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Beauvais

Frankreich, Beauvais
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"Beauvais" ist eine Stadt im Norden Frankreichs, etwa 90 Kilometer nördlich von Paris.

Beauvais ist die Hauptstadt des Département Oise. Die Einwohnerzahl betrug 1999 57.355; mit den Vorstädten wurden 59.003 Einwohner gezählt. Die Agglomeration ergibt 100.733 Einwohner.

Geografie
Beauvais liegt am Fuße einer bewaldeten Hügellandschaft am linken Ufer des Thérain am Zusammenfluss mit dem Avelon. Die alten Schanzen sind inzwischen zerstört.

Geschichte
Beauvais trug zu Zeiten des Römischen Reiches den Namen Caesaromagus. Der heutige Name stammt von dem gallischen Stamm der "Beilovaci" (Bellovaken), deren Stammsitz hier zu finden war. Im 9. Jahrhundert n. Chr. wurde Beauvais zur Grafschaft Beauvais, die um 1013 an das Bistum Beauvais fiel.

1346, im Hundertjährigen Krieg, verteidigte sich die Stadt gegen die Engländer, die erneut um 1433 die Mauern durchbrechen konnten.

Mit der Schlacht gegen den Herzog von Burgund 1472 wurde die Stadt durch die heldenhafte Verteidigung unter der Führung der Jeanne Hachette bekannt, derer noch heute jeweils am letzten Juniwochenende mit der Fête Jeanne Hachette gedacht wird.

Verwaltung
Beauvais ist Hauptort (chef-lieu) von drei Kantonen. Der Kanton Beauvais-Nord-Est umfasst nur einen Teil des Stadtgebietes. Zum Verwaltungsgebiet der Kantone Beauvais-Nord-Ouest und Beauvais-Sud-Ouest zählen neben den weiteren Teilen der Stadt die umgebenden Gemeinden Fouquenies, Herchies, Pierrefitte-en-Beauvaisis und Savignies (jeweils Kanton Beauvais-Nord-Ouest) sowie Allonne, Goincourt, Saint-Martin-le-Nœud und Aux-Marais (Kanton Beauvais-Sud-Ouest).

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Cathédrale Saint-Pierre

Grundriss Cathédrale Saint-Pierre

Hauptartikel: Kathedrale von Beauvais

Die Kathedrale von St. Pierre, eines der bedeutendsten Bauwerke der Gotik, besteht aus einem Querschiff und einem Chor mit Apsis sowie sieben Apsidenkapellen. Die Säulen im Inneren erheben sich bis in 30 Meter Höhe, der Chor selbst ist mit 48,50 Metern der höchste gotische der Welt.

Die kleine frühromanische Kirche aus dem 10. Jahrhundert, als "Basse Oeuvre" bekannt, ist eine von zwei erhaltenen karolingischen Kirchen Frankreichs. Die aufziehende Gotik ließ 1225 den Bischof Milan einen Kathedralenneubau veranlassen. 1247 begannen die Bauarbeiten, doch im Jahr 1284 stürzten Teile des Chores ein. Erst nach einem halben Jahrhundert wurde der Chor wieder aufgebaut, die Struktur wurde durch zusätzliche Pfeiler verstärkt. Anschließend wurden die Bauarbeiten eingestellt.

Erst im 16. Jahrhundert, von 1500 bis 1548, wurde das Querschiff gebaut. 1573 fiel der zentrale – mit etwa 150 m Höhe vermutlich viel zu groß geplante – Turm in sich zusammen. Ein Hauptschiff wurde nie errichtet. Zu dieser Zeit war die Gotik nicht mehr modern, auch war kein Geld mehr vorhanden.

Die Südfassade zeigt die reichhaltige Ornamentik gotischer Baukunst. Die geschnitzten Pforten sowohl im Norden als auch im Süden sind Meisterwerke der Gotik und der Renaissance. Der größte architektonische Schatz sind jedoch die farbigen Bleiglasfenster aus dem 13., 14. und 16. Jahrhundert, die schönsten stammen von dem Renaissance-Künstler Engrand Le Prince, der in Beauvais geboren wurde. Auch die Scheiben in der Kirche von St. Etienne, die ebenfalls in der Stadt liegt, stammen von ihm und zeigen den Stilwandel zwischen romanischem und gotischem Stil.

Die Kirche besitzt eine bemerkenswerte astronomische Uhr (1865–1868) von Auguste-Lucien Vérité, der, bevor er sich als Uhrmacher betätigte, bereits als Experte des Orgelbaus bekannt geworden war. Ferner sind Bildwirkereien aus dem 15. und 17. Jahrhundert zu bewundern.

Andere Sehenswürdigkeiten
Auf dem "Place de l"Hôtel de Ville" und in den alten Gassen in der Nähe der Kathedrale sind noch zahlreiche Häuser aus dem 12. bis zum 16. Jahrhundert erhalten. Das Rathaus ("hôtel de ville"), wo auch die Statue der Jeanne Hachette zu finden ist, wurde 1752 errichtet.

Der Bischofspalast, heute ein Gericht, wurde im 16. Jahrhundert errichtet, teilweise auf Befestigungen aus der gallisch-römischen Zeit.

Wirtschaft und Infrastruktur
Während Beauvais wegen einer Manufaktur für Wandteppiche aus dem Jahr 1664 bekannt war, besteht heute ein weitläufiger Handel mit Getreide und Wein.

Heute produziert AGCO, einer der weltweit größten Landtechnikkonzerne, in Beauvais seine Traktoren der Marken Massey-Ferguson, Challenger und AGCO.

Die Stadt ist Bischofssitz. Die Departementsverwaltung und ein Gericht erster Instanz ist hier angesiedelt.

Verkehr
Beauvais besitzt den Flughafen Beauvais-Tillé, der von Billigfluggesellschaften und Charterlinien angeflogen wird; aus der französischen Hauptstadt gibt es einen häufigen Bus-Shuttle-Service.

Söhne und Töchter der Stadt
* Alfred Des Cloizeaux, Mineraloge
* Arnaud Coyot, Radrennfahrer
* Jean-Claude Decaux, Gründer des Unternehmens JC Decaux, eines der größten Außenwerbungsunternehmen der Welt
* Hubert de Givenchy, Modeschöpfer, Couturier und Designer
* Guy Grosso, Schauspieler, Komiker und Drehbuchautor
* Henri Léon Lebesgue, Mathematiker
* Jean Baptiste Louis Georges Seroux d"Agincourt, Archäologe und Kunsthistoriker

Städtepartnerschaften
* Maidstone, Großbritannien, seit 1961
* Witten, Deutschland, seit 1975
* Setúbal, Portugal, seit 1982


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 17.07.2018 23:30 von den Wikipedia-Autoren.
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