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Balassagyarmat
Ungarn, Balassagyarmat
"Balassagyarmat" (slowakisch "Balážske Ďarmoty"http://www.geodesy.gov.sk/sgn/gnzOSN/gnzframe.htm) ist eine Stadt in Nordungarn mit 17.704 Einwohnern (2005). Die Stadt ist das Zentrum des Kleingebiets Balassagyarmat und eine Grenzstadt zur Slowakei.
Lage
Balassagyarmat liegt an der linken Seite des Flusses Ipeľ/Ipoly im Nógráder Becken. Der Stadtteil, der auf dem rechten Ufer des Flusses liegt und einst zu Balassagyarmat gehörte, ist heute das slowakische Dorf Slovenské Ďarmoty ( ungarisch: Tótgyarmat).
Verkehr
Mit dem Zug erreicht man die Stadt mit den Linien 78 und 75 der MÁV (Ungarische Staatsbahnen).
Mit dem Auto erreicht man die Stadt auf der Landstraße 22 (ungarische Seite) oder 527 (slowakische Seite).
Geschichte
Frühmittelalter
Nach der Landnahme der Ungarn war die Gegend der heutigen Stadt das Siedlungsgebiet des Magyarenstammes "Gyarmat".
Erstmalig wurde die Stadt 1244 schriftlich erwähnt. Der Ursprung der Stadt ist die Burg, die nach dem Tatarenangriff im Ungarischen Königreich errichtet wurde.
14-15. Jh.
Im 14-15. Jahrhundert waren die umliegenden Ländereien und die Burg das Eigentum der Familie Balassa. Ab dem 15. Jh. widerspiegelt der Name der Stadt dieses Besitzverhältnis.
Die Ortschaft erhielt 1437 das Marktrecht (ung. "Mezővárosi jog").
Türkische Besatzung
Die Osmanen eroberten die Stadt 1552. Während der Kämpfe wurde die ganze Umgebung entvölkert. Neuen Siedler kamen erst im 17. Jh. wieder. In dieser Zeit wurde die Stadtmauer errichtet, deren Ruinen heute in der Bástya Straße zu sehen sind.
Neuzeit
1790 wurde die Stadt Hauptstadt des Komitates Nógrád. Das Gefängnis wurde 1845 gebaut und wird noch heute verwendet.
Seit dem Vertrag von Trianon ist Balassagyarmat eine Grenzstadt, ursprünglich sollte sie auch zur Tschechoslowakei gehören. Durch den anhaltenden Widerstand der Bevölkerung wurde dies aber verhindert.
1919 wurde der Stadt der Titel "Civitas Fortissima", ("Tapferste Stadt") gegeben, als die Bürger der Stadt die tschechischen Besatzungstruppen über den Fluss Ipoly jagten.
1950 wurde der Komitatssitz nach Salgótarján verlegt. Das Komitatsgericht befindet sich aber bis heute in Balassagyarmat.
Partnerstädte
Sehenswürdigkeiten
Das ehemalige Rathaus und das Gefängnis von Balassagyarmat.
* Palóc-Museum und das palóc-Haus (volkskundliche Sammlung)
* "Csillagház", das "Stern-Haus" (klassizistische-lokalhistorische Sammlung)
* das ehemalige Rathaus (klassizistisch, nach den Plänen von Ferenc Kasselik, gebaut von 1832–1835)
* das ehemalige Wohnhaus von Kálmán Mikszáth
* römisch-katholische Kirche (barock, 1740–1746)
* evangelische Kirche (barock, 1785–1786)
* ehemaliges Balassa Hotel (klassizistisch, Sándor Petőfi war hier zweimal Gast.)
Söhne und Töchter der Stadt
* Károly Bérczy (1821–1867) Schriftsteller
* Josef Dobrovský (1753–1829) tschechischer Sprachwissentschaftler
* Károly Jobbágy (1921–1998) Dichter
* Iván Markó (1947–) Choreograph
* Márk Rózsavölgyi (1789–1848) Komponist
* Ernő Zórád (1911–2004) Graphiker, Zeichner und Maler
Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 24.05.2013 01:58 von den Wikipedia-Autoren.
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