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Bytom

Polen, Bytom
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Beuthen um 1910
Das Stadtgebiet auf einer alten Landkarte: Beuthen mit Schomberg und Rossberg
Die Trinitatiskirche
Der Schlafende Löwe
Der Ring
Stadtverwaltung
Das Oberschlesische Museum

"Bytom" , (deutsch "Beuthen O.S."), ist eine kreisfreie Großstadt in der Woiwodschaft Schlesien im südlichen Teil Polens, rund 320 km südwestlich der Landeshauptstadt Warschau und rund 85 km nordwestlich von Krakau. Vorherrschende Industrie war traditionell der Steinkohlebergbau im Oberschlesischen Kohlerevier, einem der größten Steinkohlevorkommen in Mitteleuropa, den Strukturwandel überstand jedoch nur die "Carsten-Zentrum-Grube".

Geschichte
Die Stadt wurde 1136 als "Bithom" erstmals erwähnt und besitzt seit 1254 deutsches Stadtrecht. Durch Aufteilung des Herzogtums Oppeln wurde die Stadt 1281 Sitz des Herzogtums Beuthen, das 1289 unter böhmische Oberhoheit kam. Seit 1450 wurde die Stadt "Beuthen" genannt. Sie kam 1526 zusammen mit Böhmen zum Habsburgerreich und wurde 1742 mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen angegliedert.

Durch Industrialisierung und Bergbau (Steinkohle-, Zink- und Bleierzvorkommen in der Umgebung) erlebte die Stadt im 19. Jahrhundert einen starken wirtschaftlichen Aufschwung. Am 1. April 1890 wurde Beuthen zum Stadtkreis erhoben. 1894 wurde die erste Straßenbahnlinie, 1899 die Stadtbibliothek eröffnet.

Nach dem Ersten Weltkrieg votierten am 20. März 1921 in Oberschlesien 59,4 Prozent der Oberschlesier für Deutschland und 40,6 Prozent für Polen. Wie im Versailler Vertrag vorgesehen, wurde die Region zwischen beiden Staaten geteilt. Der gesamte Verlauf vom Kriegsende bis zur Teilung war von drei polnischen Aufständen begleitet.
Beuthen, dessen Einwohner zu 75 % für die weitere Zugehörigkeit zum Deutschen Reich gestimmt hatten, verblieb bei Deutschland, wurde jedoch zur Grenzstadt zum nun polnischen Ostoberschlesien. im "Archiv deutscher Wochenschauen"

Am 27. Januar 1945 wurde Beuthen von der Roten Armee besetzt und unter polnische Verwaltung gestellt. Das Beuthener Rathaus wurde zerstört. Die deutschen Bewohner, soweit sie nicht bereits vor den anrückenden Sowjetsoldaten geflüchtet waren, wurden größtenteils aufgrund der Bierut-Dekrete vertrieben. In der seither „Bytom“ genannten Stadt lebt jedoch auch heute noch eine große Anzahl von Menschen deutscher Herkunft.

Der Abbau großer Kohlevorkommen unter der Stadt wurde während des Sozialismus rücksichtlos vorangetrieben. Die Folgen dieses Bergbaus stellen heute das größte Problem Bytoms dar. Im gesamten Stadtgebiet kann es zum plötzlichen Absacken des Bodens und der darauf befindlichen Gebäude kommen. Derartige Ereignisse sind schwer vorhersehbar, zumal es an einer Kartierung der gefährdeten Gebiete und des exzessiven Kohlebergbaus mangelt. Aufgrund der daraus resultierenden schlechten Investitionssicherheit fließen heute nur sehr wenige Investitionen nach Bytom und die Zahl der Erwerbslosen ist mit rund 30 % dementsprechend hoch. Die Bausubstanz in der gesamten Stadt ist weitgehend verfallen, und durch das Absacken des Bodens stehen viele Gebäude schief.

Einwohnerentwicklung

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Stadtgliederung

Die Stadtteile Bytoms

* Bobrek
* Górniki (Friedrichswille)
* Karb (Karf)
* Łagiewniki (Hohenlinde)
* Miechowice (Miechowitz)
* Rozbark (Roßberg)
* Stolarzowice (Stollarzowitz)
* Stroszek (Strossek)
* Sucha Góra (Trockenberg)
* Szombierki (Schomberg)
* Śródmieście (Innenstadt)

Sehenswürdigkeiten
* Trinitatiskirche, katholische Kirche erbaut in den Jahren 1883 bis 1886
* Ring mit Bebauung
* Oberschlesisches Museum, erbaut 1929/1930
* Barbarakirche, katholische Kirche erbaut im 1931 nach Plänen von Arthur Kickton
* Die katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt ist eine gotische Hallenkirche aus dem 13. und 14. Jahrhundert, die nach einem Brand im 16. Jahrhundert sowie von 1851 bis 1857 durch eine Regotisierung umgestaltet wurde, der der an der Südwand der Kirche stehende Glockenturm seine neugotische Backsteinaufstockung verdankt.
* Die barocke Adalbertkirche diente vor 1945 als St.-Nikolaus-Kirche der evangelischen Gemeinde als Gotteshaus
* Der Stadtpark von 1870, hier befand sich unter anderem bis 1982 eine Schrotholzkirche
* Förderturm der ehem. „Hohenzollerngrube“, erbaut um 1929
* Opera Śląska, eine der bedeutendsten und wichtigsten Opern in Polen

Sport
* "Polonia Bytom" (polnischer Fußball-Meister 1954 und 1962)
* "Polonia Bytom" (polnischer Eishockey-Meister 1984, 1986, 1988, 1989, 1990 und 1991)
* "GKS Szombierki Bytom" (polnischer Fußball-Meister 1980)

Dann gibt es Czarni Bytom sowie eine Reihe von Kampfsportclubs, unter anderem den Judoklub Bytom, woher der dreifache Olympiasieger Waldemar Legień kommt.

