter haben sich gut 560 000 Christen aus 187 Staaten zum WJT angemeldet. Erwartungsgemäß haben Pilger aus dem Gastgeberland mit knapp 172 000 Teilnehmern den größten Anteil, große Gruppen kommen auch aus Italien, Frankreich, Spanien und den USA. Aus Deutschland erwartete die Bischofskonferenz 15 500 registrierte Teilnehmer, hinzu kommen womöglich noch Kurzentschlossene. Insgesamt rechnet der Generalsekretär des Organisationskomitees, Grzegorz Suchodolski, mit bis zu 1,5 Millionen Besuchern - doppelt so viele wie Krakau Einwohner hat: «Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass bis zu dreimal mehr Menschen kommen als registriert wurden.» Übrigens nehmen auch fast 1000 Bischöfe und Weihbischöfe am WJT teil, darunter 27 aus Deutschland.
Die Wawel-Kathedrale in Krakau, Polen.

Was ist das besondere an Krakau?

Die zweitgrößte polnische Metropole im Südosten des Landes ist nicht nur eine kulturhistorisch ungemein spannende Stadt, nicht nur ein touristischer Hotspot mit jährlich zehn Millionen Besuchern, nicht nur eine junge Stadt mit 200 000 Studenten. Sie hat auch direkten Bezug zu einem Papst: Johannes Paul II. wirkte hier jahrzehntelang unter anderem als Erzbischof, der den kommunistischen Machthabern die Stirn bot, ehe er 1978 zum Oberhaupt der katholischen Kirche gewählt wurde. Bis heute wird er tief verehrt, gerade in und um Krakau, wo es etliche Gedenkorte für ihn gibt. Dazu gehören eine 2013 geweihte Gedenkkirche, die als Heiligtum betrachtet wird, und ein JPII-Museum.

Was genau ist beim WJT geplant?

Im Mittelpunkt stehen zahlreiche Begegnungen von jungen Menschen mit Papst Franziskus. Der schwebt am Mittwoch aus Rom ein und soll einen Tag später im Krakauer Jordan-Park von den Jugendlichen empfangen werden. Am Freitag nimmt er an einem Kreuzweg mit jungen Leuten teil, bei dem an die Leiden Jesu erinnert wird. Die Nacht vor der großen Abschlussmesse mit Hunderttausenden Pilgern am Sonntag auf einem riesigen Freigelände vor den Toren der Stadt verbringen die Jugendlichen bereits vor Ort unter freiem Himmel.
Papst Franziskus I. im Juni 2016.

Und was hat der Papst in Polen sonst noch vor?

Ein wichtiger Termin dürfte der Besuch im einstigen deutschen Vernichtungslager Auschwitz am Freitag sein. Als dritter Papst nach Johannes Paul II. (1979) und Benedikt XVI. (2006) will er an dieser Stätte schlimmster Nazi-Verbrechen an die Opfer erinnern. Franziskus trifft auch Überlebende des Holocaust. Ungewöhnlich: Eine Ansprache ist laut Vatikan nicht geplant, stattdessen ein «Schweigen des Schmerzes». Bereits am Donnerstag macht Franziskus einen Abstecher in den Wallfahrtsort Tschenstochau (Czestochowa). Dort will er in der Kapelle der berühmten «Schwarzen Madonna» beten und anschließend eine Messe zum 1050. Jahrestag der Christianisierung Polens feiern.

Was bedeutet das Großereignis für das EU-Land?

Das von einer national-konservativen, eher europafernen Koalition regierte Polen, dessen Bevölkerung zu fast 98 Prozent katholisch ist, will sich wie schon beim jüngsten Nato-Gipfel als stolzer Gastgeber und als weltoffenes Land präsentieren. Mit Spannung wird erwartet, ob der Papst bei seinen Äußerungen Bezug nimmt auf die Themen Demokratie und Rechtsstaat. Die EU-Kommission hat gegen Polen ein Verfahren zum Schutz der Rechtsstaatlichkeit eingeleitet, nachdem das Parlament eine umstrittene Justizreform verabschiedet hatte. Diese schränkt nach Ansicht von Kritikern die Arbeit des Verfassungsgerichtes ein, das seither mit der Regierung im Clinch liegt. Ein wichtiges Anliegen des Papstes ist auch Hilfe für Flüchtlinge - Polen weigert sich hingegen, Geflüchtete aus Afrika und Vorderasien aufzunehmen.

Was ist mit dem Thema Sicherheit?

