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Anspannung nach dem Anschlag

Großbritannien
24.05.2017
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Polizei nach Manchester-Anschlag: Attentäter Abedi hatte Hintermänner
Terror-Ermittler sind sich sicher: Der Attentäter von Manchester war Teil eines Netzwerks. Salman Abedi war dem Geheimdienst bekannt. Nun gilt erstmals seit einem Jahrzehnt in Großbritannien die höchste Terrorwarnstufe.
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Manchester (dpa) - Hinter dem blutigen Anschlag von Manchester mit 22 Todesopfern steckt offensichtlich ein ganzes Terrornetzwerk. Die britischen Ermittler gehen inzwischen eindeutig von einer Gruppe rund um den Attentäter Salman Abedi aus. «Ich glaube, es ist ganz klar, dass es sich um ein Netzwerk handelt, dem wir nachgehen», sagte der Polizeichef von Manchester, Ian Hopkins, am Mittwoch.
Menschen legen am 24.05.2017 in Manchester, Großbritannien, vor dem Rathaus am Albert Square Blumen in Gedenken an die Opfer eines Anschlags ab. Der verheerendste Terroranschlag in Großbritannien seit fast zwölf Jahren hat bei einem Popkonzert in Manchester mindestens 22 Menschen in den Tod gerissen.

Zuvor hatten bereits die britische Premierministerin Theresa May und Innenministerin Amber Rudd Andeutungen in diese Richtung gemacht - jedoch nicht in dieser Deutlichkeit. May hatte am Dienstag mit Blick auf die Ermittlungen betont, dass eine größere Gruppe von Personen hinter der Tat in Manchester mit 22 Todesopfern stecken könnte. Rudd sagte, es sei «wahrscheinlich», dass der Attentäter nicht allein gehandelt habe.

Großbritannien rief erstmals seit 2007 die höchste Terrorwarnstufe aus. Die Terrormiliz Islamischer Staat hatte nach dem Anschlag behauptet, der Täter sei ein «Soldat» des IS gewesen. Innenministerin Rudd betonte dagegen, eine Verbindung zum Islamischen Staat sei nicht bewiesen.

Die Ermittler machen den 22 Jahre alten Salman Abedi für den Anschlag auf das Popkonzert der US-Sängerin Ariana Grande verantwortlich. Abedi war bei der Attacke ums Leben gekommen und hatte 22 Menschen in den Tod gerissen. Seitdem hat die Polizei in Verbindung mit dem Attentat fünf Männer festgenommen. Details zu ihnen nannte Hopkins nicht, einer der Festgenommenen soll aber Bruder des Attentäters sein.
Ein undatiertes Handoutfoto, das am 24.05.2017 aus einer ungenannten Quelle zur Verfügung gestellt wurde, zeigt den Attentäter von Manchester, Salman Abedi. Die Ermittler machen den 22 Jahre alten Briten libyscher Herkunft für den Anschlag auf das Popkonzert der US-Sängerin Ariana Grande in der Manchester Arena verantwortlich. Er war bei der Attacke gestorben.

Abedi, Brite libyscher Herkunft, habe sich «nach einer Reise nach Libyen und dann wahrscheinlich nach Syrien radikalisiert», sagte Collomb dem Sender BFMTV. Verbindungen zum IS seien «erwiesen». Der 22-Jährige war dem britischen Geheimdienst bekannt, wie Innenministerin Rudd sagte. Medienberichten zufolge ist Abedi 1994 in Manchester geboren worden und hat in der nordenglischen Stadt studiert. Seine Familie soll sehr religiös gewesen sein und sich in einer Moschee der Stadt engagiert haben. Einige Familienmitglieder sollen kürzlich nach Libyen zurückgekehrt sein.

Abedi hatte am Montagabend einen selbstgebauten Sprengsatz gezündet. Dutzende wurden verletzt, unter den Toten sind viele Kinder und Jugendliche. Das bisher jüngste bekannte Todesopfer ist ein achtjähriges Mädchen. Deutsche sind nach Erkenntnissen der Bundesregierung nicht unter den Opfern.

Am zweiten Tag nach dem Anschlag waren nach Angaben der örtlichen Gesundheitsbehörden noch 20 Menschen in kritischem Zustand. Einem deutschen Arzt zufolge, der in Manchester arbeitet, enthielt die Bombe Nägel. Etliche Opfer hätten auch Schädel-Hirn-Verletzungen, sagte der Neurologe Stefan Schumacher dem Südwestrundfunk (SWR).

Durch die höchste Terrorwarnstufe erhält die Polizei nun Hilfe vom Militär. Laut Regierung werden derzeit knapp 1000 militärische Kräfte zur Unterstützung der Polizei eingesetzt.
Bewaffnete Polizisten einer Spezialeinheit durchsuchen am 24.05.2017 ein Appartment-Hauses in Manchester, England.

Der weltberühmte Wachwechsel vor dem Buckingham-Palast wurde für Mittwoch abgesagt, um Personal für anderen Aufgaben freizustellen. Aus Respekt vor den Opfern sagte der FC Chelsea seine geplante Siegesparade zum Gewinn der englischen Fußballmeisterschaft ab. Angesichts der Ereignisse sei es unangemessen, die Parade wie geplant am Sonntag in London zu veranstalten. Man wolle nicht wichtige Sicherheitsressourcen binden durch ein weiteres Großereignis.

In einem Kondolenzschreiben an Großbritanniens Innenministerin Theresa May zeigte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel beeindruckt von den Gesten der Mitmenschlichkeit in Manchester, wo viele Bürger den Opfern geholfen hatten. Die Kanzlerin trug sich ebenso wie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in der britischen Botschaft in Berlin in das Kondolenzbuch für die Opfer des Terroranschlags ein.

Wegen des Terrorakts ist die Berliner Polizei beim Evangelischen Kirchentag und dem DFB-Pokalendspiel am Wochenende besonders wachsam. Die Sicherheitsvorkehrungen sind deutlich schärfer als bei früheren Kirchentagen.

Der Anschlag vom Montag war der schwerste in Großbritannien seit 2005, als Attentäter in der Londoner U-Bahn und in einem Bus insgesamt 56 Menschen getötet und mehr als 700 verletzt hatten.

 

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