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Das Leben im Rausch

Europa
18.11.2011
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
20. Todestag von Rock-Ikone Freddie Mercury
Er hatte eine Stimme, die über dreieinhalb Oktaven reichte und eine Bühnenpräsenz, mit der er ganze Stadien in Atem hielt: Freddie Mercury, Frontmann und Kopf der Rockgruppe Queen. Am 24. November jährt sich sein Todestag zum 20. Mal.
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London (dpa) - Stimme: unerreicht! Bühnenpräsenz: unerreicht! Eskapaden: unerreicht! 20 Jahre nach seinem Tod ist Freddie Mercury, Sänger und Frontmann der Rockgruppe Queen, noch immer die Ikone von Fans der Rockmusik Marke 80er Jahre. Songs aus der Feder Mercurys wie «We are the Champions» oder «We will Rock you» dürfen bei keiner Fete fehlen. Der charismatische Musiker mit dem markanten Schnauzer und dem Faible fürs Außergewöhnliche starb am 24. November 1991 in seinem Haus in London im Alter von nur 45 Jahren an Aids.
Legende der Rockgeschichte: Freddie Mercury.

Wenn er heute noch leben würde, würde Freddie Mercury wohl mindestens auf einem Tiger reiten. Zu Lebzeiten reichten eine überdimensionale Krone und ein Königsmantel, um Hunderttausende Fans zu begeistern. Oder einfach ein Unterhemd, das die enorm behaarte Brust des gertenschlanken Mannes mit der Dreieinhalb-Oktaven-Stimme offenbarte. «Er war stolz darauf, ein Kind der Welt zu sein», sagte sein ehemaliger Band-Kollege Brian May. «Er war sehr international.»

Genauso extravagant wie seine als Rockopern inszenierten Bühnenshows war das Privatleben des auf Sansibar geborenen Freddie Mercury. «In ein leeres Schlafzimmer zu kommen, ist sein Alptraum», sagte einmal ein Freund über den Sohn indischer Eltern. Mercury hatte unzählige Frauen, die Münchner Schauspielerin und Sexbombe Barbara Valentin soll seine große Liebe und feiererprobte Freundin gewesen sein. «Thank you for big tits and misconduct» («Dank dir für große Titten und schlechtes Benehmen») - eine Liedzeile Mercurys, soll der Blondine gewidmet gewesen sein.
Mercurys Familie stammte aus Indien und gehörte der Minderheit der Parsen an, deren Glaube Zoroastrismus ist.

Doch einer wie Freddie Mercury belässt es nicht bei der Liebe zu einem Geschlecht. Bereits in den 1970er Jahren hatte er sich als bisexuell geoutet, wilde Partys mit Sex, Alkohol, Drogen und viel Rock ‘n‘ Roll wurden gefeiert. München wählte er als zweite Heimat, weil er dort produktiv arbeiten, vor allem aber auch ein weitgehend unbehelligtes Privatleben führen konnte. Später zog er wieder nach London. Auch dort soll im Hause Mercury im Londoner Edel-Stadtteil Kensington nachts das Licht selten ausgegangen sein, wenn Freddie daheim war. In dieser Zeit lebte er mit Jim Hutton zusammen, der 2010 starb.

Doch schließlich musste auch Mercury dem ausschweifenden Leben Tribut zollen. Bereits 1987 erkrankte er an der Immunschwächekrankheit Aids. Obwohl die Boulevardmedien lange Zeit voll mit Spekulationen über den Gesundheitszustand des Queen-Frontmannes waren, gab er seine Erkrankung erst am 23. November 1991 zu. Einen Tag später war er tot, gestorben an einer Lungenentzündung infolge der HIV-Infektion. Die von ihm komponierte offizielle Olympiahymne «Barcelona», aufgenommen mit Opernstar Montserrat Caballé für die Spiele 1992, erlebte er nicht mehr.

Mercury und seine Musik beeinflussen noch heute die Szene wie kaum jemand anders aus seiner Zeit. Top-Stars wie Lady Gaga behaupten regelmäßig, sie seien von Queen inspiriert. Die Leser der Zeitschrift «Classic Rock» wählten Freddie Mercury noch 2009 zum «größten Rocksänger aller Zeiten», der «Rolling Stone» führt ihn immerhin auf Platz 18 der Liste der besten Sänger der Geschichte. Bandkollege May ist noch heute voller Lob. «Wir schätzen ihn, wir sind sehr stolz auf ihn», sagte er jüngst der BBC.


Quelle: Youtube.com


 

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