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Achalkalaki
Georgien, Achalkalaki
"Achalkalaki" (georgisch , "Neustadt", armenisch Ô±ÕÕ¡Õ¬Ö„Õ¡Õ¬Õ¡Ö„ / "Achalkalak", türkisch "Ahılkelek") ist eine Stadt in Georgien. Sie hat 9.802 Einwohner (Stand 2002) und liegt 30 Kilometer von der türkischen Grenze entfernt im Süden des Bezirks Samzche-Dschawachetien am Rand des Dschawacheti-Plateaus. 90% der Einwohner sind ethnische Armenier.
Geschichte
1068 wurde die Stadt von dem seldschukischen Sultan Alp Arslan erobert. Sie blieb über Jahrhunderte türkisch. Die Einwohner wurden islamisiert. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es in Achalkalaki eine türkische Festung, eine Moschee und eine große Karawanserei.
Im 8. Russischen Türkenkrieg wurde die Stadt am 24. Juli 1829 von russischen Truppen unter dem Kommando General Iwan Fjodorowitsch Paskewitschs eingenommen und dem russischen Gouvernement Tiflis eingegliedert. Die Mehrzahl der islamischen Bevölkerung wurde vertrieben. An ihrer Stelle wurden Armenier aus Ostanatolien angesiedelt.
Im Friedensvertrag von Brest-Litowsk trat Sowjetrussland Achalkalaki vorübergehend an das Osmanische Reich ab. Nach Abschluss des Vertrags von Kars zwischen Sowjetrussland und der Türkei wurde die Stadt 1921 der Sowjetunion zugeschlagen. 1944 deportierte Stalin sämtliche (ca.20.000) Terekeme-Türken aus Achalkalaki nach Zentralasien. Bis 1991 lag die Stadt im sogenannten "Grenzgebiet". Besucher von außerhalb benötigten eine Sondergenehmigung, um sie besuchen zu können.
Einwohner
Die Zahl der Einwohner ist seit der Unabhängigkeit Georgiens gesunken. 1989 lebten noch 15.192 Menschen in der Stadt. Bis 2002 wanderten 5.390 Einwohner aus Achalkalaki ab. Vor allem junge Männer verließen die Stadt, zogen nach Russland oder Armenien.
90 Prozent der Einwohner gehören zur armenischen Volksgruppe. Sie sind bilingual, sprechen hauptsächlich russisch und umgangssprachliches Armenisch. In den Basaren Achalkalakis wird neben georgischer Währung auch armenisches und russisches Geld angenommen.
Politik
In Achalkalaki war die 62. Militärbasis der "Gruppe der Russischen Streitkräfte in Transkaukasien" mit 30.000 Soldaten stationiert. Sie wurde zum 1. Oktober 2007 geschlossen, Soldaten und Waffen aus Georgien abgezogen. Bereits 2006 waren viele Fahrzeuge und Waffen aus der Basis entfernt worden.
Mit der neuen Bahnstrecke Kars–Achalkalaki–Tiflis–Baku soll die Stadt direkt mit der Türkei und Aserbaidschan verbunden werden. 2005 wurden die Gleise von Kars nach Tiflis instand gesetzt. Der Baubeginn für die Gesamtstrecke ist für 2007 geplant.
Geschichte
1068 wurde die Stadt von dem seldschukischen Sultan Alp Arslan erobert. Sie blieb über Jahrhunderte türkisch. Die Einwohner wurden islamisiert. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es in Achalkalaki eine türkische Festung, eine Moschee und eine große Karawanserei.
Im 8. Russischen Türkenkrieg wurde die Stadt am 24. Juli 1829 von russischen Truppen unter dem Kommando General Iwan Fjodorowitsch Paskewitschs eingenommen und dem russischen Gouvernement Tiflis eingegliedert. Die Mehrzahl der islamischen Bevölkerung wurde vertrieben. An ihrer Stelle wurden Armenier aus Ostanatolien angesiedelt.
Im Friedensvertrag von Brest-Litowsk trat Sowjetrussland Achalkalaki vorübergehend an das Osmanische Reich ab. Nach Abschluss des Vertrags von Kars zwischen Sowjetrussland und der Türkei wurde die Stadt 1921 der Sowjetunion zugeschlagen. 1944 deportierte Stalin sämtliche (ca.20.000) Terekeme-Türken aus Achalkalaki nach Zentralasien. Bis 1991 lag die Stadt im sogenannten "Grenzgebiet". Besucher von außerhalb benötigten eine Sondergenehmigung, um sie besuchen zu können.
Einwohner
Die Zahl der Einwohner ist seit der Unabhängigkeit Georgiens gesunken. 1989 lebten noch 15.192 Menschen in der Stadt. Bis 2002 wanderten 5.390 Einwohner aus Achalkalaki ab. Vor allem junge Männer verließen die Stadt, zogen nach Russland oder Armenien.
90 Prozent der Einwohner gehören zur armenischen Volksgruppe. Sie sind bilingual, sprechen hauptsächlich russisch und umgangssprachliches Armenisch. In den Basaren Achalkalakis wird neben georgischer Währung auch armenisches und russisches Geld angenommen.
Politik
In Achalkalaki war die 62. Militärbasis der "Gruppe der Russischen Streitkräfte in Transkaukasien" mit 30.000 Soldaten stationiert. Sie wurde zum 1. Oktober 2007 geschlossen, Soldaten und Waffen aus Georgien abgezogen. Bereits 2006 waren viele Fahrzeuge und Waffen aus der Basis entfernt worden.
Mit der neuen Bahnstrecke Kars–Achalkalaki–Tiflis–Baku soll die Stadt direkt mit der Türkei und Aserbaidschan verbunden werden. 2005 wurden die Gleise von Kars nach Tiflis instand gesetzt. Der Baubeginn für die Gesamtstrecke ist für 2007 geplant.
Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 22.05.2013 04:53 von den Wikipedia-Autoren.
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