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Albanien verzittert EM-Premiere

Frankreich
10.06.2016
Von Jürgen Herda und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Schweiz profitiert beim 1:0 von kapitalem Torwartfehler und Gelbrot
Albanien hat der nervlichen Belastung beim EM-Debüt nicht standgehalten und sich beim 0:1 (0:1) im emotionalen «Bruder-Duell» gegen die Schweiz quasi selbst geschlagen. Ein früher Torwartfehler (5.) und eine unnötige rotgelbe Karte gegen den albanischen Abwehrchef stellten die Weichen schon in der ersten Hälfte.
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Nationale Muster ad absurdum geführt: Sechs Schweizer haben albanische Wurzeln, gleich zehn albanische Nationalspieler sind in der Schweiz aufgewachsen oder sogar geboren. Da macht das Mix-Shirt aus Schweizer Kreuz und albanischem Adler Sinn.
Der Schwizer Granit Xhaka (links) rackert gegen seinen Schweizer Kumpel Odise Roshi.

Lens (dpa) - Nationale Muster ad absurdum geführt: Sechs Schweizer haben albanische Wurzeln, gleich zehn albanische Nationalspieler sind in der Schweiz aufgewachsen oder sogar geboren. Ein Spiel unter Freunden, von denen viele in der deutschen Bundesliga spielen. Entscheidend für den Spielverlauf ist dann die größere internationale Erfahrung der Eidgenossen.

Albanien versprach seinen Fans eine leidenschaftliche EM-Premiere. «Die ganze Mannschaft ist bereit. Wir wollen es so gut machen wie möglich. Ich hoffe, wir werden ein großes Spiel abliefern», sagte Nationalcoach Gianni De Biasi am Freitag in Lens. Der Italiener sah sein Team am Samstag im ersten Spiel Albaniens bei einer Fußball-Europameisterschaft gegen die favorisierte Schweiz nicht chancenlos.

«Auch die stärksten Mannschaften haben Schwächen», sagte De Biasi und fügte hinzu: «Man soll niemals nie sagen. Man kann immer etwas erreichen, wenn man an sich glaubt. Wir müssen versuchen, Dinge zu erreichen, die für uns als unmöglich gelten.»  Auch Pechvogel Kapitän Lorik Cana, der nach einer Rutschpartie mit seinem absichtlichen Handspiel seine Mannschaft schwächte,  meinte noch vor dem Spiel: «Wir glauben an die Stärke dieser Mannschaft und wollen einfach unseren besten Fußball spielen. Das hat uns hierhin gebracht.»

Shaqiri hatte Bammel vor der albanischen Euphorie
Die Schweiz hatte sich auf ein brisantes erstes EM-Spiel gegen Neuling Albanien eingestellt. «Die Emotionen werden da sein. Weil wir gegen Albanien spielen, gegen unsere Freunde spielen», sagte der im Kosovo geborene frühere Bundesligaprofi Xherdan Shaqiri am Freitag im französischen Lens. Der Mittelfeldspieler rechnete mit einem hoch motivierten Gegner. «Sie sind das erste Mal bei einem großen Turnier dabei. Die Euphorie ist riesig. Das werden wir morgen spüren. Es werden vielleicht mehr Albaner als Schweizer im Stadion sein», sagte Shaqiri.
Der Schweizer Blerim Dzemaili (links) grätscht gegen Taulant Xhaka.

Der Schweizer Coach Vladimir Petkovic hatte einen einfachen Rat an sein favorisiertes Team: «Ruhe bewahren. Die Emotionen sind wichtig. Wir brauchen Emotionen, müssen sie aber in positive Bahnen lenken.» Petkovic traute Albanien zudem zu, bei der Europameisterschaft für eine Überraschung sorgen zu können. «Wir glauben nicht daran, dass Albanien Außenseiter ist. Sie haben großes Potenzial, wir sollten sie nicht unterschätzen.»

Daneben gegriffen
Ein Torwartfehler und die Gelb-Rote Karte für Kapitän Lorik Cana besiegelten in Lens die Auftaktpleite für den Außenseiter. Hoffenheims Fabian Schär köpfte die anfangs noch deutlich nervösen Schweizer mit einem frühen Tor (5. Minute) zum Pflichtsieg gegen den Endrunden-Neuling. Dabei hatte Albaniens Torhüter Etrit Berisha vor 33 805 Zuschauern böse daneben gegriffen.

In dem emotionalen Duell hatten die Albaner die Unterstützung von etwa 20 000 Fans im voll besetzten Stade Bolaert-Delelis in Lens. Immerhin zehn Spieler im Kader Albaniens sind in der Schweiz geboren oder aufgewachsen, fünf Schweizer haben albanische Wurzeln. Der albanische Verband hatte alle ehemaligen Nationalspieler zum ersten EM-Spiel in der Geschichte des kleinen Landes eingeladen. Vor der Partie gab es herzliche Begrüßungen auch zwischen den beiden Brüdern Granit und Taulant Xhaka, die erstmals als Nationalspieler gegeneinander spielten.

Schweiz spielt nach der Führung befreit auf
Sportlich setzen die favorisierten Schweizer, bei denen sieben Bundesligaprofis in der Startelf standen, die Akzente. Beim frühen Führungstreffer der Eidgenossen half Albaniens Torhüter Berisha kräftig mit. Nach Ecke von Xherdan Shaqiri kam der bei Lazio Rom unter Vertrag stehende Schlussmann zu spät - Schär traf per Kopf in der fünften Minute. Für den Hoffenheimer Verteidiger war es im 21. Länderspiel bereits der sechste Torerfolg.
Der Schweizer Verteidiger Johan Djourou (links) bliebt Sieger gegen Albaniens Armando Sadiku.

Das 1:0 hätte dem spielerisch deutlich überlegenen Team von Trainer Vladimir Petkovic Rückenwind und Selbstvertrauen geben können. Doch die Mannschaft wirkte lange Zeit recht nervös. Zuvor hatten die Schweizer bei drei EM-Endrunden nie die nächste Runde erreicht und nur einen Sieg geschafft.

Somit war diesmal der erste Schritt auf dem Weg in die K.o.-Runde gemacht. Blerim Dzemaili hatte bereits das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte in der 15. Minute aber an Berisha. Die kämpferisch starken Albaner hatten ihre erste große Möglichkeit nach einer halben Stunde, doch Armando Sadiku vergab völlig freistehend vor Torhüter Yann Sommer.

Gashi allein vor Yann Sommer
Danach spielte der Platzverweis für Albaniens Kapitän Cana wegen Handspiels (37.) den Schweizern in die Karten. In Überzahl gab es weitere gute Möglichkeiten, die beste vergab erneut Dzemaili, der einen Freistoß nur an den Pfostenschuss setzte. Auch Haris Seferovic von Eintracht Frankfurt hatte anschließend insgesamt drei gute Gelegenheiten zur Ergebnisverbesserung, Shaqiri zwei.

Am Ende musste sich der Favorit wegen der schwachen Chancenverwertung mit dem knappen Erfolg begnügen und hätte fast noch den Ausgleich durch Shkelzen Gashi (88.) kassiert. Gladbachs Schlussmann Sommer rettete seinem Team den Sieg.

 

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