Städtepartnerschaften
Bytom unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften:
* Recklinghausen (Deutschland), seit 2000
* Butte Silver Bow (USA)
* Vsetín (Tschechien)
* Dmitrow (Russland)

Söhne und Töchter der Stadt
* Grzegorz Gerwazy Gorczycki (* zwischen 1664 und 1667; † 30. April 1734 in Krakau) – Kapellmeister und Komponist
* Ernst Gaupp (* 13. Juli 1865; † 23. November 1916) – Anatom und Wirbeltiermorphologe
* Eva von Tiele-Winckler (* 31. Oktober 1866 auf Schloss Miechowitz, heute Bytom-Miechowice; † 21. Juni 1930) – Diakonisse
* Georg Sperlich (* 1871; † 1941) – Oberbürgermeister von Münster (Westfalen)
* Adolf Kober (* 1879; † 1958), Rabbiner und Historiker
* Maximilian Kaller (* 10. Oktober 1880; † 7. Juli 1947) – katholischer Bischof
* Max Tau (* 19. Januar 1897; † 13. März 1976) – deutsch-jüdischer Humanist, Philosoph und Dichter
* Ernst Kaller (* 27. März 1898 ; † 1. November 1961) – Organist und Hochschullehrer
* Richard Czaya (* 23. Februar 1905; † 25. Oktober 1978) – deutscher Schachspieler und Präsident des Deutschen Schachbundes
* Rudolf Vogel (* 18. April 1906; † 4. Juni 1991) – Politiker der CDU
* Richard Malik (* 10. Dezember 1909; † 20. Januar 1945) – ehemaliger Fußballnationalspieler
* Leo Kardinal Scheffczyk (* 21. Februar 1920; † 8. Dezember 2005) – katholischer Theologe
* Wolfgang Nowak (* 7. Juni 1944; † 4. Juni 2002) – Politiker der CDU
* Guntram Hecht (* 9. Dezember 1923) – deutscher Musikpädagoge, Organist und Komponist
* Martin Wein (* 1925) – deutscher Journalist, Autor, Übersetzer
* Hermann Koziol (* 1926) – Bildhauer
* Harry Tallert (* 11. Juli 1927; † 29. November 1997) – Journalist und Politiker (SPD), MdB
* Hans-Joachim Kasprzik (* 14. August 1928; † 10. Oktober 1997) – DEFA-Regisseur
* Reiner Zimnik (* 13. Dezember 1930) – Maler, Zeichner, Schriftsteller, Fernsehpionier
* Dieter Honisch (* 11. Mai 1932; † 7. Dezember 2004) – von 1975 bis 1997 Direktor der Neuen Nationalgalerie bei den Staatlichen Museen in Berlin
* Reiner Maria Gohlke (* 29. Juli 1934) – deutscher Manager
* Jan Liberda (* 26. November 1936) – ehemaliger polnischer Fußballspieler
* Leo-Ferdinand Graf Henckel von Donnersmarck (* 26. Dezember 1935; † 23. Juli 2009)) – deutsch-oesterreichischer Manager
* Herbert Goliasch (* 11. Januar 1938) – Landtagsabgeordneter (CDU)
* Hans-Jürgen Felsen (* 30. Januar 1940) – deutscher Leichtathlet
* Horst W. Opaschowski (* 3. Januar 1941) – Erziehungswissenschaftler und Freizeitforscher
* Edgar Moron (* 28. August 1941) – Diplom-Politologe und 1. Vizepräsident des Landtags NRW (14. Wahlperiode)
* Hans-Jochen Jaschke (* 29. September 1941) – Weihbischof und katholischer Theologe
* Jerzy Konikowski (*1947), deutscher Schachspieler
* Leszek Engelking (* 2. Februar 1955) – polnischer Dichter und Schriftsteller
* Edward Simoni (* 7. August 1959) – Panflötist, Multi-Instrumentalist, Komponist, Arrangeur
* Roman Szewczyk (* 18. März 1965) – ehemaliger polnischer Fußballspieler
* Paul Freier (* 26. Juli 1979) – deutscher Fußballnationalspieler
* Katarzyna Pawlik (* 1989) – polnische Schwimmerin

Bekannte Einwohner
* Martin Max (* 7. August 1968 in Tarnowskie Góry) – ehemaliger deutscher Fußballnationalspieler

Verweise
→Siehe auch Wappen von Bytom

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Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 17.10.2017 08:02 von den Wikipedia-Autoren.
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