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Athener Abgeordneter soll eine Million ins Ausland geschafft haben

Griechenland
22.02.2012
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  Im VZ-Netzwerk posten
Athen (dpa) - Aufregung im griechischen Parlament: Ein Abgeordneter soll im Mai vergangenen Jahres eine Million Euro ins Ausland geschafft haben. Dies sagte der Chef der Behörde zur Bekämpfung der Schattenwirtschaft, Panagiotis Nikoloudis, dem zuständigen Parlamentsausschuss. Der Name des oder der Abgeordneten wurde nicht genannt. Nikoloudis erklärte, er hätte dazu nicht das grüne Licht des Parlaments und der zuständigen Datenschutzbehörde und könnte deswegen ins Gefängnis wandern.

Dutzende Parlamentarier forderten am Mittwochabend das Parlamentspräsidium auf, den Namen zu nennen. Anderenfalls falle «der Schatten auf alle 300 Abgeordneten», hieß es in einem Brief von sechs Abgeordneten an den Parlamentspräsidenten Filippos Petsalnikos.

Viele Abgeordnete sagten, das Geld sei zwar allen Anzeichen nach legal außer Landes überwiesen worden - was aber legal sei, sei nicht auch moralisch, hieß es. Es könne nicht sein, dass jemand, der das Volk vertritt, sein Geld ins Ausland schafft.

 

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