LÄNDER
STÄDTETIPPS
TOURENTIPPS
PROFI SUCHE
Caen
Frankreich, Caen
Saint-Étienne
Burg Caen
"Caen" ist die Hauptstadt der französischen Region Basse-Normandie und mit 113.987 (1999) Einwohnern die größte Stadt im Département Calvados. Außerdem ist sie Sitz der Präfektur des Départements. Die Präfektur verwaltet auch das Arrondissement Caen; es besteht aus 24 Kantonen. Die Stadt selbst untergliedert sich in neun Kantone.
Geschichte
Der Name der Stadt Caen ist altkeltisch und bedeutet soviel wie Schlachtfeld ("catu" = Kampf; "mago" = Ebene). Bereits zur Zeit der Kelten, sowie im 11. Jahrhundert und zu anderen Zeiten war Caen Schauplatz heftiger Kämpfe.
Caen war die Hauptstadt des Herzogtums Normandie; Wilhelm der Eroberer eroberte England im Jahr 1066 und baute in Caen eine Burg sowie eine Abtei für Frauen "(Abbaye aux dames)" und eine für Männer "(Abbaye aux hommes)", in der er auch begraben wurde. Später, während der Hugenottenkriege (1562), wurde sein Grab jedoch zerstört und seine Gebeine gingen verloren. Wilhelms Grabstein ist jedoch bis heute in der Kirche zu besichtigen. Er ließ die Klöster bauen, um nach seiner beim Papst unliebsamen Heirat mit seiner Cousine Mathilde Sühne zu leisten. Beide Klöster gehören zu den wichtigsten Baudenkmälern der Normandie und werden heute – von den Mönchen bzw. Nonnen während der Französischen Revolution verlassen – als Pfarrkirchen genutzt.
Als im Zweiten Weltkrieg die Westalliierten 1944 die Calvados-Küste als Landungsort der Invasion festlegten, kam Caen als Eisenbahnknotenpunkt besondere Bedeutung zu. Nach der am 6. Juni 1944 (D-Day) geglückten Landung der Briten ("Gold Beach", "Sword Beach"), Kanadier ("Juno Beach") und US-Amerikaner ("Utah Beach", "Omaha Beach") rückten zunächst die Briten zusammen mit französischen Kommandoeinheiten von Sword-Beach allein auf Caen vor; dann stießen die bereits am Invasionstag vereinten Truppen von "Juno" und "Gold" dazu. Laut Operation Overlord war geplant, die Stadt in wenigen Tagen freizukämpfen, denn der Einnahme von Caen als erster größerer Stadt auf französischem Boden kam auch eine hohe Symbolwirkung zu.
Allerdings leisteten in der Schlacht um Caen die deutschen Verteidiger einen unerwartet massiven Widerstand. Im Verlauf dieser Kämpfe wurde Caen fast völlig zerstört. Die vollständige Einnahme der Stadt gelang den Briten und Kanadiern erst am 9. Juli 1944.
Der Wiederaufbau von Caen dauerte offiziell von 1948 bis 1962. Erstmals war am 6. Juni 2004 mit Gerhard Schröder ein deutscher Bundeskanzler zur Jubiläumsfeier der Invasion eingeladen. An die Landung in der Normandie und den Zweiten Weltkrieg erinnert die Gedenkstätte "Mémorial" mit dem Friedensmuseum "(Musée de la paix)".
Politik
Bürgermeister
Bürgermeister von Caen ist seit 2008 Philippe Duron (* 19. Juli 1947). Er ist Mitglied der Sozialistischen Partei Frankreichs und trat bei den Wahlen im März 2008 als Spitzenkandidat für die vereinigte Liste der Linken "Caen en Capitals" an. Im zweiten Wahlgang am 16. März 2008 besiegte seine Liste die der UMP von Amtsvorgängerin Brigitte Le Brethon und beendete damit die seit 1959 ununterbrochene Regierungszeit konservativer Parteien in Caen.
