LÄNDER
STÄDTETIPPS
TOURENTIPPS
PROFI SUCHE
Bruckners neun Sinfonien
Europa, Wien
04.06.2012
Barenboim dirigiert Bruckner-Marathon in Wien
Galerie
Berlin/Wien (dpa) - Daniel Barenboim (69) kehrt mit einem Konzertmarathon in Wien an den Ort seines Karrierebeginns zurück. Fast sechzig Jahre nach seinem ersten Konzert in Europa wird er von diesem Donnerstag an (bis 17. Juni) die neun Sinfonien Anton Bruckners mit der Staatskapelle Berlin im Musikvereinssaal aufführen. «Dass wir zum 200. Geburtstag der Gesellschaft der Musikfreunde eingeladen werden, ist eine große Ehre», sagte der Dirigent und Pianist der Nachrichtenagentur dpa.
«Wien war die erste europäische Hauptstadt, in der ich gespielt habe - Ende dieses Jahres werden es seitdem 60 Jahre sein», sagte Barenboim.
«Wien war die erste europäische Hauptstadt, in der ich gespielt habe - Ende dieses Jahres werden es seitdem 60 Jahre sein», sagte Barenboim. Mit der österreichischen Hauptstadt verbindet der Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper die ersten Erinnerungen an Europa, nachdem er mit seinen Eltern von Argentinien nach Israel ausgewandert war. «Wien war damals eine besetzte und geteilte Stadt.» Ihm sei die Stadt zunächst sehr fremd vorgekommen. «Ich habe aber alles begierig aufgenommen, das Musikleben war unglaublich.»
Zwar sei seine Heimatstadt Buenos Aires damals ein internationales Musikzentrum gewesen. «Es kamen die großen Dirigenten, der Spielplan des Teatro Colón wurde von Fritz Busch und Erich Kleiber geprägt.» Doch in Österreich habe er mit den Wiener Philharmonikern erstmals ein Spitzenorchester gehört.
Eine Einladung des Dirigenten Wilhelm Furtwängler in Salzburg, bei den Berliner Philharmonikern aufzutreten, habe sein Vater ausgeschlagen. «Mein Vater empfand das als eine große Ehre, lehnte aber ab. Neun Jahre nach dem Holocaust war es für eine jüdische Familie, die nach Israel übergesiedelt war, zu früh, um nach Deutschland zu gehen.»
Er habe seinen Vater gefragt, warum dieser sich gegen Deutschland und für Österreich entschieden habe. «Er sagte mir, dass die Österreicher behaupteten, dass sie Opfer der Deutschen gewesen waren. Ganz überzeugt davon war er aber nicht.»

Die Deutsche Post AG brachte am 9. Oktober 1996 eine Sondermarken zum 100. Todestag des Komponisten Anton Bruckner (l) sowie ein deutsch-australisches Sonderpostwertzeichen zum 100. Todestag des Australienforschers Ferdinand von Müller (oben) heraus.
«Ich war damals eigentlich sehr kurz in Wien, aber es hat einen Eindruck hinterlassen, wie keine andere europäische Hauptstadt. In Wien gehört Musik zum Alltag. Der Hotelportier weiß, was in der Oper gespielt wird, der Taxichauffeur kennt das Konzertprogramm.» Und dann noch der Klang, «diese Geschmeidigkeit der Wiener Philharmoniker. Das kann man nicht nachmachen - und sollte es auch nicht.»
Auch heute noch sei er gerne in Wien - vor allem in der warmen Jahreszeit. «Als leidenschaftlicher Zigarrenraucher sind mir Mai und Juni lieber. Dann kann man draußen sitzen und rauchen.»
Mit dem Auftritt setzt Barenboim die Aufführung großer Zyklen in Wien, etwa der Sinfonien von Johannes Brahms und Gustav Mahler, fort. «Bruckner war nach dem Krieg nur in Wien populär. In Amerika und England, wo ich sehr aktiv war, und auch in Frankreich wurde er kaum gespielt.» Seit einigen Jahren werde der Komponist mehr und mehr akzeptiert.
«Ich habe Bruckner zum ersten Mal bei einem Konzert mit Rafael Kubelik gehört. Nachdem ich ein Beethoven-Klavierkonzert gespielt hatte, führte er die Neunte auf - ausgerechnet in Australien.» Was ihn an Bruckner fasziniere, sei die Verbindung von der harmonischen Sprache aus der Zeit nach Richard Wagner mit der mittelalterlichen Atmosphäre. «Man hat das Gefühl, dass man Musik über sechs Jahrhunderte spielt.»
