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Adana

Türkei, Adana
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Sabancı-Merkez-Moschee in Adana
"Adana" (hethitisch Adanja, A-da-ni-ia,Garstang, John, O.R. Gurney, The geography of the Hittite empire. London: British Institute of Archaeology at Ankara 1959, 61 altgriechisch Άδανα) ist mit mehr als 1,5 Millionen Einwohnern (2008) die fünftgrößte Stadt der Türkei und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Sie ist die größte Stadt in der fruchtbaren Tiefebene Çukurova.

Die Çukurova-Universität in Adana ist eine der größten Universitäten in der Türkei mit rund 35.000 Studenten. Der Name ist angeblich abgeleitet von Adanos, dem Sohn des Kronos aus der griechischen Mythologie, aber schon vorgriechisch belegt.

Geographie

Adana liegt im Süden des Landes, im Süden des Taurus-Gebirges ca. 40 km vom Mittelmeer entfernt. Die umliegende Region (Çukurova) ist sehr fruchtbar und die Flüsse Seyhan und Ceyhan durchfließen sie. Adana ist ein Zentrum der türkischen Textilindustrie. Der Bahnhof ist ein Verkehrsknotenpunkt der Bagdadbahn, in der Nähe ist ein internationaler Flughafen (Flughafen Adana). Die Incirlik Air Base der NATO liegt 12 Kilometer östlich des Stadtkerns.
Die Stadt ist ein Schmelztiegel verschiedener Kulturen und Völker. So bilden Araber, Türken und aus dem Osten (u.a. Mardin, Urfa, Diyarbakir) hinzugezogene Kurden jeweils etwa ein Drittel der Bevölkerung. Die seit der Errichtung des Königreichs Kilikien im 11. Jahrhundert sehr zahlreiche armenische Bevölkerung existiert heute nicht mehr.

Klima



Geschichte
Die Stadt geht wahrscheinlich auf eine hethitische Siedlung zurück: Seit dem 16. Jahrhundert v. Chr. wird "Adanija" in hethitischen historischen Texten genannt. In späteren akkadischen Texten Syriens (ca. 1400 v. Chr.) und ägyptischen Berichten (12. Jahrhundert v. Chr.) wird die Stadt unter dem Landesnamen "Danuna", einem Teil des späteren Kilikien, erwähnt.

Nach dem Ende der Perserherrschaft gehört Adana zuerst zum Reich Alexander des Großen, dann zum Seleukidenreich. Wahrscheinlich unter Antiochos IV. wurde Adana kurzfristig in "Antiochia am Saros" umbenannt. Pompeius siedelte hier 67 v. Chr. einen Teil der von ihm besiegten Seeräuber an. Seit 72 n. Chr. war die Stadt endgültig Teil der römischen Provinz Cilicia. 260 eroberten die Sassaniden auch Adana.

Zwischen dem 11. und 14. Jahrhundert wanderten viele Armenier ein, als ihr weiter nördlich gelegenes Siedlungsgebiet von den Seldschuken erobert worden waren. Unter der Herrschaft der Rubeniden entstand das Königreich Kleinarmenien, zu dem auch Adana gehörte. Adana fiel 1378 an den turkmenischen Stamm der Ramazanoglu Գեղունի: Illustration Arménienne. Imprimerie arménienne St. Lazare (Venise), 1909, S. 13.

Seit 1575 gehörte die Stadt zum Osmanischen Reich. 1839 war sie im Türkisch-Ägyptischen Krieg umkämpft. Im April 1909 kam es hier zur Ermordung von 30.000 Armeniern.Anahid Ter Minassian: "L"Arménie et l"éveil des nationalités (1800-1914)" in: Gérard Dédéyan (éd.): "Histoire du peuple arménien" Editions privat, Toulouse 2007 ISBN 978-2-7089-6874-5, p. 518 Im Rahmen des Völkermordes an den Armeniern 1915 wie auch 1920 wurden die Armenier in weit größerer Zahl ermordet und endgültig aus Kilikien vertrieben.

Adana war beim Bau der Bagdadbahn ab 1903 ein wichtiger Stützpunkt. Von hier aus wurden die Streckenabschnitte durch den Taurus und Richtung Aleppo vorangetrieben. Betrieblich war der Bahnhof wichtig, da hier die ältere Strecke nach Mersin und die für den Bau der Bagdadbahn angelegte Linie zum Hafen von Iskenderun verknüpft wurden.

Zwischen 1918 und 1920 war die Stadt durch französische Truppen besetzt. Am 30. Januar 1943 kam es hier zum Gespräch zwischen Churchill und İnönü, bei dem die Alliierten versuchten, die Türkei zum Beitritt in den Zweiten Weltkrieg zu bewegen, wobei es İnönü gelang, eine klare Zusage hinauszuzögern. Seit den 1980er Jahren wuchs die Bevölkerungszahl durch den Zuzug kurdischer Flüchtlinge stark an.

Sehenswürdigkeiten
Altes und neues Adana: Im Vordergrund die alte Steinbrücke ("Taşköprü") und im Hintergrund die Sabancı-Merkez-Moschee

Das bekannteste historische Bauwerk in Adana ist die unter dem römischen Kaiser Hadrian über dem Seyhan-Fluss errichtete Steinbrücke ("Taşköprü"), welche als die älteste noch benutzte Brücke der Welt gilt. Die im 16. Jahrhundert errichtete Ulu-Moschee und der gleichnamige Komplex sowie die Hasan-Kethüda-Moschee aus demselben Jahrhundert sind sehenswert. Die größte Moschee der Türkei, die 1998 eröffnete Sabancı-Merkez-Moschee, befindet sich hier.