Städtepartnerschaften
Die Stadt Caen unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
* Deutschland Würzburg, Bayern, seit 1962
* Großbritannien Portsmouth, Südostengland, seit 1987
* USA Nashville, Tennessee, seit 1991
* USA Alexandria, Virginia, seit 1991
* Senegal Thiès, Senegal, seit 1992
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
In Caen fährt die Tramway de Caen, ein sogenannter Spur-Obus. Er stellt eine Mischung aus Oberleitungsbus und Straßenbahn dar. Der Flugplatz Caen-Carpiquet befindet sich außerhalb der Stadt, nahe dem Ort Carpiquet, und bietet eine Anschlussmöglichkeit für französische Inlandsflüge, aber auch internationale Flüge z. B. nach Spanien, Malta und Kroatien. Mit über 200.000 Passagieren pro Jahren ist der Flugplatz Caen-Carpiquet der wichtigste der Normandie.
Ferner verfügt Caen über ein dichtes Netz an Buslinien.
Neben dem Jachthafen gehört zur Stadt Caen außerdem der Handels- und Fährhafen "Caen-Ouistreham"
Ansässige Unternehmen
Die Firma NXP Semiconductors unterhält in Caen ein Halbleiterwerk mit einer Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Weiterhin gibt es Produktionsstätten der Unternehmen Renault und Bosch.
Der größte Arbeitgeber der Region ist jedoch das Universitätskrankenhaus.
Bildung
In Caen befindet sich die 1432 gegründete Universität Caen. Sie wurde während der schweren Kämpfe im Zweiten Weltkrieg fast komplett zerstört, jedoch nach dem Ende des Krieges wieder auf- und ausgebaut. Das Symbol der Universität ist deshalb der Phönix.
Die Universität ist gegliedert in den älteren "Campus 1" nahe der Stadtmitte, sowie den "Campus 2" weiter nördlich. Ersterer beherbergt vor allem die Geisteswissenschaften und Sozialwissenschaften, wohingegen die meisten Naturwissenschaften am "Campus 2" zu finden sind. Des Weiteren gibt es noch einen "Campus 3", der sich etwa in südlichen Vorort Ifs befindet und das "Institut universitaire de Technologie (IUT)" beherbergt. Momentan studieren etwa 25.000 Studenten an der "Université de Basse-Normandie".
Bild:Caen Hôtel de Ville.JPG|Hôtel de Ville von Caen, ehemalige Abbaye aux Hommes
Bild:Saint_Pierre_Caen_chevet.jpg|Kirche Saint Pierre
Bild:Chato porte des champs.jpg|Tor zur Burg von Caen
Bild:AbbDames façade.jpg|Klosterkirche Sainte-Trinité
Söhne und Töchter der Stadt
*Daniel-François-Esprit Auber, Opernkomponist (1782–1871)
*Tanneguy Le Fèvre, Humanist
*Emmanuel Bex, Jazzorganist
*Isaak Franz Egmont Graf von Chasot, Freund Friedrichs des Großen und preußischer Offizier
*Alexandre-Étienne Choron, Musikwissenschaftler und -pädagoge
*Jean de Crèvecoeur, US-amerikanischer Schriftsteller
*Jacques Daléchamps, französischer Arzt und Botaniker
*Jules Danbé, Dirigent und Geiger
*André Danjon, französischer Astronom
*Gabriel Dupont, Komponist
*Martial de Guernon-Ranville, Minister
*Jean-Pierre Jaussaud, Autorennfahrer
*Marie-Pierre Kœnig, französischer General
*Marek Kwiatkowski (* 1930), polnischer Kunsthistoriker
*Guy de Lioncourt (1885–1961), französischer Komponist
*François de Malherbe, französischer Schriftsteller
*Pierre Varignon, französischer Mathematiker
Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 22.05.2013 10:18 von den Wikipedia-Autoren.
