Skiurlaub- günstig mit FeWo-direkt
ITS | Jahn | Tjaereborg




    
Hotelsuche in 
 

Der Papst und Raúl Castro

Vatikanstadt, -Vatikanstadt
28.03.2012
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Papst Benedikt für Öffnung Kubas - Castro beharrt auf seinem Weg
Papst Benedikt fordert in Kuba eine Stärkung des Glaubens und den Einsatz für eine offene Gesellschaft. Auch Präsident Raúl Castro hört ihm zu. Doch er beharrt auf seinem Recht, seinen eigenen Weg zu gehen.
Galerie
Havanna (dpa) - Papst Benedikt XVI. hat das sozialistische Kuba eindringlich zu einer Erneuerung der Gesellschaft und zu einer Öffnung ermahnt. So rief er bei einer Messe in Santiago de Cuba die Katholiken Kubas dazu auf, «mit den Waffen des Friedens, der Vergebung und des Verständnisses für den Aufbau einer offenen und erneuerten Gesellschaft, einer besseren, menschenwürdigeren Welt zu kämpfen». Präsident Raúl Castro bekräftigt dagegen das Recht Kubas, seinen eigenen Weg zu gehen. Eine Messe in Havanna ist an diesem Mittwoch Höhe- und Schlusspunkt des päpstlichen Kuba-Besuches.
Papst Benedikt XVI. besucht im März 2012 Mexiko und Kuba

Am Dienstag, dem zweiten Tag des Besuches, traf Benedikt in der kubanischen Hauptstadt Havanna zu einem privaten Gespräch mit Raúl Castro zusammen. Bei dem 40-minütigen Treffen im Palast der Revolution sei auch über die humanitäre Lage in Kuba gesprochen worden, nicht aber über konkrete Fälle politischer Gefangener, berichtete Papst-Sprecher Federico Lombardi. Der Papst habe angeregt, den Karfreitag auch in Kuba zum Feiertag zu machen. Vor seiner Rückreise nach Rom könnte Benedikt auch den schwer kranken Fidel Castro noch besuchen, heißt es.

Zu der von Benedikt geforderten «Erneuerung» sagte der für wirtschaftlichen Aktualisierungen zuständige Vizepräsident Marino Murrillo vor der internationalen Presse in Havanna: «Eine politische Reform wird es in Kuba nicht geben.» Die Wirtschaftsreformen dienten vor allem dazu, das sozialistische Modell zu festigen, erklärte er.

Der Besuch des Papstes fällt in eine Zeit wachsender politischer Spannungen in dem sozialistischen Karibikstaat. Präsident Castro hat zwar wirtschaftliche Reformen begonnen. Aber die Forderung, auch aus Kreisen der Kirche, nach weitergehenden Reformen lehnt er ab. Proteste lässt er - gerade auch vor Benedikts Besuch - unterdrücken.

Der Papst hatte bereits auf dem Flug von Rom nach Mexiko auf die Lage in Kuba Bezug genommen. «Die Ideologien des Marxismus, wie sie konzipiert wurden, entsprechen nicht mehr der Realität», hatte er gesagt. Die Kirche wolle dabei mithelfen, mit der notwendigen Geduld an neuen gesellschaftlichen Modellen für die Zukunft zu arbeiten.

Kubas Außenminister Bruno Rodríguez relativierte die Papstkritik mit den Worten, die Regierung respektiere alle Meinungen und sei zu einem «nützlichen» Austausch bereit. Den Oppositionellen aber drohte er: «Diejenigen, die den apostolischen Besuch stören wollen, werden scheitern.» Der Papst werde auf ein patriotisches Volk treffen, das stolz auf seine Unabhängigkeit und seine Demokratie sei.

Nach Oppositionsangaben waren am Sonntag Dutzende von Dissidenten vorübergehend festgenommen worden. Die international bekannte Bloggerin Yoani Sánchez kritisierte dies als «ideologische Säuberung», um die Teilnahme von Aktivisten und Dissidenten an den päpstlichen Veranstaltungen und Messen zu verhindern. «Die Messen werden nicht vor der Vielfalt des kubanischen Volkes gefeiert, weil die politische Polizei vielen den Zugang verhindert», schrieb sie.

