Skiurlaub- günstig mit FeWo-direkt
Espresso der Extra-Klasse




     
Hotelsuche in 
 

Bayerns weiß-blaues Rautenwappen

Deutschland, Bogen
Von obx-news   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
In Niederbayern „erfunden“
Sie gehören zum Bayern, ebenso wie Lederhosen und Gamsbart, wie Bier und Reiberknödel. Die weiß-blauen Rauten sind seit mehr als 750 Jahren Symbol für die Einheit des Freistaats und noch heute fester Bestandteil des Bayerischen Staatswappens.

Bogen (obx). „Gott mit dir, du Land der Bayern unterm Himmel, weiß und blau“ – heißt es in der bayerischen Hymne. Mit dem weiß-blauen Himmel über Oberbayerns Bergen und Seen haben die Rauten aber nichts zu tun. Das weißblaue Rautenwappen stammt aus dem Herzen Niederbayerns. „Erfunden“ haben sie die Grafen von Bogen vor rund 800 Jahren.Urkundlich erwähnt wurden die Grafen von Bogen erstmals in Quellen des 11. Jahrhunderts. Sie führten bereits damals nachweislich die Rauten als Wappen im Schild. Das mächtige Geschlecht beherrschte große Gebiete beiderseits der Donau und mehrte seinen Besitz im fruchtbaren Gäuboden, im Bayerischen Wald und bis nach Böhmen. Die letzte Gräfin von Bogen, die böhmische Herzogstochter Ludmilla, heiratete im Jahr 1204 in zweiter Ehe den Wittelsbacher Ludwig den Kelheimer. Das Paar starb kinderlos. Damit fiel 1242 der Familie der Wittelsbacher neben dem immensen Landbesitz der Grafschaft auch das Rautenwappen zu.

In dem Sammelband „Wittelsbach und Bayern“ zu den großen Wittelsbacher-Ausstellungen schrieb der Regensburger Geschichtsprofessor Wilhelm Volkert: „Das bekannteste Abzeichen der bayerischen Herzöge, das schon in spätmittelalterlicher Zeit als Symbol des Landes Bayern verstanden worden ist, sind die Rauten. In wappenmäßiger Darstellung erscheinen sie erstmals auf einem Siegel Herzogs Ludwig II., dessen ältester Abdruck aus dem Jahr 1247 überliefert ist.“ Während der ganzen Regentschaft der Wittelsbacher blieb der Rautenschild das Symbol für das gesamte Herzogtum und später für das Königreich Bayern. Auch danach blieb das Rautenwappen Bestandteil des im Jahr 1923 von dem Schleißheimer Heraldiker Otto Hupp entworfenen bayerischen Staatswappens.
Sie gehören zum Bayern-Bild ebenso wie Lederhosen und Gamsbart, wie Bier und Reiberknödel.
Im heutigen großen Staatswappen des Freistaates Bayern, das seit 1950 gilt, verlegte der Münchner Maler und Grafiker Eduard Ege die Rauten als Herzschild in die Mitte. Als kleines Staatswappen dient der Rautenschild allein. In seinem Buch „Die Zeichen des Reiches – Symbole der Deutschen“ schreibt der Experte Karlheiz Weissmann: „Entgegen der verbreiteten Meinung ist der Rautenschild keineswegs beliebig gezeichnet. Seit dem 15. Jahrhundert setzte sich die Zahl von insgesamt 21 ganzen und angeschnittenen Rauten durch.“ Im aktuellen großen Staatswappen, das den gesamten Freistaat symbolisiert, stehen die vier Felder für die verschiedenen Stämme Bayerns. Der goldene Löwe symbolisiert die Oberpfalz und geht historisch auf die pfälzische Linie der Wittelsbacher zurück. Ursprünglich diente der Löwe den Welfen als Zeichen ihrer Herrschaft als „Pfalzgrafen bei Rhein“. Als im Jahr 1214 Kaiser Friedrich II. die Pfalz den Wittelsbachern übertrug, behielten diese den Löwen als Wappentier.

Der blaue Panther steht für den Stamm der Altbayern. Dieses Wappentier geht auf die Grafen von Ortenburg-Kraiburg aus der Familie der Spanheimer zurück, die zwischen Donau, Isar, Inn und Chiemsee siedelten. Mitte des 13. Jahrhunderts fiel dieses Wappen zusammen mit deren Besitz an die Wittelsbacher. Der so genannte „fränkische Rechen“ - drei silberne Spitzen in rot - war seit 1350 das Wappen des Hochstifts Würzburg. Der Rechen im Staatswappen steht heute für das gesamte Franken, das als Herzogtum im Jahr 1804 Bayern zugeschlagen wurde und laut Weissmann keinen eigenen Schild hatte. Als Sinnbild für Schwaben wählten der Heraldiker Hupp und in dessen Folge der Grafiker Ege drei schwarze Löwen, die laut Prof. Dr. Wilhelm Volkert auf das Wappen der schwäbischen Herzöge aus dem Haus der Staufer zurückgehen. Nach dem Aussterben der Staufer war dieses Wappen in Schwaben vielfach verwendet worden und hatte auch Eingang in das Staatswappen des Königreichs Württemberg gefunden.
Typisch
 