Überblick
Kommentare zu diesem Artikel
Diesen Artikel empfehlen
Tipps der Redaktion aus dem Reiseportal
REISEPORTAL
Jeder Asterix-Leser weiß es: Schon im Jahre 300 vor unserer Zeitrechnung besiedelte der Stamm der „Parisii“, vornehmlich Fischer wie Verleihnix, die Seine-Insel Île de la Cité und wahrscheinlich gab es auch damals schon die typischen Staus und
Comment? Paris soll die kleinste der neun beschriebenen Metropolen sein? Lassen Sie sich bitte nicht ins Bockshorn jagen, alles letztendlich eine Frage des Zuschnitts – und der Fortbewegungsmittel! Darf‘s ein bisschen mehr sein? Hier ein Greater
Satellitenfoto von Paris"Paris" (frz. ) ist die Hauptstadt Frankreichs und der Region Île-de-France. In älteren - zumeist lateinischen - Texten wird Paris auch Lutetia/Lutezia genannt. Der Fluss Seine teilt die Stadt in einen nördlichen Teil
Die erste Frau in der Gruppe der Impressionisten musste lange auf ihre Retrospektive warten: Nach mehr als 70 Jahren widmet Paris Berthe Morisot (1841-1895) wieder eine große Ausstellung. Paris (dpa) - Bis zum 1. Juli zeigt das Musée
Von Albrecht Dürer bis Jeff Koons: Tiere haben Maler und Bildhauer schon immer fasziniert. Erstmals wird in Paris der Beziehung zwischen Künstler und Tier eine große Ausstellung gewidmet. Paris (dpa) - Manege frei für Dürer, Picasso,
"Marseille" (deutsch veraltet: "Massilien", okzitanisch: "Marselha") ist die wichtigste französische und eine bedeutende europäische Hafenstadt. Sie liegt am Golfe du Lion, einer Mittelmeerbucht. Die Stadt, deren Einwohner sich "Marseillais"
Tipps der Redaktion aus dem Nachrichtenportal
NACHRICHTEN
Die Prêt-à -Porter-Schauen der Damenkollektionen für Frühjahr/Sommer 2012 sind am Dienstag (27.9.) in Paris an den Start gegangen. Paris (dpa) - Nach dem Schauenmarathon in New York, London und Mailand dreht sich nun für neun Tage in der
Die Pariser Modemacher punkten mit Subtilität und etwas Nostalgie. Am vierten Tag gab es neben viel Weiblichkeit auch Verweise auf klösterliche Strenge und die 1950er Jahre. Paris (dpa) - Die sprichwörtliche Raffinesse französischer
Nichts Neues bei Dior: Anders als erhofft hat das Pariser Modehaus nicht den Nachfolger des im März entlassenen John Galliano bekanntgegeben. Paris (dpa) - Branchenkenner hatten während der Pariser Modewoche mit einer Entscheidung vor oder
Unverwüstliche Designerin: Mit fast jugendlicher Frische trat Vivienne Westwood (70) nach der Prêt-à -Porter-Schau ihrer Damenkollektion in Paris am Freitag auf den Laufsteg - Arm in Arm mit ihrem um Jahrzehnte jüngeren Mann Andreas Kronthaler.
Eine Modenschau als Reality-Show: So inszenierte Jean Paul Gaultier am Samstag in Paris seine Prêt-à -Porter-Kollektion für Frühjahr/Sommer 2012. Am Kopf des Laufstegs war ein Gerüst mit Kleiderständern aufgebaut. Während die Gäste warteten,
Bei der Pariser Modewoche haben die Frauen zur Zeit die Wahl zwischen rasant, damenhaft und eher rustikal. Charlène von Monaco zeigte sich begeistert von der Akris-Kollektion. Paris (dpa) - Auch wenn die Modeszene zur Zeit bei den
Börsenberichte
Press release - Energy ...Pressemitteilung - Wei ...
Press release - Energy ...
Pressemitteilung - Wei ...
New Documents Suggest ...Moscow Says Top Islami ...
New Documents Suggest ...
Moscow Says Top Islami ...
Italiens Fußball-Meist ...Leutheusser-Schnarrenb ...
Italiens Fußball-Meist ...
Leutheusser-Schnarrenb ...
2700 Biere im «Deliriu ...Edles Bäder- Vergnügen ...
2700 Biere im «Deliriu ...
Edles Bäder- Vergnügen ...
In Tschechien riesige ...Lidl Tschechien verkau ...
In Tschechien riesige ...
Lidl Tschechien verkau ...
weiter