Das wird im Zusammenhang mit dem WJT ganz groß geschrieben. Nach Angaben der Veranstalter sollen rund 25 000 Sicherheitskräfte für einen reibungslosen Ablauf sorgen, darunter allein 20 000 Polizisten. Tausende Soldaten richteten den Campus Misericordiae her, ein 240 Hektar großes Freigelände für Nachtwache und Abschlussgottesdienst wenige Kilometer östlich von Krakau. Unter anderem untersuchten sie das Feld nach Sprengstoff und bauten vier behelfsmäßige Brücken, über die Pilger kontrolliert auf des Areal kommen sollen.

 

Kommentare zu diesem Artikel
 
Neuer Kommentar
Name *
Email * (wird nicht öffentlich angezeigt)
Kommentar
* Pflichtangaben
 
Diesen Artikel empfehlen

Absender Empfänger Nachricht (optional)
Name
E-Mail

Name
E-Mail
   
 
 
Tipps der Redaktion aus dem Nachrichtenportal
 
NACHRICHTEN
Warschau (dpa) - Im Streit um Polens Justizreform ist zwischen der nationalkonservativen Regierung und Präsident Andrzej Duda bislang keine Einigung in Sicht. Es gebe noch keinen Kompromiss, zitierte die Agentur PAP am Samstag die
Stalowa Wola (dpa) - Nach einer Messerattacke in einem polnischen Einkaufszentrum mit einer Toten und mehreren Verletzten droht dem mutmaßlichen Täter lebenslange Haft. Dem 27-jährigen Polen werde Tötung sowie versuchte Tötung in mehreren
Tonekabon, Iran (dpa) - In einer dramatischen Aktion sind ein deutscher und drei polnische Bergsteiger am 4250 Meter hohen Sialan in der nordiranischen Stadt Tonekabon gerettet worden. Medien berichteten am Samstag, dass die vier Bergsteiger am
Stalowa Wola (dpa) - Bei einer Messerattacke auf mehrere Menschen in einem Einkaufszentrum in Polen hat es am Freitag eine Tote und mindestens sieben Verletzte gegeben. Der mutmaßliche Täter, ein 27-jähriger Pole, wurde von Besuchern des
Brüssel (dpa) - Die polnische Ministerpräsidentin Beata Szydlo hat gleiche Rechte aller EU-Länder bei der Reform der Europäischen Union gefordert. «Wir sind uns alle einig, dass Reformen notwendig sind», sagte Szydlo am Donnerstag bei der
Stettin (dpa) - Bei einer Gasexplosion im polnischen Stettin (Szczecin) ist in der Nacht zum Donnerstag mindestens ein Mensch schwer verletzt worden. Eine Frau habe Verbrennungen an 60 Prozent der Körperoberfläche erlitten, berichtete der Sender
 
Tipps der Redaktion aus dem Reiseportal
 
REISEPORTAL
Ein Land voller Kontraste: Wenn man die pulsierenden Großstädte verlässt und aufs Land hinauskommt, fühlt man sich wie in ein früheres Jahrhundert versetzt. In manchen Gebieten Polens ist die Zeit einfach stehen geblieben. Anstatt moderner
"Siedlce" () ist eine Stadt in Polen in der Wojewodschaft Masowien.GeographieGeographische LageDie Stadt liegt jeweils etwa 90 km entfernt zwischen Warschau und der Grenzstadt Terespol an der Europastraße 30.KlimaDie Temperaturen schwanken im
"Danzig" (polnisch "Gdańsk" , kaschubisch "Gduńsk", latein "Gedanum" oder "Dantiscum") ist eine Hafen- und ehemalige Hansestadt in Polen. Sie liegt westlich der Weichselmündung in der historischen Landschaft Pommerellen und ist Hauptstadt der
"Mielec" ist eine Stadt im Südosten von Polen. Sie gehört zur Wojewodschaft Karpatenvorland und ist Verwaltungssitz des Powiat Mielecki. Mielec liegt etwa 75 Kilometer nordwestlich der Provinzhauptstadt Rzeszów nahe der Grenze zu den
"Breslau" (poln.: "" ) ist mit über 630.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Polens, Hauptstadt der Woiwodschaft Niederschlesien, kreisfreie Stadt und Verwaltungssitz des gleichnamigen Landkreises. Sie bildet als Sitz eines römisch-katholischen
"Leszno" () (deutsch "Lissa", zwischen 1800 und 1918 auch als "Polnisch Lissa" bezeichnet) ist eine kreisfreie Stadt in Polen, die der Wojewodschaft Großpolen angehört und rund 70 km südwestlich von Posen sowie etwa 90 km nordwestlich
Wetter

Warszawa


(22.10.2017 12:03)

9 / 11 °C


23.10.2017
7 / 11 °C
24.10.2017
5 / 8 °C
powered by wetter.com
Börsenberichte

banner

banner

banner

banner

© europe online publishing house GmbH, Weiden, Germany, info@europeonline-magazine.eu | Impressum