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Audrey Azoulay: Energische Französin will Unesco aus der Krise führen

Frankreich
10.11.2017
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Die neue Unesco-Chefin gilt als intelligent und durchsetzungsstark. In Frankreich machte sie als Spitzenbeamtin Karriere - nun muss sie diplomatisches Geschick beweisen.

Paris (dpa) - Die Kultur hat ihr Leben bestimmt - von Anfang an. «Es gab bei uns eine Buchkultur», sagte Audrey Azoulay einmal über die Kindheit in ihrer «sehr linken» Familie, einem «sehr engagierten kulturellen Umfeld». Nun tritt die ehemalige französische Kulturministerin an die Spitze der UN-Kulturorganisation Unesco. Dort wird die 45-Jährige vor allem diplomatisches Geschick beweisen müssen, um die politischen Gräben in der Organisation zu überwinden. Die Austritt-Ankündigungen der USA und Israels im Streit um Palästina hatte die Probleme zuletzt verschärft.

Das nötige Handwerkszeug bringt Azoulay mit. Die Absolventin der Verwaltungs-Elitehochschule ENA gilt in Frankreich als brillant und energisch. Nach einer Verwaltungskarriere machte der damalige sozialistische Staatspräsident François Hollande sie 2014 zu seiner Kulturberaterin, im Februar 2016 übernahm Azoulay dann für etwas mehr als ein Jahr das Kulturministerium. Das Ressort ist in Frankreich wichtig, da die französische Sprache immer noch weltweit bedeutend und Kultur ein Exportartikel ist. Bei ihrer Kandidatur wurde sie auch von Hollandes Nachfolger Emmanuel Macron unterstützt.

Azoulay wurde 1972 in Paris geboren und hat jüdisch-marokkanische Wurzeln. Ihr Vater André Azoulay ist in Marokko als Berater des damaligen Königs Hassan II. und seines Sohnes König Mohamed VI. bekannt. Der Zeitung «Journal du Dimanche» sagte die neue Unesco-Generaldirektorin über ihren Hintergrund einmal: «Das ist ein Reichtum der Identität (...).»

In ihrer Bewerbung hatte Azoulay die Rolle von Bildung und Kultur betont, um Extremismus und Populismus entgegenzutreten. Ihr Rezept für den Weg aus der Krise: Die Unesco soll beweisen, dass sie zur Lösung der großen Probleme der Gegenwart beitragen kann.

 

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