Quelle: Youtube.com |
Kommentare zu diesem Artikel
Diesen Artikel empfehlen
Weitere Artikel zu diesem Thema
Tipps der Redaktion aus dem Nachrichtenportal
NACHRICHTEN
Es ist alles andere als der klassische Musical-Stoff: Die Vereinigten Bühnen Wien haben sich Georg Büchners Drama «Woyzeck» vorgenommen. Mit Hilfe der britischen Kultband Tiger Lillies ist ein ungewöhnliches, bewegendes Stück Musiktheater entstanden.
Wien
In Österreich werden zu Silvester die Sektgläser schnell wieder weggestellt, auch für die Böller bleibt kaum Zeit: Wichtigster Brauch ist der Neujahrswalzer. Zu «An der schönen blauen Donau» von Johann Strauss wird um Mitternacht ein Land zum Ballsaal.
In Österreich werden zu Silvester die Sektgläser schnell wieder weggestellt, auch für die Böller bleibt kaum Zeit: Wichtigster Brauch ist der Neujahrswalzer. Zu «An der schönen blauen Donau» von Johann Strauss wird um Mitternacht ein Land zum Ballsaal.
Die Wiener Festwochen präsentieren ihr kommendes Theaterprogramm unter dem Motto «Anatomie der Krise». Die Stücke sollten vom heutigen Protest und Revolteformen der Vergangenheit berichten, kündigte die Schauspieldirektorin der Festwochen,
Nach wochenlangem Kampf gegen eine lebensbedrohliche Lungenentzündung ist Schmusesänger George Michael wieder zu Hause. London (dpa) - «Es war eine ganze Zeit ziemlich heikel», sagte er Reportern vor seinem Haus im Nordwesten Londons
Der Wiener Opernball ist weltbekannt. Aber Österreichs Hauptstadt bietet weit mehr Auswahl zum Tanz. Darunter sind auch politisch höchst zweifelhafte Bälle. Ärger gibt es vor allem um eine Veranstaltung von Burschenschaftern. Wien (dpa) - Wenn
Tipps der Redaktion aus dem Reiseportal
REISEPORTAL
"Wien" ist die Bundeshauptstadt und zugleich eines der neun Bundesländer Österreichs. Die Stadt ist mit rund 1.690.000 Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt des Landes, im Großraum Wien leben mit etwa 2,4 Millionen Menschen mehr als ein
Die sozialistische Stadtregierung hat Wien und seiner Bevölkerung 1926 dieses Bad geschenkt, das einst zu den modernsten Bädern Europas zählte. Ohne Latschn Watschn! Wenn Sie keine Badelatschen tragen, wird der Bademeister verärgert. In sein
Die sozialistische Stadtregierung hat Wien und seiner Bevölkerung 1926 dieses Bad geschenkt, das einst zu den modernsten Bädern Europas zählte. Ohne Latschn Watschn! Wenn Sie keine Badelatschen tragen, wird der Bademeister verärgert. In sein
Ein Juwel hinter den Bäumen, Jugendstil zum Träumen, und eine Aussicht, wie von Gott gemacht. Husch, Husch, Sackerlrutschen [Sackerl = Tüte, Plastiktüte] Da geht’s aufi auf’n Berg, und mit Juchu und
Dann heißt’s aufgepasst, Türen auf und rein in die gute Stube. Wenn’s a no an Fensterplatz gibt, die Sonne scheint, dann ist die Welt in Ordnung und Wien zeigt sich von seiner schönsten Seite. Immer der Nase lang. Da freut sich der Mensch
Dann heißt’s aufgepasst, Türen auf und rein in die gute Stube. Wenn’s a no an Fensterplatz gibt, die Sonne scheint, dann ist die Welt in Ordnung und Wien zeigt sich von seiner schönsten Seite. Immer der Nase lang. Da freut sich der Mensch
Musik rettet die Welt
Wien(20.06.2013 01:05) 24 / 36 °C |
|
|
||||||
| powered by wetter.com | |||||||
Börsenberichte
Press release - PRISM: ...Press release - Republ ...
Press release - PRISM: ...
Press release - Republ ...
Interview: Taliban Spo ...How Many Chechens Are ...
Interview: Taliban Spo ...
How Many Chechens Are ...
Zeitung: Microsoft wol ...Osborne: Reprivatisier ...
Zeitung: Microsoft wol ...
Osborne: Reprivatisier ...
Zwei Tote und zwei Ver ...Alles für die Königin ...
Zwei Tote und zwei Ver ...
Alles für die Königin ...
Lauf von Prag nach Afr ...Sommerbetrieb im Prage ...
Lauf von Prag nach Afr ...
Sommerbetrieb im Prage ...






weiter




