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Cugir

Rumänien, Cugir
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Ortseingangsschild

Lage
"Cugir" (deutsch: "Kudschir", ungarisch "Kudzsir") ist eine Stadt im Kreis Alba in der Mitte Rumäniens mit etwa 26.000 Einwohnern. Sie liegt in etwa am südwestlichen Rande Siebensbürgens, ca. 90 km von Sibiu (Hermannstadt) entfernt. Cugir befindet sich nur wenige Kilometer abseits der Fernverkehrsstraße 7, einer der Haupttransitrouten zwischen Ungarn und Bukarest.

Stadtgebiet und Ortsteile
Das Stadtgebiet ist ca. 350 Quadratkilometer groß und besteht insbesondere aus Wald und Gebirgsflächen (245 Quadratkilometer). Cugir hat neben dem Hauptort sieben weitere Ortsteile: Vinerea, Bocşitura, Bucuru, Călene, Feţeni, Goaşele und Mugeşti.

Wirtschaft
Seit dem vergangenen Jahrhundert ist Cugir ein wichtiger Industriestandort in Rumänien. Bekannt ist die Stadt durch seine metallverarbeitende Industrie und die Rüstungsindustrie. Zur Zeit des Diktators Nicolae Ceauşescu wurde Cugir von der Landkarte gestrichen, weil dort eine der bedeutendsten Fabriken für Waffen stand. Mit den politischen Umwälzungen in Rumänien kam auch der wirtschaftliche Zusammenbruch. Ein Großteil der Beschäftigten der Fabriken verlor in den frühen 1990er Jahren die Arbeit.

Zwischenzeitlich sind die Werke großteils restrukturiert und privatisiert worden. Die alten, teilweise nicht mehr genutzten Industrieflächen wurden in einen Industriepark umgewandelt, in dem sich zahlreiche neue Firmen angesiedelt haben. So werden in Cugir neben unzähligen verschiedenen Metallwaren, für deren Herstellung die Stadt nach wie vor ein Zentrum ist, zwischenzeitlich auch Möbel, Textilien und anderweitige Güter hergestellt.

Geschichte
Cugir ist erstmals 1493 unter dem Namen „Villa Kudzir” urkundlich erwähnt worden. Auf dem Berg „Cetate” im Stadtgebiet von Cugir wurden aber auch ein altertümliches Fürstengrab und eine Ruine einer dakischen Festung (Dakien war eine römische Provinz) aus dem dritten Jahrhundert entdeckt.

Politik und Verwaltung
Das administrative Organ der Stadt Cugir ist der Stadtrat mit 19 Mitgliedern aus fünf politischen Parteien (Stand 2008). Das exekutive Organ der Stadt ist die Stadtverwaltung. Sie ist ähnlich wie in Deutschland in Abteilungen und Sachgebiete unterteilt und wird vom Bürgermeister, dem Vizebürgermeister und der Geschäftsführung geleitet.

Erziehung und Bildung
Es gibt sieben Kindergärten, fünf Volksschulen und zwei Hochschulen (das nationale College „David Prodan“ und das technische College „I. D. Lăzărescu“) mit insgesamt mehr als 4.600 Schülern.

Kultur
Die größte kulturelle und künstlerische Veranstaltung ist das jährlich stattfindende, mehrere Tage dauernde Herbst-Festival „Toamna cugireană“
mit einem großen Festumzug.

Tourismus
Einer der beliebtesten Orte, um die Freizeit an den Wochenenden und in den Ferien zu verbringen, ist das ca. 20 Kilometer vom Stadtzentrum entfernte „Prislop Chalet“. Bekannt ist auch das Naturschutzgebiet „Sureanu“, mit einem der höchsten Aussichtspunkte der Region, einem Gletschersee und einem schönen Ferienhaus.

Cugir liegt unmittelbar am Rande des Hauptgebirgszuges der Südkarpaten mit seinen riesigen Laubwäldern und einer sehr ursprünglichen Landschaft. Der Tourismus ist noch kaum entwickelt, so dass die gesamte Region gerade für Individualtouristen ein reizvolles Ziel darstellt.

Religion
In Cugir gibt es viele rumänisch orthodoxe Kirchen, aber auch Kirchen anderer orthodoxer Richtungen. Außerdem gibt es eine (für rumänische Verhältnisse) große Baptistische Gemeinde (Gemeinde im Sinne von Kirche).

Städtepartnerschaft
Cugir pflegt freundschaftliche Beziehungen zu Wasserburg am Inn in Deutschland, Bayern. Den Ursprung haben die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Cugir und Wasserburg am Inn in den frühen 1990er Jahren. Nach dem Zusammenbruch des diktatorischen Systems in Rumänien wurden zahlreiche Hilfslieferungen von Wasserburg nach Cugir gebracht, für die sich in erster Linie die Vereine Freunde Maria Rast und die Kolpingsfamilie Wasserburg engagierten. Durch den Verlust von tausenden Arbeitsplätzen in der Rüstungsindustrie hatte es Cugir in den Zeiten des Umbruchs vergleichsweise hart getroffen.

Durch den wirtschaftlichen Aufschwung in Rumänien sind die Hilfslieferungen zwar weniger geworden, dennoch haben sich die Beziehungen zwischen den beiden Städten weiter intensiviert. Zwischenzeitlich scheinen sich Kontakte auch auf privater Basis über die offizielle Ebene hinweg gebildet zu haben. 2006 unterzeichneten die beiden Ersten Bürgermeister – Michael Kölbl aus Wasserburg und Adrian Teban aus Cugir – in Wasserburg einen Freundschaftsvertrag.



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