 

Kommentare zu diesem Artikel
 
Neuer Kommentar
Name *
Email * (wird nicht öffentlich angezeigt)
Kommentar
* Pflichtangaben
 
Diesen Artikel empfehlen

Absender Empfänger Nachricht (optional)
Name
E-Mail

Name
E-Mail
   
 
 
Tipps der Redaktion aus dem Reiseportal
 
REISEPORTAL
Berlin (dpa) - Wer andere beim Kennenlernen nachahmt, macht sich beliebt - zumindest innerhalb des eigenen Geschlechts. Zu diesem Ergebnis kommt eine kürzlich veröffentlichte Studie der Freien Universität Berlin und der Uni Leipzig. Demnach gibt
Göteborg (dpa) - Ein Mann ist in der Domkirche im schwedischen Göteborg in Brand geraten. Er sei dabei schwer verletzt worden, teilte die Polizei am Dienstag mit. Ob er sich absichtlich anzündete oder es sich um einen Unfall handelte, war
Birmingham (dpa) - Ein 46-Jähriger hat am Sonntag auf einen Mann in einer britischen Kirche eingestochen und ist festgenommen worden. Täter und Opfer kennen sich, wie die Polizei in Birmingham mitteilte. Es habe sich um eine gezielte Tat
Repression, Exil oder eine Festnahme schüchtern die russische Aktivistin Ljudmila Alexejewa nicht ein. Als Grande Dame der Menschenrechte scheut sie auch nicht die Kritik an der Staatsführung. Und sie ist sicher: Die Jugend-Proteste werden ihre
Berlin (dpa) - Baustellen bei der Bahn sollen die Fahrpläne künftig weniger durcheinander bringen. Dazu hat im Konzern ein neues «Lagezentrum Bau» die Arbeit aufgenommen, wie Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla in Berlin sagte. «Es hat die
Gütersloh (dpa) - Patienten mit Rückenschmerzen kommen immer häufiger auf den OP-Tisch. Das zeigt eine am Montag veröffentlichte Studie der Bertelsmann-Stiftung, die auf Zahlen des Statistischen Bundesamts und eigenen Berechnungen beruht. 2015
 
Tipps der Redaktion aus dem Nachrichtenportal
 
NACHRICHTEN
Sonderausgabe von Clint Eastwoods «Ein Fremder ohne Namen» =Berlin (dpa) - Mit seinen 87 Jahren kann Clint Eastwood auf eine jahrzehntelange Karriere in Hollywood zurückblicken - und wurde dabei zuerst als eher wortkarger Westernheld bekannt.
Der 46-jährige Bleibtreu spielt in dem Drama «Nur Gott kann mich richten» einen Gangster im Migrantenmilieu. Erstmals hat er einen Film auch mit produziert - und so etwa die Rap-Musik mit ausgesucht.Frankfurt (dpa) - Schauspieler Moritz Bleibtreu
Berlin (dpa) - August Pullmann hat einen Gendefekt und ist entstellt: Sein Gesicht wirkt wie eine Fratze, nach vielen Operationen haben ihn seine Eltern auch aus Angst vor Hänseleien nie auf eine Schule geschickt, sondern zuhause unterrichtet. Als
Berlin (dpa) - Die Pläne von SPD und Union für eine neue große Koalition würde Steuer- und Beitragszahler nach Berechnungen eines Finanzexperten spürbar entlasten. «Sowohl Geringverdiener als auch mittlere Einkommen und gut bezahlte
Berlin (dpa) - Die Finanzlage der gesetzlichen Rentenversicherung ist besser als angenommen. Wie die «Bild»-Zeitung (Donnerstag) unter Berufung auf Zahlen des Bundesversicherungsamtes berichtet, war die Reserve der Rentenkasse Ende 2017 deutlich
Hamburg (dpa) - Schon wieder Verspätung bei der «Tagesschau»: Die 20-Uhr-Nachrichten der ARD-Institution haben am Mittwoch in den Dritten eine Minute zu spät begonnen, im Ersten sogar mehr als eine Viertelstunde nach der gewohnten Anfangszeit -
Wetter

Berlin


(18.01.2018 03:12)

1 / 2 °C


19.01.2018
0 / 4 °C
20.01.2018
0 / 3 °C
powered by wetter.com
Börsenberichte

Ecken
LÄNDER
STÄDTE
EUROPA-TOUREN

Agenda - The Week Ahea ...
Schwerpunkte der Plena ...

Tillerson Signals Open ...
Macedonian President V ...

Moritz Bleibtreu: Neue ...
...

Wer nachahmt, macht si ...
Schweiz des Balkans ...

Goldene Stadt an der M ...
Polyphone Power aus Fr ...

banner

banner

banner

banner

© europe online publishing house GmbH, Weiden, Germany, info@europeonline-magazine.eu | Impressum