 

Kommentare zu diesem Artikel
 
Neuer Kommentar
Name *
Email *
Kommentar
* Pflichtangaben
 
Diesen Artikel empfehlen

Absender Empfänger Nachricht (optional)
Name
E-Mail

Name
E-Mail
   
 
Weitere Artikel zu diesem Thema
 
Europa
16.03.2012
Vor 14 Jahren stattete Johannes Paul II. Kuba einen historischen Besuch ab. Jetzt tritt sein Nachfolger Benedikt XVI. eine lange Reise nach Mexiko und Kuba an. Er will den Glauben stärken und die Menschen ermutigen. Doch die Visite dürfte auch zu
weiter
Europa
16.03.2012
Vor 14 Jahren stattete Johannes Paul II. Kuba einen historischen Besuch ab. Jetzt tritt sein Nachfolger Benedikt XVI. eine lange Reise nach Mexiko und Kuba an. Er will den Glauben stärken und die Menschen ermutigen. Doch die Visite dürfte auch zu
weiter
Europa
22.03.2012
Der Besuch Papst Benedikts weckt unterschiedliche Erwartungen in Kuba, das seit 50 Jahren kommunistisch regiert wird. Die Opposition hofft auf ein Wort des Papstes zu politischen Reformen, die Kirchenführung auf eine Stärkung des katholischen
weiter
Europa
22.03.2012
Der Besuch Papst Benedikts weckt unterschiedliche Erwartungen in Kuba, das seit 50 Jahren kommunistisch regiert wird. Die Opposition hofft auf ein Wort des Papstes zu politischen Reformen, die Kirchenführung auf eine Stärkung des katholischen
weiter
Europa
20.03.2012
Trotz harter Repressionen wollen die kubanischen «Damas de Blanco» nicht aufgeben. Ihre Chefin Berta Soler kündigte an, die oppositionellen «Frauen in Weiß» wollten zu den Papstmessen gehen: «Koste es, was es wolle». Havanna (dpa) - Nach
weiter
 
Tipps der Redaktion aus dem Nachrichtenportal
 
NACHRICHTEN
Mit seiner Ernennung zum Kardinal muss sich Rainer Maria Woelki (55) eine neue Garderobe zulegen - nicht mehr im bischöflichen Violett, sondern in Kardinalsrot. Zwei neue Soutanen hat Woelki für seine feierliche Ernennung an diesem Samstag im
Berlin hat jetzt auch einen Mann im Vatikan: Mit der Ernennung zum Kardinal wird Erzbischof Rainer Maria Woelki ab und zu neben dem Papst einen Platz einnehmen. Berlin/Rom (dpa) - Nicht im Traum habe er vor einem Jahr gedacht, dass er nun auch noch
Vor 14 Jahren stattete Johannes Paul II. Kuba einen historischen Besuch ab. Jetzt tritt sein Nachfolger Benedikt XVI. eine lange Reise nach Mexiko und Kuba an. Er will den Glauben stärken und die Menschen ermutigen. Doch die Visite dürfte auch zu
Der Besuch Papst Benedikts weckt unterschiedliche Erwartungen in Kuba, das seit 50 Jahren kommunistisch regiert wird. Die Opposition hofft auf ein Wort des Papstes zu politischen Reformen, die Kirchenführung auf eine Stärkung des katholischen
Der Besuch des Papstes hat die Bedeutung der Kirche in Kuba gestärkt. Am Ende bat ihn auch Revolutionsführer Fidel Castro um ein paar Minuten. Beide sprachen über Gott und die Welt. Beim Abschied regnete es in Strömen. Havanna (dpa) - Zum
Bewegender Kreuzweg am Kolosseum in Rom: Die Themen Ehe und Familie standen im Zentrum der Meditationen am Karfreitag. Papst Benedikt XVI. ging direkt auf Alltagssorgen vieler Menschen ein. Rom (dpa) - Papst Benedikt XVI. hat gemeinsam mit tausenden
 
Tipps der Redaktion aus dem Reiseportal
 
REISEPORTAL
Alle Alarmglocken sollten schellen: Ein einziger Mensch vereint gesetzgebende, richterliche und ausführende Gewalt? Kann das gut gehen? Eigentlich natürlich nicht. Es sei denn, dieser Mensch ist nicht nur Mensch allein, sondern auch Stellvertreter
Alle Alarmglocken sollten schellen: Ein einziger Mensch vereint gesetzgebende, richterliche und ausführende Gewalt? Kann das gut gehen? Eigentlich natürlich nicht. Es sei denn, dieser Mensch ist nicht nur Mensch allein, sondern auch Stellvertreter
Was woanders als Selbstverständlichkeit registriert wird – im Vatikan wird Banales wie Friseur oder die Müllabfuhr plötzlich zu etwas Interessantem. Der kleinste Staat der Welt im Telegrammstil: Im Vatikan gibt es weder ein Krankenhaus, noch

Press release - Suppor ...
Press release - Electi ...

UN Rights Chief Commen ...
Radio Farda Investigat ...

Zollitsch würdigt Paps ...
Sommerbetrieb im Prage ...

Alles für die Königin ...
Florieren am Fluss Avo ...

Sommerbetrieb im Prage ...
Tomá? Hude?ek wird neu ...

banner

banner

banner

banner

© europe online publishing house GmbH, Weiden, Germany, info@europeonline-magazine.eu | Impressum