Beispiele römischer Mosaikkunst kann man in den antiken Städten Misis und Anazarba sehen. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Yılankale (Schlangenburg). Das archäologische Museum enthält wichtige Grabungsfunde. Yumurtalık und Karataş sind für ihre Strände bekannte Ferienorte in der Umgebung.

Museen
* Im Archäologischen Museum von Adana sind hethitische, römische und frühbyzantinische Fundstücke ausgestellt. Das Museum wurde gleich nach der Ausrufung der Republik im Jahre 1924 gegründet und ist somit eines der zehn ältesten Museen der Türkei.

* Das Ethnographische Museum zeigt Exponate zu den in den Çukurovadörfern und im Taurusgebirge lebenden Volksstämmen.

* Das Atatürk-Museum ist dem "Vater der Türken" gewidmet und dokumentiert dessen Aufenthalt in Adana.

* Im Misis-Mosaik-Museum in Misis (Yakapınar) sind Bodenmosaiken aus dem 4. Jahrhundert zu besichtigen.

* Das Sabancı Kültür Merkezi, auf deutsch "Sabancı-Kulturzentrum" im Zentrum der Stadt enthält auch eine Bibliothek.

Moscheen

* Ulu Cami
* Yeni Cami (Neue Moschee)
* Yağ Camii (Alte Katholische Kirche)
* Sabancı Merkez Cami
* Alemdar Mescidi
* Şeyh Zülfi Mescidi
* Kızıldağ Ramazanoğlu Cami

Universitäten

* Çukurova Universität
* Çağ Universität

Entwicklung der Bevölkerungszahl



Verkehr
Der Bahnhof Adanas liegt an der Bagdadbahn.
Bahnhof von Adana 1913
Adana hat einen internationalen Flughafen (türk. Adana Şakir Paşa Havalimanı).

Im Bezirk Ceyhan gibt es zwei und in Yumurtalık einen Hafen am Mittelmeer.

Die Autobahn O 21 verbindet Adana mit Ankara, die O 51 mit Mersin und O 52 mit Gaziantep.

Eisenbahn: Adana liegt an der Bagdadbahn. Nach Mersin besteht ein S-Bahn-ähnlicher Betrieb. Fernverbindungen im Reisezugverkehr gibt es täglich u.a. nach Istanbul, Ankara, Iskenderun, Gaziantep, Malatya und İslahiye. Einmal in der Woche gibt es einen internationalen Kurswagen nach Aleppo.

Adana hat ein gut ausgebautes innerstädtisches Busverbindungsnetz und einen großen Busbahnhof am Rand der Stadt. Vor kurzem wurde die U-Bahn in Betrieb genommen und soll in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden.

Tageszeitungen
* Expres Gazetesi
* Adana Gazete
* Yeni Adana Gazetesi
* Adana Haber
* Yenigün
* Adana Post
* Haber Adana
* Çukurova Güncel
* Idealist Gazetesi
* Adana Yerel Haber Gazetesi

Gastronomische Spezialitäten

Sumak gewürzten roten Zwiebeln.

Adana hat eine sehr reiche und schmackhafte Küche. Dazu gehören zum Beispiel das am Spieß gegrillte Hackfleisch Adana Kebap und
Şalgam, ein aus Adana stammendes alkoholfreies scharf-saures Getränk aus Gemüse.

Sport
"Bekannte Vereine":
* Adana Demirspor (Fußball)
* Adanaspor (Fußball)
* Adanagücü (Fußball)
* Seyhanspor (Fußball)
* Botasspor (Basketball Damen - 1. Türkische Liga)
* Ceyhanspor (Basketball Damen - 1. Türkische Liga)

Bekannte Persönlichkeiten

* İsmet Atlı, Ringer und Olympiasieger
* Ozan Ceyhun, Politiker
* Ceyhun Demirtaş, Schriftsteller
* Demir Demirkan, Musiker und Schauspieler
* Yılmaz Güney, Schauspieler und Regisseur
* Müslüm Gürses, Sänger und Musiker, verbrachte seine Jugend in Adana
* Kani Karaca, Musiker und Sufimeister
* Murat Kekilli, Rockmusiker
* Haluk Levent, Rock-Musiker und Sänger
* Sakıp Sabancı, Geschäftsmann, Stifter der Sabancı Merkez Camii
* Ali Şen, Schauspieler
* Şener Şen, Schauspieler
* Ömer Faruk Tekbilek, Musiker
* Mehmet Tekerek, Autor
* Fatih Terim, Fußballspieler und -trainer
* Gülistan Yüksel, Politikerin

Städtepartnerschaften
Adana unterhält mit folgenden Städten Städtepartnerschaften:

* Beerscheba (Israel)
* Schymkent (Kasachstan)
* Dschidda (Saudi-Arabien)
* Córdoba (Spanien)

Ansässige Unternehmen

* Temsa
* Bossa
* BOTAŞ


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 28.03.2020 12:40 von den Wikipedia-Autoren.
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