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Der Knoten in der Brust

29.04.2012
Von OA-News und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  Im VZ-Netzwerk posten
Brustkrebs in Deutschland und weltweit - eine Statistik
In der westlich geprägten Welt ist Brustkrebs seit Jahrzehnten die häufigste Krebserkrankung von Frauen – in Deutschland leiden laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) 29 Prozent aller neu erkrankten Krebspatienten am sogenannten Mammakarzinom, einem bösartigen Tumor der Brustdrüse. Etwa jede zehnte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens daran.
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Von Thomas Bolzen - Laut einer Untersuchung des Institute for Health Metrics and Evaluation in Washington (Seattle) wurden weltweit im Jahr 1980 noch 641.000 Neuerkrankungen an Brustkrebs registriert. 2010 waren es bereits über 1,6 Millionen. Auch in Deutschland sind die Zahlen alarmierend: Einer Analyse des Robert-Koch-Instituts zufolge stieg die Zahl der Neuerkrankungen von gerundet 35.000 Fällen 1980 auf 58.000 im Jahr 2006. Das Bevölkerungswachstum wird als Ursache des Anstiegs ausgeschlossen, da die Zahlen schneller gestiegen sind als die Weltbevölkerung.
Der bösartige Tumor in der Brust stellt bei Frauen die häufigste Krebserkrankung dar. Allerdings sind verschiedene Regionen der weiblichen Brust unterschiedlich häufig betroffen. Mit 60 Prozent tritt Brustkrebs am häufigsten im oberen äußeren Quadranten auf.

Rückgang der Sterberate in den Industrieländern
Auch die Anzahl der Todesfälle durch Brustkrebs nahm laut der US-Studie in den letzten drei Jahrzehnten weltweit zu – von 250.000 auf 425.000. Die Sterberate (Mortalität) ist demnach im Verhältnis zur Neuerkrankungsrate (Inzidenz) zwar gesunken - allerdings nur in den Industrieländern, was sich auf die verbesserten diagnostischen und therapeutischen Methoden zurückführen lässt. Die Sterbewahrscheinlichkeit (Letalität) liegt hier heute laut RKI etwa bei 30 Prozent. Einer EU-Leitlinie zur Brustkrebs-Diagnose zufolge könnten zudem jährlich 32.000 Todesfälle durch Brustkrebs in der Europäischen Union verhindert werden, wenn die Standards zur Früherkennung flächendeckend eingesetzt würden.

Immer mehr Brustkrebs in Entwicklungsländern
Als besonders besorgniserregend stufen die amerikanischen Forscher die Tendenz der Brustkrebs-Statistik in den Entwicklungsländern ein. 1980 lag ihr Anteil an den global registrierten Erkrankungen noch bei 35 Prozent, heute sind es 51 Prozent. Während die Sterberate in den Industrieländern von 3,1 auf 2,1 Prozent aller Frauen gesunken ist, ist sie in den Entwicklungsländern zudem von 1 auf 1,6 Prozent gestiegen.

Ursachen für den Anstieg / Risikofaktoren
Über die Ursachen des Anstiegs an Brustkrebs auf der ganzen Welt und vor allem in den Entwicklungsländern spekulieren die Experten noch. Verschiedene Studien zu den Risikofaktoren des Mammakarzinoms deuten aber darauf hin, dass Aspekte des westlichen Lebensstils, der zunehmend auch Einzug in Entwicklungsländern erhält, für die negative Tendenz verantwortlich sind. Neben Abgasbelastung, Übergewicht, Bewegungsmangel, Tabak und Alkohol werden Hormonbehandlungen (auch Antibabypille), Kinderlosigkeit oder eine späte erste Schwangerschaft als Negativfaktoren genannt. Viele Geburten, Schwangerschaften in jungen Jahren und längere Stillzeiten scheinen das Risiko einer Erkrankung im Gegenzug zu mindern.

Nur 1 Prozent der Erkrankten sind Männer

Von Brustkrebs betroffen sind nach wie vor hauptsächlich Frauen – nicht einmal ein Prozent der Erkrankten in Deutschland sind Männer. Der Seltenheit der Krankheit bei Männern ist wohl auch der Umstand geschuldet, dass der Krebs später (durchschnittlich mit 70, bei Frauen mit 64 Jahren) erkannt wird und sich die Sterberate deshalb trotz verbesserter Behandlungsmöglichkeiten in den letzten Jahrzehnten kaum verändert hat – bei einer Rate von nur etwa 500 Neuerkrankungen in Deutschland pro Jahr sterben zirka 200 Patienten an der Krankheit.

 

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